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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

07. Mai 2013 Adäquates Vorgehen bei Schmerzen onkologischer Patienten

Worauf es bei einer zeitgemäßen Tumorschmerztherapie ankommt, erläuterten Prof. Dr. Hartmut Link, Kaiserslautern, und Dr. Johannes Horlemann, Kevelaer, im Rahmen einer Presseveranstaltung anlässlich des 24. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongresses 2013 in Frankfurt am Main.

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Wie unerlässlich ein geeignetes Schmerzmanagement während einer Tumorerkrankung ist, zeigte Link am Beispiel des Multiplen Myeloms (MM) auf. Tumorschmerzen entstehen oft durch Osteolysen, welche die Folge einer Aktivierung von Osteoklasten sind. Zur Hemmung der Osteoklasten sollten die Patienten supportiv Bisphosphonate erhalten. Für den Fall, dass eine vorliegende Anämie Beschwerden verursacht, sollte zunächst abgeklärt werden, ob als Ursache ein absoluter oder ein funktioneller Eisenmangel vorliegt. Bei Letzterem kann oral zugeführtes Eisen nicht in den Körper aufgenommen werden. In diesem Fall gibt es die Optionen, Eisen intravenös zu verabreichen und Erythropoese-stimulierende Substanzen zu geben. "Leider wird heutzutage auch im Fall einer funktionellen Anämie immer noch häufig orales Eisen verabreicht, was für den Patienten jedoch keinerlei Nutzen hat", kritisierte Link.

Als wichtigste Eigenschaften für ein ideales Schmerzmedikament nannte Horlemann eine geringe Eiweißbindung, keine oder wenig Interaktion über Cytochromsysteme, keine Bildung aktiver Metaboliten, ein steady state von 24 Std./Tag, geringe Nebenwirkungen und eine einfache Anwendung. Hydromorphon (Jurnista®) stellt aufgrund seiner pharmakologischen Vorteile in der Verträglichkeit eine Präferenzsubstanz in der Tumorschmerztherapie dar. Wie wichtig aus Sicht der Patienten eine einfache Anwendung für die Therapietreue ist, zeigte die Patienten-Präferenzumfrage PARES (PAin RESearch), die Horlemann vorstellte (1). 54% aller Patienten sahen in der Einmalgabe, wie bei Jurnista®, das einfachste Therapieschema. Darüber hinaus erachteten 93% der Patienten diese Einfachheit als "wichtig bis sehr wichtig", um pünktlich an die Medikamenteneinnahme zu denken.

sk

"Gemeinsam gegen den (Tumor-)Schmerz", 07.03.2013, Frankfurt am Main; Veranstalter: Janssen-Cilag


Literaturhinweis:


(1) Müller-Schwefe GHH. MMW-Fortschr. Med. Originalien I/2012 (154. Jg.) 22-25.


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