Mittwoch, 22. Mai 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

27. Oktober 2017 BNGO-Statement: „Nutzenbewertung von neuen Medikamenten in der Gyn-Onkologie kaum noch nachvollziehbar“

Für PD Dr. Christian Martin Kurbacher, Mitglied im Vorstand des Berufsverbands Niedergelassener Gynäkologischer Onkologen (BNGO), ist es derzeit kaum noch nachvollziehbar, wie hierzulande Entscheidungen zur Nutzenbewertung neuer Medikamente in der gynäkologischen Onkologie getroffen werden. Mit seinem Statement verdeutlicht er die damit einhergehende Problematik an den Beispielen Palbociclib, Netupitant/Palonosetron und Denosumab.
Anzeige:
„Sowohl dem CDK4/6-Inhibitor Palbociclib als auch Netupitant/Palonosetron sprach der G-BA basierend auf Empfehlung des IQWiG keinen Zusatznutzen als Standardtherapie aus. Dies widerspricht nicht nur den wissenschaftlichen Daten, sondern auch ganz klar den klinischen Erfahrungen. Auch wenn es so ist, dass die Stellungnahmen des IQWiGs, die dem G-BA vorgelegt werden, nicht direkt die Verordnungsfähigkeit beeinflussen, weil die Zulassung ja nicht berührt wird, besteht für die Verfügbarkeit eine grundsätzliche Gefahr. Denn eine Substanz, der kein Zusatznutzen ausgestellt wird und für die deshalb möglicherweise der Preis nachverhandelt wird, kann wegen Unwirtschaftlichkeit durch den Hersteller vom deutschen Markt genommen werden – so wie es etwa bei Regorafenib zur Behandlung des kolorektalen Karzinoms der Fall war. Da der Einsatzbereich von Palbociclib und Netupitant/Palonosetron sehr groß ist, ist diese Problematik für die beiden Substanzen nicht unbedingt zu erwarten. Falls doch, wäre dies bei Palbociclib deswegen dramatisch, da die Entwicklung von CDK4/6-Inhibitoren sicherlich eine der bedeutendsten pharmakologischen Errungenschaften in der medikamentösen Brustkrebstherapie der letzten 10 Jahre ausmacht.“

Lesen Sie hier das ganze Statement: https://www.journalonko.de/news/anzeigen/11092

Das könnte Sie auch interessieren

Schmerzmittel Methadon ist kein Krebsheilmittel - keine falschen Hoffnungen wecken

Schmerzmittel Methadon ist kein Krebsheilmittel - keine falschen Hoffnungen wecken
@ efmukel / Fotolia.com

Das Opioid Methadon sollte nicht zur Tumortherapie eingesetzt werden. Die derzeit vorliegenden Daten aus Labor- und Tierversuchen sowie einer Studie mit 27 Krebspatienten reichen nicht aus, um eine Behandlung zu rechtfertigen. Einige Medienberichte wecken dennoch bei an Leukämie oder Hirntumor erkrankten Patienten die falsche Hoffnung auf Heilung. Methadon ist zur Behandlung starker Schmerzen zugelassen und ein etabliertes Medikament in der Schmerztherapie bei Krebserkrankten. Darauf...

Geballtes Wissen zu Krebs für alle

Geballtes Wissen zu Krebs für alle
© Krebsinformationsdienst, DKFZ; Bild: Pixabay 849820

Der offizielle Startschuss fiel am 30. März 1999. Die Internetseite des Krebsinformationsdienstes (KID), einer Abteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums, ging online. Heute nutzen monatlich rund 600.000 Besucher die Seite. Gefragte Themen sind Hintergründe zur Erkennung und Behandlung von Krebs, neue Therapieverfahren, aber auch Tipps zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag. Alle, die sich vor Krebs schützen möchten, finden ausführliche Informationen über...

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

„Sie haben Krebs“ – kaum ein Betroffener wird diesen Satz je vergessen. Von jetzt auf gleich gerät das Leben aus den Fugen. Fragen, Ängste, Traurigkeit, Wut – alles wirbelt durcheinander. Auch die Zeit der Behandlung bis hin zur Nachsorge bringt Belastungen mit sich, die Betroffene an ihre Grenzen bringen können. Nimmt die psychische Belastung überhand oder dauert sie lange an, kann psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein. Der...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"BNGO-Statement: „Nutzenbewertung von neuen Medikamenten in der Gyn-Onkologie kaum noch nachvollziehbar“"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.