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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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15. März 2018

Immunonkologie: Management von irAEs aus Sicht der Pflege

Die Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren kann mit dem Auftreten von immunbezogenen unerwünschten Wirkungen (irAEs) verbunden sein, die vor allem auf eine überschießende Immunreaktion zurückzuführen sind. Diese neuen AEs stellen auch eine Herausforderung für onkologische Pflegekräfte dar, die aufgrund ihres engen Vertrauensverhältnisses zu den Patienten häufig als erste von Problemen unter einer Immuntherapie erfahren.
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„Nebenwirkungen unter einer onkologischen Immuntherapie sind selten, aber wenn sie auftreten, besteht Handlungsbedarf“, sagte Anja Wesemann, onkologische Fachpflegekraft. In diesem Fall müsse umgehend eine Informationsweitergabe der Pflegekraft an den Arzt erfolgen. „Für Nebenwirkungen ab Grad 2 ist immer der Arzt zuständig“, so Wesemann.

Wesemann, die in einer hämatologisch-onkologischen Schwerpunktpraxis in Hamburg arbeitet und dort eine eigene Pflegesprechstunde leitet, betonte, dass besonders Patienten, die unter einer Doppeltherapie mit Ipilimumab und Nivolumab stehen, von irAEs betroffen und in dieser Hinsicht als „Hochrisiko-Patienten“ anzusehen sind.

Leichtere AEs äußerten die Patienten oftmals erst nach differenziertem und gezieltem Nachfragen. Einige fürchteten auch, dass durch das Nennen von AEs die wirksame Tumortherapie beendet werden könnte. Hier sei es Aufgabe der Pflegekraft, den Patienten diese Ängste zu nehmen und ihnen Möglichkeiten des irAEs-Managements aufzuzeigen. So seien etwa bei Hautproblemen oft Basismaßnahmen der Hautpflege hilfreich. Gegen Diarrhoe können pflanzliche Heilmittel wie Apfelpektin, getrocknete Heidelbeeren oder Möhren sowie – bei Patienten besonders beliebt – bittere Schokolade helfen. Verordnet der Arzt im Rahmen des Nebenwirkungsmanagement Kortison, sei es oft an den Pflegekräften, die unbegründeten Ängste der Patienten gegenüber einer vorübergehenden Therapie mit diesen antiinflammatorischen Medikamenten zu entkräften.
Dr. rer. nat. Claudia Schöllmann
Quelle: Satellitensymposium „Pflegeseminar: Immunonkologie aus Sicht der Pflege“, DKK, 22.02.2018, Berlin; Veranstalter: Bristol-Myers Squibb
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