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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

23. Februar 2015 B-Vorläufer ALL: Blinatumomab induzierte bei Mehrzahl der Patienten mit mimimaler Resterkrankung eine MRD-Negativität

ASH 2014

In der internationalen und multizentrischen Phase-II-Studie BLAST erreichte die Mehrzahl der MRD-positiven Patienten mit B-Vorläufer ALL nach nur einem Behandlungszyklus mit dem bispezifischen T-Zell-aktivierenden (BiTE®)-Antikörper Blinatumomab ein komplettes MRD-Ansprechen, berichtete Nicola Gökbuget, Frankfurt.

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Fast alle Patienten mit B-Vorläufer ALL und persistierender oder wiederkehrender MRD (Minimale Resterkrankung) nach Standard-Induktions- und -Konsolidierungstherapie rezidivieren trotz Chemotherapie. Dies übersetzt sich in ein schlechteres Gesamtüberleben im Vergleich zu Patienten mit negativer MRD.

Die meisten Studiengruppen sehen eine Indikation für eine allogene Stammzelltransplantation für Patienten mit persistierender MRD. Jedoch haben auch Patienten mit einer hohen MRD nach Stammzelltransplantation ein erhöhtes Rezidivrisiko.

In der einarmigen Phase-II-Studie BLAST wurden Patienten mit MRD-positiver (≥10-3) B-Vorläufer ALL, die sich in kompletter hämatologischer Remission befanden (<5% Blasten im Knochenmark) mit dem BiTE®-Antikörper Blinatumomab behandelt. Ein weiteres Einschlusskriterium war, dass die Patienten zuvor noch keine allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSCT) erhalten hatten. Primärer Endpunkt war das komplette MRD-Ansprechen.

Blinatumumab wurde als kontinuierliche Infusion verabreicht (15 µg/m2/d x 28 d, 4 weeks on/2 weeks off, max. 4 Zyklen). Patienten, die dafür geeignet waren, wurde nach dem 1. Zyklus eine HSCT angeboten.

Bei 88/112 Patienten (78%, 95% CI, 69-85%) war bereits nach einem Zyklus keine MRD mehr feststellbar (<10-4). Zwei weitere Patienten erreichten ein komplettes MRD-Ansprechen nach dem 2. Zyklus. Das MRD-Ansprechen war unabhängig von Alter, MRD-Ausgangswert oder Anzahl früherer Rezidive.

Nebenwirkungen wie Pyrexie waren mit der Zytokinfreisetzung assoziiert und vorwiegend ≤ Grad 2. Klinisch relevant waren neurologischen Nebenwirkungen wie Tremor und Aphasie, ebenfalls überwiegend ≤ Grad 2, die teilweise zu Therapieunterbrechungen geführt hatten.

Im weiteren Follow-up dieser Studie soll nun geprüft werden, wie sich die hohen MRD-Ansprechraten auf Blinatumomab auf das Langzeitüberleben auswirken.

as

Literaturhinweis:
(1) Gökbuget N et al. ASH 2014, Abstract #379.


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