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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

31. Mai 2017
Seite 3/5

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Tecentriq
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Abb. 4: A) Prätherapeutisch erfolgt die Einlage des Tumorclips. Platzieren der den Clip enthaltenden Nadel im Zentrum des Tumors, B) Sonographische Lagekontrolle des Tumorclips.
Prätherapeutisch erfolg die Einlage des Tumorclips




Die GeparNuevo-Studie ist eine multizentrische, prospektive, randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Phase-II-Studie der GBG/AGO. Sie soll die pathologische Komplettremissionsrate von Patientinnen mit frühem Brustkrebs (TNBC) bei einer Taxan-Anthrazyklin-Chemotherapie ge­folgt von dem PD-L1-Antikörper MEDI4736 evaluieren.

Bekannt ist, dass das triple-negative Mammakarzinom mit einer hohen Anzahl Tumor-infitrierender Lymphozyten (TIL) einhergeht. Das Hinzufügen eines Checkpoint-Inhibitors zusätzlich zur Chemotherapie könnte eine Option für diese Patienten sein, um die pathologische Komplettremission (pCR) zu erhöhen. Das Protokoll sieht die Bestimmung und den Vergleich vordefinierter und explorativer molekularer Marker, wie Tumor-infiltrierende Lymphozyten, PD-1, PD-L1, Ki67 u.a.m., an Stanzbiopsaten vor, die vor der Therapie, nach 2 Behandlungswochen und vor der Operation entnommen werden sollen. Damit soll ermöglicht werden, Ergebnisse aus der translationalen Forschung unmittelbar in Therapieabfolgen einzubinden. Das stellt wiederum besondere Anforderungen an die minimal-invasive Diagnostik, die Therapiemonitoring mit exakter Dokumentation, Re-Biopsien aus bereits mit einem Clip versorgten, z.T. kleinen Tumoren beinhaltet (Abb. 5).


 
Abb. 5: A) Re-Biopsie (Biopsieführung, Darstellung der Biopsielokalisation im Tumor), B) Abschließendes Bild nach mehrfacher Re-Biopsie zur Gewinnung von Tumormaterial aus allen Bereichen des Tumors zum Nachweis der Wirksamkeit der primär-systemischen Therapie und von Gewebemarkern für die translationale Forschung.
Re-Biopsie





Ziel der primär-systemischen Therapie ist die pCR, deren sicherster Vorhersageparameter die klinische und bildgebende Komplettremission ist. Die Kernüberlegung in diesem Kontext ist, ob eine minimal-invasiv geführte Biopsie im Gebiet des ehemaligen Tumorlagers absolut repräsentativ für eine offen-chirurgische Gewebeentfernung nach mammographischer Markierung wäre. Vorarbeiten zeigen bisher eine Falsch-negativ-Rate von insgesamt 25,9% – dies aber aufgrund ungenauer Detektierbarkeit des Tumorlagers. Ist das Target exakt über einen visualisierbaren Clip bestimmbar, sinkt die Falsch-negativ-Rate auf 4,8% (95% KI 0,0-11,6) (10). Von den Kollegen J. Heil et al. des Brustzentrums der Universität Heidelberg und gefördert von der Deutschen Krebshilfe wurde jetzt die RESPONDER-Studie initiiert, bei der mittels Vakuumbiopsie der Nachweis erbracht werden soll, dass eine großlumige Gewebeentnahme bei Patientinnen mit bildgebender Komplettremission repräsentativ für das Ergebnis einer offen-chirurgischen Intervention ist.

 

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