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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

30. Oktober 2006 Cetuximab in der adjuvanten Therapie des Kolonkarzinoms: PETACC-8-Studie

Cetuximab hat sich in der Secondline- und auch in der Firstline-Therapie des Kolonkarzinoms als hochwirksam erwiesen. Vielen Patienten in der adjuvanten Situation bietet der Einsatz hochwirksamer Substanzen sogar die Chancen auf Heilung. Dieser Fragestellung geht die Phase-III-Studie PETACC-8 nach, in die Patienten mit völlig resektiertem kolorektalen Karzinom im Erkrankungsstadium III randomisiert ausgewählt werden und adjuvant entweder Cetuximab in Kombination mit FOLFOX-4 oder FOLFOX-4 allein erhalten. Die Therapien werden für die Dauer von 6 Monaten durchgeführt. Die Studie wird von FFCD (Féderation Francophone de Cancérologie Digestive) geleitet. Es ist geplant, über 2000 Patienten einzuschließen. Die primären Zielkriterien sind progressionsfreies Überleben und Gesamtüberleben. Momentan sind weltweit über 200 Patienten eingeschlossen. Für die Rekrutierung rechnet man insgesamt 3 Jahre. Begonnen hat die Studie mit den ersten Patienten im Januar dieses Jahres. Hintergrund der Studie ist, dass man hohe Response-Raten in Phase-II-Studien mit FOLFOX plus Cetuximab oder anderen Chemotherapien plus Cetuximab gesehen hat und deshalb von einer höheren Effektivität der Kombination ausgeht.


Dr. Gunnar Folprecht, Oberarzt an der Onkologischen Tagesklinik der Medizinischen Klinik I am Universitätsklinikum Dresden ist der Studienkoordinator der PETACC-8-Studie in Deutschland.

Herr Dr. Folprecht, welchen Stellenwert hat die PETACC-8-Studie für die adjuvante Therapie des Kolonkarzinoms?

Folprecht: Ich denke, dies ist zur Zeit eine der wichtigsten Studien in der adjuvanten Therapie des Kolonkarzinoms. Es sind mit Cetuximab höhere Ansprechraten beschrieben. Man kann daher erwarten, dass es die Effektivität der adjuvanten Chemotherapie steigert. Cetuximab wirkt direkt zytotoxisch und könnte auch bei Mikrometastasen wirksam sein, die allein über Diffusion versorgt werden.

Wann ist mit den ersten Ergebnissen zu rechnen?
Folprecht: Mit den Ergebnissen zum progressionsfreien Überleben ist in etwa 5 Jahren zu rechnen, mit den Daten zum Gesamtüberleben in 7 bis 8 Jahren.

Quelle: ESMO 2006, Istanbul/Türkei, 29. 9. - 3.10. 2006. Mit freundlicher Unterstützung von Merck Pharma GmbH, Darmstadt.


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