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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

06. August 2014 Kasuistik 1: Patientin mit primär metastasiertem beidseitigen Mammakarzinom

Bei einer 50-jährigen Patientin wurde 06/2011 ein invasiv-duktales Mammakarzinom links und ein Mammakarzinom rechts sowie Hautmetastasen im Bereich der linken Brust diagnostiziert (Kasuistik vorgestellt von Dr. Ingo Bauerfeind, Klinikum Landshut).

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Fachinformation

Diagnose
06/2011: Invasiv-duktales Mammakarzinom links. cT4b cN+ G2 M1 (ossär, hepatisch, pleural), rechts: cT3 cN+ G2 M1 (ossär, hepatisch, pleural); ER12/ PR12, HER2-negativ, Ki-67: 20%.

Therapie und Verlauf
06/2011: Die Therapie mit 18 Zyklen Paclitaxel in der wöchentlichen Standarddosierung führte zu einer deutlichen Regression aller Tumoren. Desweiteren erhielt die Patientin alle 4 Wochen ein Bisphosphonat.

12/2011-02/2012: Makroskopisch waren Hautmetastasen im Bereich der linken Mamma aufgetreten. Die Patientin erhielt jetzt Tamoxifen.

02/2012-11/2012: Eine Therapie mit nab-Paclitaxel wöchentlich 150 mg/m2 (d1, 8, 15 alle 4 Wochen) wurde eingeleitet. Aufgrund von Nebenwirkungen wurde nach 3 Zyklen eine Dosisreduktion auf 100 mg/m2 vorgenommen. Die Krankheit stabilisierte sich (SD).

11/2012: Im Staging: Steigende Tumormarker und eine fragliche hepatische Progression im CT. Es erfolgt die Umstellung auf Epirubicin 30 mg/m2 und nach 6 Zyklen wegen Progression der Hautbefunde der Wechsel auf Vinorelbin.

12/2012: Es wurden multiple zerebrale Metastasen festgestellt. Die Patientin erhielt zusätzlich eine Ganzhirn-Radiatio. Die Therapie mit Vinorelbin wurde fortgeführt.

03/2013: Zur Therapie einer Meningeosis carcinomatosa erhielt die Patientin eine intrathekale Chemotherapie mit Methotrexat 15 mg. Infektion des Ommaya-Reservoirs nach 7x Methotrexat.

07/2013: Entfernung des Ommaya-Reservoirs.

08/2013: Die Patientin verstirbt an ihrer Erkrankung.

Aufgrund des Remissionsdrucks hatte sich der behandelnde Arzt zu Beginn der Behandlung 06/2011 für eine Taxan-Monotherapie entschieden. In den 9 Monaten unter nab-Paclitaxel - nach Progredienz der Hautmetastasen und selbst unter der reduzierten Dosis von 100 mg/m2 ab der 4. Gabe - hatte die Patientin eine Krankheitsstabilisierung erreicht.

 

 


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