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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. März 2014 Aktuelle Daten zu Sorafenib, Regorafenib und Radium-223-dichlorid

DKK 2014 - CRC, Nierenzell- und Schilddrüsenkarzinom

Bayer HealthCare ist mit drei innovativen Produkten in der Onkologie vertreten: Dazu zählen der Multikinase-Inhibitor Regorafenib, der bei vorbehandelten Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) indiziert ist, Sorafenib, ein Kinase-Inhibitor der auch bei metastasiertem Schilddrüsenkrebs eingesetzt wird sowie Radium-223-dichlorid für Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC).

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Mit Regorafenib (Stivarga®) war es erstmals möglich, das Überleben standardmäßig vorbehandelter mCRC-Patienten zu verlängern. Dies belegen die Daten der CORRECT-Studie (1). In dieser randomisierten, multizentrischen, doppelblinden Phase-III-Studie wurde die Gabe von täglich 160 mg Regorafenib oral mit der von Placebo verglichen. Die 760 beteiligten Patienten erhielten zusätzlich eine bestmögliche Supportivtherapie (BSC). Wie Prof. Ralf-Dieter Hofheinz, Mannheim, berichtete, "verminderte sich das Mortalitätsrisiko unter Regorafenib signifikant um 23% gegenüber Placebo." Das Risiko für Progression oder Tod verringerte sich um 51% (HR 0,49, 1-seitiger p-Wert <0,0001). Auch von der Krankheitsstabilisierung von 41% versus 14,9% unter Placebo zeigte sich Hofheinz beeindruckt. Häufige und meist sehr schnell auftretende Nebenwirkungen sind Hand-Fuß-Hautreaktionen (HFHS), Exantheme, Fatigue, Hypertonie und Diarrhoe. Diese sind laut Hofheinz mittels Dosisreduktion (120 mg täglich), engmaschigem Monitoring und prophylaktischer Salbengabe gegen HFHS gut handhabbar.

Sorafenib: besseres PFS bei Schilddrüsenkrebs

Sorafenib (Nexavar®) wird derzeit bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem differenzierten Schilddrüsenkrebs untersucht, die auf eine Radiojod-Therapie nicht mehr ansprechen. "Beim primären Endpunkt, dem PFS, sieht man bereits einen eindrucksvollen Vorteil unter Sorafenib versus Placebo von 10,8 versus 5,8 Monaten", berichtete Prof. Dirk Jäger, Heidelberg (2). Aufgrund dieser Daten wurde Sorafenib für diese Indikation in den USA bereits zugelassen, die europäische Zulassung wird laut Jäger für Mitte dieses Jahres erwartet.

Radium-223-dichlorid

Der Alpha-Strahler Radium-223-dichlorid (Xofigo®) steht seit Ende 2013 für Patienten mit CRPC und symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte viszerale Metastasen zur Verfügung. Die Zulassungsstudie ALSYMPCA zeigte, dass sich das mediane OS unter Verum plus BSC um 3,6 Monate gegenüber Placebo plus BSC verlängerte (14,9 vs. 11,3 Monate, HR 0,69 95% CI) (3). Zudem verzögerte sich die Zeit bis zum ersten skelettbezogenen Ereignis zugunsten von Radium-223-dichlorid (15,6 vs. 9,8 Monate HR 0,66 95% CI). Vorteile zeigten sich auch beim Auftreten von Knochenschmerzen (10% vs. 16 %) sowie dem Erhalt der Lebensqualität (-2,7 vs. -6,8; p=0,006).

Dr. Marion Hofmann-Aßmus

Literaturhinweise:
(1) Grothey A et al. Lancet. 2013; 381(9863):303-12.
(2) Brose MS et al. J Clin Oncol 31 2013; (suppl; abstr 4).
(3) Parker C et al. J Clin Oncol 30 2012; (suppl; abstr LBA4512).

Bayer HealthCare-Symposium: "Mehr als Aspirin - BAYER in der Onkologie." Berlin, 21. 02.2014.


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