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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. März 2015 Aktive Überwachung beim intermediate-risk Prostatakarzinom korreliert mit verringertem Überleben

ASCO GU 2015

Einer Datenauswertung von 945 Patienten zu Folge, die auf dem ASCO-GU-Kongress vorgestellt wurde, hatten Prostatakrebs-Patienten mit einer intermediate-risk-Erkrankung (PSA > 10 ng/ml oder Gleason Score 7 oder klinisches Stadium T2b/2c) im Vergleich zu low-risk-Patienten eine fast vierfach höhere Wahrscheinlichkeit, am Prostatakrebs innerhalb von 15 Jahren zu versterben.

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In dieser Studie wurden Daten von 945 Patienten (237 intermediate-risk, 708 low-risk) ausgewertet, die zwischen 1995 und 2013 im Sunnybrook Health Sciences Centre in Toronto, Kanada, aktiv beobachtet wurden. Die aktive Überwachung bestand in regelmäßigen physischen Untersuchungen, digital rektalen Kontrollen, PSA-Wert-Messungen und wiederholten Tumorbiopsien. Patienten, deren Erkrankung sich während der Beobachtung verschlechterte, wurde eine Therapie angeboten (Bestrahlung oder Operation). Aus der intermediate-risk-Gruppe erhielten 86 Patienten eine Therapie. Die 10-Jahres- und 15-Jahres-Gesamtüberlebensraten waren 68,4% und 50,3% für die intermediate-risk-Patienten verglichen mit 83,6% und 68,8% für low-risk-Patienten. Die geringeren Überlebensraten für die Patienten mit intermediärem Risiko, die nur aktiv beobachtet wurden, weisen darauf hin, dass diese Patienten eine geringere Lebenserwartung haben. Patienten mit intermediate-risk-Erkrankung hatten eine 3,75fach höhere Wahrscheinlichkeit, am Prostatakrebs zu versterben als Patienten mit einer low-risk-Erkrankung (11,5% vs. 3,7% nach 15 Jahren, respektiv). Auf Grund dieser Ergebnisse sollte die aktive Überwachung bei Patienten mit intermediärem Risiko nur mit äußerster Vorsicht empfohlen werden, folgerten die Autoren der Studie.

Musunuru HB, et al. Genitourinary Cancers Symposium 2015, Orlando, Abstract #163


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