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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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29. Dezember 2012

Das Ovarialkarzinom - zwei verschiedene Tumorentitäten?

Die Heterogenität des Ovarialkarzinoms ist morphologisch einfach nachzuweisen. Doch es besteht auch eine prognostische Heterogenität - und dies bei identischem Phänotyp, berichtete Prof. Ivo Meinhold-Heerlein, Aachen. Einige Erklärungen dafür kommen aus der translationalen Forschung, was in Zukunft eine individualisierte Therapie der Patientinnen mit Ovarialkarzinom ähnlich wie beim Mammakarzinom ermöglichen könnte.

Etwa 15% der Patientinnen mit Ovarialkarzinom im Stadium FIGO III leben trotz multipler Rezidive mehrere Jahre. Andererseits gibt es Borderlinetumoren, die sich zu einem invasiven Ovarialkarzinom entwickeln können.

Molekulare und prognostische Ähnlichkeit besteht zwischen den Borderline- und G1-Tumoren sowie zwischen den G2- und G3-Tumoren. Borderline- und G1-Tumoren weisen sehr häufig eine KRAS- oder BRAF-Mutation auf, sehr selten hingegen eine p53-Mutation und sind genetisch stabiler. Die Prognose von G1-Tumoren ist laut Meinhold-Heerlein fast so gut wie die von Borderline-Tumoren.

Doch auch die Epigenetik beeinflusst die Prognose, so haben zum Beispiel bestimmte Methylierungsmuster eine prognostische Bedeutung. Es existieren Hinweise darauf, dass bei den low-grade Ovarialkarzinomen die Methylierung des Östrogenrezeptorpromotors (ESRp) die Prognose verschlechtern kann.

Bei den hoch aggressiven serösen high-grade (Typ II) Ovarialkarzinomen, die überwiegend erst in einem späten Stadium diagnostiziert werden, findet man hingegen sehr häufig eine p53-Mutation und eine BRCA-Inaktivierung. Sie sind genetisch sehr instabil. Inzwischen gibt es Indizien dafür, dass sich diese aggressiven Tumore gar nicht im Ovar entwickeln, sondern im Eileiter und in den Fimbrien, sog. STICs (seröse tubare intraepitheliale Karzinome der Fimbrien), abschilfern und auf der Ovaroberfläche implantieren. Diese STICs und die Typ-II-Ovarialkarzinome haben eine uniforme Genexpression.

Auch der BRCA-Status ist mit einer unterschiedlichen Prognose assoziiert. Eine Mutation in den Genen BRCA1 und 2 findet man bei etwa 10% der Frauen mit einem invasiven epithelialen Ovarialkarzinom. Sie haben ein erhöhtes Risiko an einem Ovarialkarzinom zu erkranken, scheinen aber auch eine bessere Prognose zu haben als Frauen, die dieses Merkmal nicht aufweisen.

Wie Frau Prof. Rita Schmutzler berichtete, wurde kürzlich im Rahmen der Arbeit des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs mit RAD51C ein drittes Hochrisikogen identifiziert. Dies weist darauf hin, dass neben BRCA1 und 2 noch weitere Hochrisikogene existieren, nach denen weiter intensiv gefahndet wird.

as

COMBATing Breast Cancer, München, 23./24.11.2012

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