Donnerstag, 22. August 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. März 2014 Aktuelle Daten zu Sorafenib, Regorafenib und Radium-223-dichlorid

DKK 2014 - CRC, Nierenzell- und Schilddrüsenkarzinom

Bayer HealthCare ist mit drei innovativen Produkten in der Onkologie vertreten: Dazu zählen der Multikinase-Inhibitor Regorafenib, der bei vorbehandelten Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) indiziert ist, Sorafenib, ein Kinase-Inhibitor der auch bei metastasiertem Schilddrüsenkrebs eingesetzt wird sowie Radium-223-dichlorid für Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC).

Anzeige:
Fachinformation

Mit Regorafenib (Stivarga®) war es erstmals möglich, das Überleben standardmäßig vorbehandelter mCRC-Patienten zu verlängern. Dies belegen die Daten der CORRECT-Studie (1). In dieser randomisierten, multizentrischen, doppelblinden Phase-III-Studie wurde die Gabe von täglich 160 mg Regorafenib oral mit der von Placebo verglichen. Die 760 beteiligten Patienten erhielten zusätzlich eine bestmögliche Supportivtherapie (BSC). Wie Prof. Ralf-Dieter Hofheinz, Mannheim, berichtete, "verminderte sich das Mortalitätsrisiko unter Regorafenib signifikant um 23% gegenüber Placebo." Das Risiko für Progression oder Tod verringerte sich um 51% (HR 0,49, 1-seitiger p-Wert <0,0001). Auch von der Krankheitsstabilisierung von 41% versus 14,9% unter Placebo zeigte sich Hofheinz beeindruckt. Häufige und meist sehr schnell auftretende Nebenwirkungen sind Hand-Fuß-Hautreaktionen (HFHS), Exantheme, Fatigue, Hypertonie und Diarrhoe. Diese sind laut Hofheinz mittels Dosisreduktion (120 mg täglich), engmaschigem Monitoring und prophylaktischer Salbengabe gegen HFHS gut handhabbar.

Sorafenib: besseres PFS bei Schilddrüsenkrebs

Sorafenib (Nexavar®) wird derzeit bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem differenzierten Schilddrüsenkrebs untersucht, die auf eine Radiojod-Therapie nicht mehr ansprechen. "Beim primären Endpunkt, dem PFS, sieht man bereits einen eindrucksvollen Vorteil unter Sorafenib versus Placebo von 10,8 versus 5,8 Monaten", berichtete Prof. Dirk Jäger, Heidelberg (2). Aufgrund dieser Daten wurde Sorafenib für diese Indikation in den USA bereits zugelassen, die europäische Zulassung wird laut Jäger für Mitte dieses Jahres erwartet.

Radium-223-dichlorid

Der Alpha-Strahler Radium-223-dichlorid (Xofigo®) steht seit Ende 2013 für Patienten mit CRPC und symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte viszerale Metastasen zur Verfügung. Die Zulassungsstudie ALSYMPCA zeigte, dass sich das mediane OS unter Verum plus BSC um 3,6 Monate gegenüber Placebo plus BSC verlängerte (14,9 vs. 11,3 Monate, HR 0,69 95% CI) (3). Zudem verzögerte sich die Zeit bis zum ersten skelettbezogenen Ereignis zugunsten von Radium-223-dichlorid (15,6 vs. 9,8 Monate HR 0,66 95% CI). Vorteile zeigten sich auch beim Auftreten von Knochenschmerzen (10% vs. 16 %) sowie dem Erhalt der Lebensqualität (-2,7 vs. -6,8; p=0,006).

Dr. Marion Hofmann-Aßmus

Literaturhinweise:
(1) Grothey A et al. Lancet. 2013; 381(9863):303-12.
(2) Brose MS et al. J Clin Oncol 31 2013; (suppl; abstr 4).
(3) Parker C et al. J Clin Oncol 30 2012; (suppl; abstr LBA4512).

