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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

06. August 2014 Gipfelstürmer 2014: Forschung trifft Praxis und umgekehrt

Editorial

Wir haben in den letzten 20 bis 30 Jahren enorm viel für unsere Patientinnen mit Mammakarzinom erreichen können. Ein wichtiger Meilenstein ist die interdisziplinäre Herangehensweise an die Erkrankung in den Brustzentren. Den meisten Patientinnen können wir heute die Amputation ersparen und sie brusterhaltend operieren. Auch die Axillaoperation setzen wir nur noch dann ein, wenn sie unbedingt erforderlich ist. Das heißt unsere Operationsverfahren verlieren an Radikalität. Das Gleiche gilt für die Strahlentherapie - manchmal ist weniger mehr. Bei der systemischen Therapie haben wir rasante Fortschritte gemacht - das Thema heute ist die individuelle zielgerichtete Therapie mit maximaler Wirkung und minimaler Belastung für die Patientinnen. Innovative Arzneimittel haben an den Fortschritten entscheidenden Anteil. Dank HER2-gerichteter Therapien entspricht die eigentlich schlechtere Prognose von HER2-positiven Patientinnen heute der von HER2-negativen Patientinnen. Diese Erkenntnisse sind natürlich auf der Basis großer randomisierter Studien gewonnen, validiert, interdisziplinär diskutiert und in Leitlinienempfehlungen festgeschrieben worden.

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Das Wichtigste für uns drei aus der Klinik ist, dass diese Erkenntnisse möglichst rasch Einzug in die tägliche Praxis halten. Dafür sind Veranstaltungen wie das bereits zum 2. Mal stattgefundene Gipfelstürmer Meeting in München essenziell. Diese Veranstaltung ist eine der hochkarätigsten Fortbildungsveranstaltungen zum Mammakarzinom in Deutschland. Hier treffen sich nationale und internationale Forscher und Therapeuten aus Praxis und Klinik, interdisziplinär aus Gynäkologie, Onkologie, Strahlentherapie und Chirurgie und die herausragende Qualität der Veranstaltung wird daran deutlich, dass in diesem Jahr erstmals sowohl die AGO als auch die DGHO die Schirmherrschaft übernommen haben. In Vorträgen und Falldiskussionen tauschen wir uns zu experimentellen und praktischen Aspekten in der Therapie von Brustkrebs aus und gewinnen Erkenntnisse, die unmittelbar praktischen Impetus haben, wie die Befragung von Teilnehmern gezeigt hat.

Wir sind den unterstützenden Firmen dankbar, dass sie uns diese Plattform zum Wissenstransfer bieten und wünschen Ihnen jetzt eine interessante Lektüre!

Ihre Nadia Harbeck, Christian Jackisch, Michael Untch


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