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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

15. Februar 2008 ALL: Verbessertes ereignisfreies Überleben bei Ph+ALL

The American society of hematology: 49th annual meeting and exposition 8. - 11. Dezember 2007, georgia world congress center, atlanta, Georgia, USA

Die akute lymphatische Leukämie (ALL) ist eine Krankheit, die bei Kindern relativ gut behandelbar ist – mit Ausnahme der Subgruppe der Patienten mit einem Philadelphia-Chromosom (Ph+ ALL), die durch ein hohes Risiko gekennzeichnet ist. Eine Kombination aus Imatinib und einer intensiven Chemotherapie bringt in einer US-amerikanischen Studie deutlich bessere Resultate.
Da das Philadelphia-Chromosom das Bcr-Abl-Gen enthält und daraus die entsprechende Tyrosinkinase exprimiert wird, behandelt man solche Patienten mittlerweile mit Imatinib; der Erfolg hält sich allerdings in Grenzen. Daher hat die US-amerikanische Childrens´ Oncology Group (COG) eine Studie (AALL0031) aufgelegt, in der sie die Imatinib-Behandlung deutlich intensiver gestaltete (340 mg/m2 und Tag) und sie außerdem mit einer hochdosierten Chemotherapie auf der Basis von Ifosfamid, Etoposid und Methotrexat kombinierte: In einer Kohorte dauerte dies 42 Tage, in Kohorte 2 63 Tage, in Kohorte 3 84 Tage, in Kohorte 4 126 (in all diesen Gruppen mit unterschiedlich verteilten Pausen) und in Kohorte 5 kontinuierlich und ohne Unterbrechung 280 Tage. Falls ein Geschwister-Spender zur Verfügung stand, erhielt der betreffende Patient nach den ersten beiden Zyklen eine Stammzelltransplantation. Eine Reihe weiterer Patienten wurde mit Zellen von alternativen Spendern transplantiert und schied damit aus der Studie aus. Das ereignisfreie Überleben nach einem Jahr war von der Dosierung abhängig, so Kirk Schultz, Arcadia; am besten schnitt mit einer Rate von 95,3% die Kohorte mit der kontinuierlichen Imatinib-Gabe ab. Auch eine minimale Resterkrankung konnte durch intensivere Imatinib-Therapie deutlich häufiger eliminiert werden. Ungeachtet der Tatsache, dass die Gabe von Imatinib nach Stammzelltransplantation die Ergebnisse ebenfalls verbesserte, war das ereignisfreie Überleben ein Jahr nach intensiver Imatinib-Therapie nicht schlechter als bei historischen Kontrollen, die eine Transplantation von einem Geschwister, und deutlich besser als bei solchen, die ein Transplantat von einem Fremdspender erhalten hatten.

Gu

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