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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

13. Dezember 2018 HR+/HER2-negatives BC: CDK4/6-Inhibitoren verändern Therapiealltag

Inhibitoren der Cyclin-abhängigen Kinasen 4 und 6 (CDK4/6) haben das progressionsfreie Überleben (PFS) von Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem (HR+), HER2-negativem Mammakarzinom deutlich verbessert. Das spiegelt sich bereits in den Leitlinien wider und hat den Therapiealltag verändert.
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Fachinformation
In der randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studie MONALEESA-3 verlängerte die Therapie mit dem CDK4/6-Inhibitor Ribociclib (Kisqali®) zusätzlich zu der antihormonellen Therapie mit Letrozol das mediane PFS von postmenopausalen Frauen mit HR+/HER2-negativem fortgeschrittenen Brustkrebs um 9,7 Monate gegenüber Letrozol alleine (25,3 vs. 16,0 Monate) (1). Dies entspricht einer Reduktion des relativen Risikos für einen Progress von 43,2%, betonte Prof. Dr. Peter Fasching, Erlangen. Wichtig seien auch die hohen Ansprechraten mit dem CDK4/6-Hemmer. In der MONALEESA-2-Studie erreichten unter Ribociclib + Letrozol 54,5% der Patientinnen mit messbarer Erkrankung nach RECIST-Kriterien ein objektives Ansprechen gegenüber 38,8% im Kontroll-Arm mit Letrozol alleine (p=0,002) (2).

„CDK4/6-Inhibitoren verbessern das PFS von Frauen mit fortgeschrittenem HR+/HER2-negativen Mammakarzinom sowohl in der Erst- als auch der Zweitlinie bei frühem Rezidiv bei allen zugelassenen Substanzen in ähnlichem Ausmaß“, meinte Fasching. Das zeige die hohe Zuverlässigkeit der Therapie. Nach Registerdaten habe sich daraufhin in den USA das Verordnungsverhalten bereits entsprechend verändert: In der Erstlinientherapie des metastasierten HR+/HER2-negativen Mammakarzinoms erhielten zwischen 11/2014 und 11/2015 noch etwa die Hälfte der Patientinnen eine Chemotherapie und 44% eine antihormonelle Monotherapie (3). Im Zeitraum von 11/2016 bis 11/2017 war der Anteil der Patientinnen, die eine Chemotherapie als Erstlinientherapie erhielten, auf 36% gesunken, eine antihormonelle Monotherapie erhielten noch 22% und eine Kombinationstherapie einer antihormonellen Therapie mit Palbociclib oder Ribociclib bereits 40%. Auch die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) hat die Kombination antihormoneller Therapien mit CDK4/6-Inhibitoren in ihre Empfehlungen zur Therapie des metastasierten Mammakarzinoms aufgenommen (4).

Friederike Klein

Quelle: Presseveranstaltung „1 Jahr endokrin-basierter Therapie mit Kisqali® in der Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms“, ESMO, 18.10.2018, München; Veranstalter: Novartis

Literatur:

(1) Slamon DJ et al. J Clin Oncol 2018;36:2465-72.
(2) Hortobagyi GN et al. Ann Oncol 2018;29: 1541-47.
(3) Huober J et al. SABCS 2017, Abstract P3-11-07.
(4) https://www.ago-online.de/fileadmin/downloads/leitlinien/mamma/2018-03/Gesamt_deutsch/Alle_aktuellen_Empfehlungen_2018.pdf (letzter Download 30.10.2018)


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