Bayer HealthCare-Symposium: "Mehr als Aspirin - BAYER in der Onkologie." Berlin, 21. 02.2014.


Das könnte Sie auch interessieren

Klinische Studien in der Krebstherapie – Informationen für Patienten

Klinische Studien in der Krebstherapie – Informationen für Patienten
© Alexander Raths / Fotolia.com

Für Krebspatienten ist die Teilnahme an einer Studie mit der Chance verbunden, frühzeitig Zugang zu innovativen Behandlungsmethoden zu bekommen, die im klinischen Alltag nicht erhältlich sind. Neue Wirkstoffe bieten viele Chancen, können aber auch unbekannte Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen. Das ONKO-Internetportal erläutert, welche Arten von Studien es in der Krebstherapie gibt und was Patienten, die sich für eine Studienteilnahme interessieren,...

Deutsche Bevölkerung hat große Angst vor Krebs und weiß wenig über moderne Krebstherapien

„Vor welcher Krankheit haben Sie persönlich am meisten Angst, dass Sie daran erkranken könnten?“ – Diese Frage stellte das Meinungsforschungsinstitut forsa in einer aktuellen repräsentativen Umfrage. Ergebnis: 57 Prozent der befragten Deutschen nennen Krebs an erster Stelle. Damit führt Krebs das Feld der gefürchtetsten Krankheiten mit großem Abstand an. Wie gleichzeitig ermittelt wurde, hat nur ein Drittel der Befragten* in letzter Zeit...

Experte klärt in Videos laienverständlich über AML auf

Experte klärt in Videos laienverständlich über AML auf
© littlebelli / Fotolia.com

Die Akute Myeloische Leukämie (AML) ist eine sehr komplexe und aggressive Erkrankung, häufig mit einer ungünstigen Prognose. Oft bleiben nach dem ersten Schock für die Patienten viele Fragen im Arzt-Patientengespräch ungestellt oder die Betroffenen können nicht alle Informationen aufnehmen und verarbeiten. Auf der Patientenwebsite www.krebsratgeber.de von Janssen können Betroffene gezielt Antworten rund um das Thema AML in expertengeprüften...

Die Björn Schulz Stiftung

Die Björn Schulz Stiftung
© Александра Вишнева / fotolia.com

in Deutschland leben derzeit rund 50.000 Familien mit einem lebensbedrohlich oder lebensverkürzend erkrankten Kind. Ihre Zahl steigt, denn dank des medizinischen Fortschritts haben schwerst- oder unheilbar kranke Kinder heute eine höhere Lebenserwartung als noch vor 20 Jahren. In der für die betroffenen Kinder und Angehörigen schwierigen Situation bieten Kinderhospizdienste eine intensive Begleitung sowie eine umfassende Betreuung in einer familiären, kindgerechten...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Aktuelle Daten zu Sorafenib, Regorafenib und Radium-223-dichlorid"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • AML-Therapie 2019: Neue Substanzen im klinischen Einsatz, aber nach wie vor hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
  • CML: Switch auf Zweitgenerations-TKIs nach unzureichendem Ansprechen auf Imatinib in der Erstlinie führt zu tieferen molekularen Remissionen
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin wirksam bei allen ELN-Risikoklassen und bei unterschiedlichen Gensignaturen
  • Real-world-Daten: Transfusionsabhängigkeit und Ringsideroblasten bei Niedrigrisiko-MDS assoziiert mit toxischen Eisenspezies und verkürztem Überleben
  • Erstlinientherapie der CML: Nilotinib führt auch im klinischen Alltag zu tieferen molekularen Remissionen als Imatinib
  • Weltweite Umfrage bei Ärzten und Patienten zur ITP-Therapie unterstreicht Zufriedenheit mit Thrombopoetinrezeptor-Agonisten
  • Therapiefreie Remission nach zeitlich begrenzter Zweitlinientherapie mit Eltrombopag bei Patienten mit primärer ITP erscheint möglich