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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

23. April 2015 ASCO GU 2015

Statineinnahme zum ADT-Beginn und Zeit bis Tumorprogress bei Patienten mit Hormon-sensitivem Prostatakarzinom

Die Einnahme von Statinen geht mit einem verringerten Risiko des Rückfalls nach lokaler Therapie und einem geringen Risiko in Bezug auf die Prostatakarzinom-Mortalität einher. Lauren C. Harshman vom Dana-Farber Cancer Institute and Harvard Medical School, Boston, und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen Statin-Behandlung und Tumorprogress bei neu diagnostizierten Prostatakarzinom-Patienten, die eine ADT begannen.

In die retrospektive Analyse wurden 926 Patienten eingeschlossen, von denen 283 Patienten (31%) zur Zeit des ADT-Therapiebeginns Statine einnahmen. Es zeigte sich, dass die Statin-Nutzer zur Zeit der Diagnose weniger häufig im Stadium M1 (11% vs. 18%) oder N1 (5% vs. 10%) waren und häufiger eine lokale Therapie mit oder ohne ADT erhielten, als Patienten, die keine Statine einnahmen. Zudem wiesen Statin-Nutzer weniger häufig Metastasen zu Beginn der ADT auf (53% vs. 63%). Die Zeit von der Diagnose bis zur ADT war länger und nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 5,8 Jahren betrug die mediane Zeit bis Tumorprogress (TTP) unter ADT 27,5 versus 17,4 Monate. Dieser Vorteil blieb auch nach Adjustierung auf etablierte Prognosefaktoren statistisch signifikant. Untersuchungen zu den Mechanismen hinter diesen Beobachtungen stehen noch aus.

Dr. Ine Schmale (is)

Harshman LC, et al. Genitourinary Cancers Symposium 2015, Orlando, Abstract #148


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