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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

24. März 2010 Aktuelles Follow-Up der Studien CRYSTAL, OPUS und CELIM

29. Deutscher Krebskongress, Berlin, 24. bis 27. Februar 2010

Im aktuellen Follow-Up der randomisierten Phase-III-Studie CRYSTAL konnte erstmals eine signifikante Überlebensverlängerung in der Erstlinientherapie des mCRC bei KRAS-Wildtyp-Tumoren durch einen EGFR-Antikörper erreicht werden.
Aktuelle Daten des erweiterten Follow-Up der randomisierten Phase-III-Studie CRYSTAL belegen für mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren einen signifikanten Überlebensvorteil unter der Therapie mit Cetuximab plus Standardchemotherapie FOLFIRI gegenüber einer alleinigen Chemotherapie [1]. Die neuesten Daten zum Gesamtüberleben, die Prof. Heinz-Josef Lenz, Los Angeles, vorstellte, basieren auf 89% der Studienpopulation (n=1063) im Vergleich zu 45% bei der initialen Auswertung (n=540). Das mediane Gesamtüberleben wurde durch Cetuximab in Kombination mit FOLFIRI signifikant auf 23,5 Monate verlängert vs. 20,0 Monaten im Kontrollarm (HR 0,796; p = 0,0093). Das Progressionsrisiko reduzierte sich signifikant um 30,4% (HR 0,696; p=0,0012), die Chance auf ein Ansprechen erhöhte sich signifikant auf 57,3% bei Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren vs. 39,7% im Kontrollarm (OR 2,0693; p < 0,0001).

Die konsistent hohe Wirksamkeit von Cetuximab in der Erstlinientherapie des mCRC wird auch durch die aktuelle Auswertung des Follow-Up der randomisierten Phase-II-Studie OPUS bestätigt (Cetuximab + FOLFOX4 vs. FOLFOX4) bei Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom: Reduktion des Progressionsrisikos bei Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumoren: 43,3% (HR 0,567; p=0,0064); Ansprechrate im Vgl. zu alleiniger Chemotherapie: 57,3% vs. 34,0% (OR 2,5512; p=0,0027); Gesamtüberleben: 22,8 vs.18,5 Monate (HR 0,855; p=0,3854) [2].

PD Dr. Gunnar Folprecht, Dresden, Studienleiter der CELIM-Studie, stellte die aktuellen Ergebnisse der retro-spektiv durchgeführten, verblindeten Auswertung von CT- und MRT-Bildern durch Chirurgen vor. Durch Cetuximab in Kombination mit Chemotherapie erhöhte sich der Anteil an Patienten mit KRAS-Wildtyp, deren Tumoren am Ende der Studie als operabel eingestuft werden konnten, signifikant auf 60% (32% zu Studienbeginn, p<0,0001).

Symposium „Herausforderung in der individualisierten Therapie des mCRC“, 26.02.2010. Merck

Literatur:
1. Van Cutsem E, et al. ASCO GI Congress 2010. Abstract No: 281
2. Bokemeyer C, et al. ASCO GI Congress 2010. Abstract No: 428
3. Folprecht G, et al. Lancet Oncol 2009 Nov 25; DOI:10.1016/S1470-2045(09)70330-4

Quelle:


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