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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

13. Oktober 2015 Forschung und Entwicklung bei Bayer HealthCare

Hohe Umsätze und gut gefüllte Forschungspipeline

Bayer HealthCare erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von fast 20 Mrd. Euro, von denen 2,3 Mrd. in Forschung und Entwicklung flossen – diese hohe Forschungsintensität zahlt sich aus: Mit 57 Projekten ist die Pharma-Forschungspipeline des Unternehmens vielversprechend und gut gefüllt.

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Mit Regorafenib (Stivarga®) wurde 2013 ein Krebsmedikament gegen das metastasierte kolorektale Karzinom zugelassen sowie mit Aflibercept (Eylea®) ein innovatives Augenarzneimittel zur Marktreife geführt. Jüngste Entwicklungen aus 2013-2014 sind Radium-223-dichlorid (Xofigo®) bei Prostatakrebs und Riociguat (Adempas®) gegen bestimmte Formen des Lungenhochdrucks. „Damit haben wir uns insgesamt eine robuste Wettbewerbsposition erarbeitet“, erläuterte Frank Schöning, Geschäftsleitung Bayer HealthCare Deutschland. Das größte deutsche Arzneimittelunternehmen ist weltweit auf Platz 3 der führenden Pharmakonzerne (nach Novartis und Pfizer). Mit seiner Spitzenforschung ist Bayer HealthCare zweifellos ein Wachstumsmotor für Gesundheit und Wirtschaft in Deutschland. Zu den rund 14.750 direkt Beschäftigten im Jahr 2014 kamen etwa 55.750 indirekte Beschäftigungsverhältnisse in verbundenen Branchen sowie weitere ca. 23.220 induzierte Beschäftigungsverhältnisse in der Gesamtwirtschaft.

Als innovationsfeindlich bezeichnete Schöning das AMNOG-Prozedere zur Kostenevaluation von Arzneimitteln. Ein Kernproblem sei, dass es keine klare Trennung von wissenschaftlicher Nutzenbewertung und den Preisverhandlungen gebe. Hinzu komme, dass die zweckmäßige Vergleichstherapie (ZVT) als Zusatznutzen- und Preisreferenz fungiert. So angewendet, bestrafe die AMNOG-Systematik Innovationen. Dies werde unter anderem bei Antibiotika deutlich, wo als ZVT oft nur ein Generikum herangezogen werde könne. „Für den Nutzenvergleich mag dies noch angehen, aber das billige Generikum kann und darf nicht die entscheidende Basis für entsprechende Preisverhandlungen sein“, forderte Schöning. Der Konzern wünsche sich im Übrigen einen offenen Dialog zu allen Themen, die Wert, Nutzen und Leistung der Pharma-Industrie betreffen. In diesem Sinne sollen im Rahmen der Freiwilligen Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V. (FSA) die Bayer-Geschäfte noch transparenter werden: Ab dem kommenden Jahr werden vom Unternehmen geleistete Zahlungen und vermögenswerte Zuwendungen (etwa Sponsoring, Einladungen zu Fortbildungen und Beratungshonorare) mit Zustimmung der Empfänger im Internet offengelegt.

Dr. Beate Grübler, Hannover

Quelle: Jahresmediengespräch 2015, Leverkusen, 25.10.2015; Veranstalter: Bayer HealthCare


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