Freitag, 25. September 2020
Navigation öffnen

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

18. Oktober 2013 Antihormonelle Therapie in Zweitlinie mit beträchtlichem Zusatznutzen

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom:

Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) stufte den Zusatznutzen von Abirateronacetat in der Zweitlinientherapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) in seinem Beschluss vom 04.07.2013 als beträchtlich ein (1). Abirateronacetat wurde in Kombination mit Prednison und Prednisolon für die Behandlung bei asymptomatischem oder mild symptomatischem Verlauf der Erkrankung nach Versagen der Androgendeprivation am 18.12.2012 europaweit zugelassen. Zulassung und G-BA-Bewertung stützen sich auf die Daten der COU-AA-302-Studie (2).

Anzeige:
Fachinformation

Seit 2011 stehen für die Behandlung des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms nach Versagen einer Erstlinien-Chemotherapie mit Docetaxel Abirateronacetat (Zytiga®) und Cabazitaxel, jeweils in Kombination mit Prednison oder Prednisolon, in der Zweitlinie zur Verfügung. Abirateronacetat ist ein steroidaler Androgen-Biosynthese-Inhibitor, der die persistierende Androgenproduktion in den Hoden, den Nebennieren und dem Tumorgewebe unterdrückt. Mit der Zulassungserweiterung von Abirateronacetat kann beim kastrationsresistenten Rezidiv mit milden oder keinen Symptomen eine Chemotherapie eventuell hinausgezögert werden.

In der Zulassungsstudie COU-AA-302 wurden Wirksamkeit und Verträglichkeit von Abirateronacetat (n=546) vs. Placebo (n=542) bei asymptomatischen oder leicht symptomatischen, chemo-naiven Patienten mit progredientem mCRPC verglichen. Es wurde ein signifikanter Vorteil von Abirateron in Bezug auf das radiologisch bewertete progressionsfreie Überleben (rPFS) von median 16,5 vs. 8,3 Monaten beobachtet (HR=0,53; p<0,0001). Dieser Benefit zeigte sich in allen vorab definierten Subgruppen. Zum Zeitpunkt der dritten geplanten Interimsanalyse (425 Todesfälle) betrug das Gesamtüberleben (OS) im Median 35,5 vs. 30,1 Monate (HR=0,79; p=0,0151).

is

Pressekonferenz "Neue Impulse für die Therapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms", Berlin, 06.09.2013; Veranstalter: Janssen-Cilag


Literaturhinweise:
(1) http://www.g-ba.de/informationen/nutzenbewertung/60/#tab/beschluesse
(2) Rathkopf DE, et al. JCO 2013;31(Suppl6):Abstr.#5.


Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Antihormonelle Therapie in Zweitlinie mit beträchtlichem Zusatznutzen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab