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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

24. Juni 2019 ASCO 2019 – Teil I

Beim 55. Meeting der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurden auch dieses Jahr wieder aus allen relevanten Bereichen der Kebsmedizin Daten vorgestellt. In zahllosen Sessions und Poster-Diskussionen wurden Studienergebnisse präsentiert. Aktuelle Berichte finden Sie auch unter www.med4u.org/15219. Alle eingereichten Abstracts – nach Themen aufgelistet – finden Sie auf der ASCO-Meeting-Seite www.med4u.org/15220.
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Tenosynovialer Riesenzelltumor: Langzeitanalyse zu Pexidartinib

Auf dem ASCO präsentierte Ergebnisse einer gepoolten Analyse der Phase-III-Studie ENLIVEN sowie einer Phase-I-Extensionsstudie zeigten für die Langzeittherapie mit Pexidartinib ein verbessertes Tumoransprechen bei Patienten mit tenosynovialem Riesenzelltumor (TGCT). Das beste Gesamtansprechen nach einer medianen Behandlungsdauer von 17 Monaten lag bei 54% nach RECIST v1.1. und 64% nach Tumor Volume Score (TVS). Die mediane Dauer des Ansprechens (DoR) wurde nicht erreicht. Das Sicherheitsprofil von Pexidartinib entsprach dem vorangegangener Analysen. Pexidartinib ist ein orales small molecule, das den colony stimulating factor-1 receptor (CSF1R) inhibiert.

Mehr unter: www.med4u.org/15221

ASCO 2019, Abstr. 11042

Tenosynovialer Riesenzelltumor: Langzeitanalyse zu Pexidartinib

Auf dem ASCO präsentierte Ergebnisse einer gepoolten Analyse der Phase-III-Studie ENLIVEN sowie einer Phase-I-Extensionsstudie zeigten für die Langzeittherapie mit Pexidartinib ein verbessertes Tumoransprechen bei Patienten mit tenosynovialem Riesenzelltumor (TGCT). Das beste Gesamtansprechen nach einer medianen Behandlungsdauer von 17 Monaten lag bei 54% nach RECIST v1.1. und 64% nach Tumor Volume Score (TVS). Die mediane Dauer des Ansprechens (DoR) wurde nicht erreicht. Das Sicherheitsprofil von Pexidartinib entsprach dem vorangegangener Analysen. Pexidartinib ist ein orales small molecule, das den colony stimulating factor-1 receptor (CSF1R) inhibiert.

Mehr unter: www.med4u.org/15221

ASCO 2019, Abstr. 11042

MM: Versichertenstatus und Überleben

Die beim Multiplen Myelom (MM) eingesetzten antineoplastischen Substanzen sind hochpreisig. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Versichertenstatus von MM-Patienten und dem Gesamtüberleben? Anhand der amerikanischen National Cancer Database (NCDB) wurde dieser Hypothese nachgegangen, indem 117.926 MM-Patienten überprüft wurden, die zwischen 2005 und 2014 diagnostiziert wurden. 5% der Patienten stammten aus Gegenden, in denen das mediane Jahreseinkommen < $46.000 lag. 52% der Patienten waren bei Medicare versichert (öffentliche Versicherung für Ältere und Behinderte), 35% waren privat versichert und 3% hatten gar keine Krankenversicherung. Nach einem medianen Follow-up von 30 Monaten konnte in einer univariaten Analyse bei den Patienten mit primärem MM, geringerem Charlson Komorbiditätsindex (CCI), Behandlung in Lehrkrankenhaus, höherem medianen Einkommen oder privater Versicherung ein besseres Gesamtüberleben (OS) gesehen werden (für alle p<0,0001). Bezogen auf Patienten ≥ 65 Jahre hatten Privatversicherte ein längeres OS als Medicare-Patienten (p<0,0001). Ob dies damit zusammenhängt, dass sich abhängig von seiner Versicherung nicht jeder Patient die teure Behandlung leisten kann, sollte weiter untersucht werden.

Mehr unter: www.med4u.org/15222

ASCO 2019, LBA107

Fatigue bei Langzeitüberlebenden mit akuter Promyelozyten-Leukämie

Eine Studie untersuchte die Fatigue bei 244 Patienten mit akuter Promyelozyten-Leukämie (APL) mit einem medianen Follow-up von 14,3 Jahren. Die Gruppe mit der größten Fatigue (HF) war insgesamt durch mehr Symptome charakterisiert, darunter Schmerz, Dyspnoe, Schlaflosigkeit, Appetitverlust, Übelkeit und Erbrechen sowie Diarrhoe. So gaben in der HF-Gruppe 61% der Patienten Schmerzen als Symptom an, während es in der Gruppe mit weniger ausgeprägter Fatigue nur 26% waren.

Mehr unter: www.med4u.org/15223

ASCO 2019, Abstr. e23073

GO2-Studie: Ältere Ösophaguskarzinom-Patienten profitieren von geringerer Dosierung von Oxaliplatin/Capecitabin

Die GO2-Studie wurde aufgelegt, um die optimale Dosis für das Schema Oxaliplatin/Capecitabin zu evaluieren und unter Verwendung eines geriatrischen Assessments die individuelle Dosis für den Gesamtnutzen der Behandlung (OTU) bei älteren und gebrechlichen Patienten mit fortgeschrittenem Ösophaguskarzinom zu ermitteln. Nach dem Alter, der Gebrechlichkeit und dem Performance-Status zu Therapiebeginn erzielte die Dosierung in Level C – das waren 60% der Level-A-Dosierung mit 130 mg/m2 d1 Oxaliplatin und 625 mg/m2 2x tägl. Capecitabin d1-21, q21d – die beste OTU – selbst bei denjenigen Patienten, die zu den jüngeren, weniger gebrechlichen mit besserem Allgemeinzustand gehörten. Demgegenüber konnte keine Gruppe ausgemacht werden, die von höheren Dosierungen profitiert hätte.

Mehr unter: www.med4u.org/15224

ASCO 2019, Abstr. 4006


 
Gesunde Ernährung reduziert Brustkrebsmortalität in WHI-Kohorte

Eine Studie der Women’s Health Initiative (WHI) untersuchte 48.835 postmenopausale Frauen ohne Brustkrebs in der Vorgeschichte. Die Teilnehmerinnen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren wurden zwischen 1993 und 1998 entweder zur Beibehaltung ihrer eigenen Ernährungsweise, deren Tageskalorien 32% oder mehr an Fett enthielten, oder zu einer fettreduzierten (≤ 25%) Ernährung mit mind. eine Portion Obst oder Gemüse sowie Getreide täglich randomisiert. Ergebnis: Diejenigen Frauen, die sich fettarm und ausgewogen ernährten und mehrmals täglich Obst und Gemüse zu sich nahmen, hatten ein um 21% geringeres Brustkrebs-Mortalitätsrisiko als Frauen in der Kontroll-Kohorte, die sich fettreicher ernährten.

Mehr unter: www.med4u.org/15225

ASCO 2019, Abstr. 520

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