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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

28. Mai 2015 Was bedeuten die GeparSepto-Daten für die Therapie des frühen Mammakarzinoms?

Prof. Michael Untch, Berlin

„Dass das Ergebnis so eindeutig ausfällt und eine so hochsignifikante Steigerung der pCR-Rate durch nab-Paclitaxel erzielt wird, haben wir selbst nicht erwartet. Damit haben wir möglicherweise einen neuen Standard für die neoadjuvante Therapie der Mammakarzinompatientinnen gesetzt. Die wichtigste Frage ist, welche Konsequenzen solche Studienergebnisse für den Alltag haben. Gerade bei den Patientinnen mit einer sehr aggressiven Form des Mammakarzinoms, dem triple-negativen Karzinom, wurde durch das nab-Paclitaxel fast eine Verdopplung der pCR-Rate bewirkt, verglichen mit konventionellem Paclitaxel."

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Prof. Michael Untch, Berlin"Bei diesen Patientinnen ist der „medical need“ sehr hoch und die bisherigen Therapien sind unbefriedigend. Gerade hier haben wir zeigen können, was uns die Tumorbiologie sagt, und wo die Reise hingeht. Wie zu erwarten war, treten unter beiden Taxanen periphere sensorische Neuropathien (PNP) auf. Unter der anfänglich gewählten wöchentlichen Dosierung von 150 mg/m2 waren diese im nab-Paclitaxel-Arm signifikant häufiger. Wir haben deshalb nach 400 Patientinnen die Dosis auf 125 mg/m2 nab-Paclitaxel reduziert, und damit verringerte sich auch die PNP-Rate, ohne dass die Effektivität beeinträchtigt wurde. Die Daten zur Toxizität und Wirksamkeit von 125 verglichen mit 150 mg/m2 werden ausgewertet und dieses Jahr in San Antonio vorgestellt. Die anderen Nebenwirkungen bewegen sich in beiden Taxan-Armen in einem Bereich, den man als verträglich oder tolerabel bezeichnen kann. Als Konsequenz dieser Studie wäre es im Sinne der Patientinnen wünschenswert, dass die Zulassung für nab-Paclitaxel für das frühe Mammakarzinom möglichst rasch erfolgt. Es gibt hier glücklicherweise klare Bemühung der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA, Substanzen auf Basis von neoadjuvanten Studiendaten zuzulassen.“


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