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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

27. Oktober 2017 BNGO-Statement: „Nutzenbewertung von neuen Medikamenten in der Gyn-Onkologie kaum noch nachvollziehbar“

Für PD Dr. Christian Martin Kurbacher, Mitglied im Vorstand des Berufsverbands Niedergelassener Gynäkologischer Onkologen (BNGO), ist es derzeit kaum noch nachvollziehbar, wie hierzulande Entscheidungen zur Nutzenbewertung neuer Medikamente in der gynäkologischen Onkologie getroffen werden. Mit seinem Statement verdeutlicht er die damit einhergehende Problematik an den Beispielen Palbociclib, Netupitant/Palonosetron und Denosumab.
„Sowohl dem CDK4/6-Inhibitor Palbociclib als auch Netupitant/Palonosetron sprach der G-BA basierend auf Empfehlung des IQWiG keinen Zusatznutzen als Standardtherapie aus. Dies widerspricht nicht nur den wissenschaftlichen Daten, sondern auch ganz klar den klinischen Erfahrungen. Auch wenn es so ist, dass die Stellungnahmen des IQWiGs, die dem G-BA vorgelegt werden, nicht direkt die Verordnungsfähigkeit beeinflussen, weil die Zulassung ja nicht berührt wird, besteht für die Verfügbarkeit eine grundsätzliche Gefahr. Denn eine Substanz, der kein Zusatznutzen ausgestellt wird und für die deshalb möglicherweise der Preis nachverhandelt wird, kann wegen Unwirtschaftlichkeit durch den Hersteller vom deutschen Markt genommen werden – so wie es etwa bei Regorafenib zur Behandlung des kolorektalen Karzinoms der Fall war. Da der Einsatzbereich von Palbociclib und Netupitant/Palonosetron sehr groß ist, ist diese Problematik für die beiden Substanzen nicht unbedingt zu erwarten. Falls doch, wäre dies bei Palbociclib deswegen dramatisch, da die Entwicklung von CDK4/6-Inhibitoren sicherlich eine der bedeutendsten pharmakologischen Errungenschaften in der medikamentösen Brustkrebstherapie der letzten 10 Jahre ausmacht.“

Lesen Sie hier das ganze Statement: https://www.journalonko.de/news/anzeigen/11092

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