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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

26. Juni 2020 Immuntherapie mit Pembrolizumab setzt sich bei verschiedenen onkologischen Indikationen weiter durch

In einem Symposium im Rahmen des ASCO DirectTM wurden vielversprechende Studiendaten zum PD-1-Inhibitor Pembrolizumab im Hinblick auf das fortgeschrittene Nierenzellkarzinom (mRCC), das metastasierte Kolorektalkarzinom (mCRC) mit ausgeprägter Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) und das triple-negative Mammakarzinom (TNBC) zusammengefasst. Eines der Top-Highlights beim ASCO20 virtual im Bereich gastrointestinaler Tumoren stellte Prof. Dr. Thomas Seufferlein, Ulm, vor: die Keynote-177-Studie zum Einsatz einer Erstlinien-Monotherapie mit Pembrolizumab bei Patienten mit CRC mit MSI-H bzw. Mismatch-repair-Defizienz (dMMR). Die Daten zum ersten primären Studienendpunkt, dem PFS, wurden in der Plenary Session des Kongresses vorgestellt (1).
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Wie Seufferlein berichtete, zeigte sich bei den MSI-H-Tumoren unter dem Einfluss des PD-1-Inhibitors im Vergleich zu einer Standard-Chemotherapie ein signifikanter und klinisch relevanter Vorteil hinsichtlich des PFS bei gleichzeitig deutlich überlegenem Sicherheitsprofil, was den Weg ebnet zu einem neuen Therapiestandard bei dieser Subgruppe der CRC.

Ein weiterer Höhepunkt beim ASCO-Kongress, der ebenfalls das Potenzial besitzt, in Zukunft eine neue Standardtherapie zu werden, waren die Ergebnisse der Keynote-355-Studie zur Erstlinientherapie mit Pembrolizumab beim fortgeschrittenen TNBC in Kombination mit verschiedenen Chemotherapiepartnern. In der beim ASCO vorgestellten Phase-III-Studie verlängerte der Checkpoint-Inhibitor in Kombination mit einer Chemotherapie das mediane progressionsfreie Überleben bei Patientinnen mit einem PD-L1-hochexprimierenden Tumor (CPS ≥ 10) signifikant und klinisch relevant, aber auch Patientinnen mit einem geringeren CPS profitierten (2).


Mehr unter:www.med4u.org/17236

Dr. rer. nat. Claudia Schöllmann

Quelle: MSD-Symposium „Immunonkologische Therapien heute und morgen“ im Rahmen des Formats ASCO DirectTM (www.asco-direct.de), ASCO20 virtual

Literatur:

(1) André TH et al. ASCO20 virtual, Abstract LBA4.
(2) Cortes J et al. ASCO20 virtual, Abstract 1000.


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