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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

23. Februar 2015 Brentuximab Vedotin nach ASCT verlängert progressionsfreies Überleben

ASH 2014

Die frühe Konsolidierung mit Brentuximab Vedotin (Adcetris®) nach autologer Stammzelltransplantation (ASCT) verbessert signifikant das progressionsfreie Überleben (PFS) von Patienten mit rezidiviertem/refraktärem Hodgkin-Lymphom (rrHL), die ein hohes Rezidivrisiko nach ASCT aufweisen. Diesen klinischen Vorteil einer Erhaltungstherapie nach ASCT beim Hodgkin-Lymphom zeigt erstmals die Phase-III-Studie AETHERA, deren Interimsanalyse Craig Moskowitz vom MSKCC in New York vorstellte (1).

Etwa die Hälfte der Patienten mit einem rrHL können durch eine Hochdosischemotherapie und ASCT geheilt werden. Die anderen Patienten rezidivieren erneut und haben dann eine sehr schlechte Prognose. An diesem Ergebnis hat sich in den letzten 20 Jahren wenig geändert.

Das gegen CD30 gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Brentuximab Vedotin (BV) hat sich bereits als effektiv bei Patienten mit rrHL nach ASCT erwiesen. Die Phase-III-Studie AETHERA demonstriert nun, dass die Addition von Brentuximab Vedotin unmittelbar nach ASCT dazu geeignet ist, eine Progression zu verhindern.

Eingeschlossen wurden in die multizentrische Studie 329 Patienten aus Nordamerika und Europa. Etwa 60% waren refraktär nach Erstlinientherapie, etwa ein Drittel rezidivierte bereits nach weniger als 12 Monaten, knapp die Hälfte hatte schon 2 oder mehr systemische Therapien erhalten. Alle Patienten waren nach der Transplantation in Remission oder stabil. Sie wurden in 2 Gruppen randomisiert und erhielten 30-45 Tage nach Transplantation entweder BV oder Placebo bis zu 1 Jahr lang.

Nach einem medianen Follow-up von 2 Jahren war die PFS-Rate in der BV-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe signifikant verbessert (63% vs. 51%*, HR=0,57; p=0,001; bzw. 65% vs. 45%**). Das mediane PFS belief sich auf 43 vs. 24 Monate* per IFR und war nach dem Investigator Assessment in der BV-Gruppe noch nicht erreicht vs. 16 Monate in der Placebo-Gruppe.

In der Interimsanalyse stellte sich noch kein Unterschied im Gesamtüberleben dar (p=0,62). Moskowitz wies darauf hin, dass ein Cross-over erlaubt war und viele Patienten nach Rezidiv aus dem Placebo- in den BV-Arm gewechselt waren.

Die Verträglichkeit von BV bezeichnete Moskowitz als insgesamt gut. An relevanten unerwünschten Ereignissen waren unter BV periphere sensorische Neuropathien sowie Neutropenien aufgetreten, die durch Dosisreduktionen gut kontrollierbar gewesen seien.

Moskowitz: "Die Konsolidierung mit Brentuximab Vedotin ist eine wichtige Therapieoption für HL-Patienten nach ASCT, um das Risiko eines Rezidivs oder einer Progression zu reduzieren."

as


Literaturhinweis:
(1) Moskowitz CH et al. ASH 2014, Abstract #673.

* per IFR (independent review facility) anhand CT-Scans; ** per Investigator Assessment anhand CT-Scans und klinischer Einschätzung


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