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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

02. September 2013 Chronisch lymphatische Leukämie: Bessere Aussichten für ältere Patienten mit Komorbiditäten

EHA-Kongress 2013

Viele Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) sind älter und weisen Komorbiditäten auf, so dass für sie eine aggressive Therapie nicht in Frage kommt. Mit der CLL11-Studie konnte nun erstmals gezeigt werden, dass die Addition der CD20-Antikörper Obinutuzumab (GA101) oder Rituximab zu Chlorambucil im Vergleich zur Chlorambucil-Monotherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant verbessert und das Nebenwirkungsprofil akzeptabel ist.

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Die von der Deutschen Studiengruppe (DCLLSG) durchgeführte randomisierte, kontrollierte Phase-III-Studie CLL11 verglich erstmals direkt die Behandlungen Obinutuzumab (GA101) plus Chlorambucil, Rituximab plus Chlorambucil und Chlorambucil allein bei älteren Patienten mit Komorbiditäten. Bei Obinutuzumab handelt es sich um einen neuen, im sog. Glycoengineering-Verfahren hergestellten monoklonalen Typ-II-Anti-CD20-Antikörper.

Die Addition von Obinutuzumab zu Chlorambucil verlängerte das PFS signifikant auf 23 Monate im Vergleich zu 11 Monaten unter Chlorambucil-Monotherapie (HR=0,14). Die Hinzugabe von Rituximab zu Chlorambucil führte ebenfalls zu einer signifikanten Verbesserung des PFS im Vergleich zu Chlorambucil mono (16 vs. 11 Monate; HR=0,32).

Die Sicherheit der beiden Kombinationstherapien bezeichnete Valentin Goede, Köln, als akzeptabel, insbesondere seien keine häufigeren Infektionen unter den Antikörpern festgestellt worden. Die Kombinationstherapien führten auch zu einem besseren Therapieansprechen, einschließlich kompletter und molekularer Remissionen.

Der direkte Vergleich beider Kombinationsarme mit den Antikörpern folgt zu einem späteren Zeitpunkt.

as

EHA 2013, Abstract #567.


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