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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. April 2017
Seite 2/5

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Lokale Ausbreitungsdiagnostik

Das meist periduktale Invasionsmuster kann auch mit moderner Schnittbildgebung oft nicht befriedigend erfasst werden. Hinzu kommen radiomorphologische Artefakte durch Cholestase und cholestatische Cholangitis, prä-operativ eingelegte Gallengangsendoprothesen oder Stents, sowie eventuell stattgefundene Versuche der Biopsie oder biliären Drainage. Auch die Lymphknotenmetastasierung kann nach wie vor mittels (Endo-)Sonografie, CT, MRT oder 18FDG-PET nicht sicher diagnostiziert werden (5). In der Konsequenz wird im internationalen Konsens empfohlen: a) die Ausbreitungsdiagnostik präferenziell vor einer eventuellen biliären Drainage oder Biopsie durchzuführen sowie b) im Zweifel immer eine chirurgische Exploration vorzunehmen (3).


Resektabilitätskriterien

Die Resektabilität ist gegeben, wenn beim gewählten Verfahren mit hoher Wahrscheinlichkeit eine R0-Resektion erreicht werden kann. Fernmetastasen sowie unzureichendes funktionelles Leberrestvolumen (< 25-30%) sind Kontraindikationen. Auch interaortocavale Lymphknotenmetastasen werden in der Regel als Kontraindikation gesehen (siehe Abschnitt Lymphadenektomie).


Chirurgische Behandlung


Intrahepatisches CC

Aufgrund der intrahepatischen Lage besteht oft die Möglichkeit der anatomischen Leberresektion. Das Resektionsausmaß richtet sich nach der Ausbreitung. Oft sind bei zentraler Lage Major-Resektionen (≥ 4 Segmente) nötig.


Perihiläres Cholangiokarzinom

Perihiläre CC (Klatskin-Tumore) betreffen die Gallenwege zwischen Abgang des Ductus cysticus und zweiter Aufzweigung von Ductus hepaticus dexter und sinister. Bismuth et al. entwickelten die anatomische Unterteilung in die Typen I bis IV (Abb. 1 und 2) (6). Eine limitierte Resektion mit Beschränkung auf die extrahepatischen Gallenwege kann nur bei Bismuth-Typ-I-Tumoren, welche die Gallengangsbifurkation nicht erreichen, empfohlen werden.
 
Abb. 1: Einteilung der perihilären Tumore (Klatskin-Tumore) nach Bismuth in die Typen I-IV. I: Tumor erreicht die Gallengangsbifurkation nicht, II: Tumor bezieht die Bifurkation ein, IIIA/B: Tumor erreicht die erste Aufzweigung des Ductus hepaticus dexter/sinister, IV: die erste Aufzweigung von Ductus hepaticus dexter und sinister sind vom Tumor betroffen.
Lupe
Abb. 1: Einteilung der perihilären Tumore (Klatskin-Tumore) nach Bismuth in die Typen I-IV.
 

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"Chirurgische Behandlung des Klatskin-Tumors"

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