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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

16. Dezember 2019 Beim fortgeschrittenen RCC können Resistenzmechanismen überwunden werden

Beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (RCC) werden trotz komplexer genetischer Aufschlüsselung primäre und sekundäre Resistenzen gegenüber den Standardtherapien gesehen. Der Schlüssel zur Überwindung von Therapieresistenzen liege in der Anwendung von Kombinationstherapien, so das Resümee der Experten bei einem Satelliten-Symposium auf dem DGU-Kongress.
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Fachinformation
Aktuelle Untersuchungen von Primärtumoren und Metastasen konnten zeigen, dass wenige Zellklone auswachsen und zu heterogenen Veränderungen in den Metastasen führen. Zudem liege eine genetische Diversität in rasch und langsam progredienten Metastasen vor, erklärte PD Dr. Nils Kröger, Greifswald. Die therapeutische Antwort könne daher nur durch Kombinationstherapien, z.B. mit Immuntherapie in Kombination mit Angiogenese-Inhibition gegeben werden. Eine vollständige Überwindung wird erst durch Nutzung genetisch unabhängiger Mechanismen, z.B. der metabolischen Prozesse möglich.

Prof. Dr. Carsten Grüllich, Dresden, führte verschiedene Studien an, die durch die Kombination diverser Strategien zu einer Verbesserung der Prognose bei RCC-Patienten geführt haben. In der Erstlinientherapie waren der Vergleichssubstanz Sunitinib bei ausgewählten Patientenkollektiven sowohl die Kombination mit den beiden Checkpoint-Inhibitoren Nivolumab + Ipilimumab als auch die Kombination von dem PD-L1-Inhibitor Avelumab und dem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Axitinib sowie die Kombination des PD-1-Inhibitors Pembrolizumab mit Axitinib überlegen. Rezidivieren Patienten nach TKI-Behandlung, so kann in der zweiten Therapielinie mit der Kombination von Lenvatinib + Everolimus eine Verlängerung des progressionsfreien und Gesamtüberlebens (PFS und OS) gegenüber der alleinigen Everolimus-Therapie erreicht werden. Lenvatinib ist ein TKI mit einer breiten Wirksamkeit (RET, KIT, PDGFR, VEGFR1-3, PDGFRb, FGFR1-4). In der dreiarmigen Phase-II-Studie 205 verlängerte die Zugabe von Lenvatinib zu Everolimus das PFS im Median von 5,5 auf 14,6 Monate (HR=0,61; 95%-KI: 0,38-0,98; p=0,048) und das OS von 15,4 auf 25,5 Monate (HR=0,59; 95%-KI: 0,36-0,97; p=0,065).

Dr. rer. nat. Ine Schmale

Quelle: Satelliten-Symposium „KombiNiere – ESCAPE – CATCH – MANAGE – beim Nierenzellkarzinom“, DGU-Kongress, 18.09.2019, Hamburg; Veranstalter: Eisai


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