Freitag, 19. April 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

23. April 2015 ASCO GU 2015

Statineinnahme zum ADT-Beginn und Zeit bis Tumorprogress bei Patienten mit Hormon-sensitivem Prostatakarzinom

Die Einnahme von Statinen geht mit einem verringerten Risiko des Rückfalls nach lokaler Therapie und einem geringen Risiko in Bezug auf die Prostatakarzinom-Mortalität einher. Lauren C. Harshman vom Dana-Farber Cancer Institute and Harvard Medical School, Boston, und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen Statin-Behandlung und Tumorprogress bei neu diagnostizierten Prostatakarzinom-Patienten, die eine ADT begannen.

Anzeige:
Fachinformation

In die retrospektive Analyse wurden 926 Patienten eingeschlossen, von denen 283 Patienten (31%) zur Zeit des ADT-Therapiebeginns Statine einnahmen. Es zeigte sich, dass die Statin-Nutzer zur Zeit der Diagnose weniger häufig im Stadium M1 (11% vs. 18%) oder N1 (5% vs. 10%) waren und häufiger eine lokale Therapie mit oder ohne ADT erhielten, als Patienten, die keine Statine einnahmen. Zudem wiesen Statin-Nutzer weniger häufig Metastasen zu Beginn der ADT auf (53% vs. 63%). Die Zeit von der Diagnose bis zur ADT war länger und nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 5,8 Jahren betrug die mediane Zeit bis Tumorprogress (TTP) unter ADT 27,5 versus 17,4 Monate. Dieser Vorteil blieb auch nach Adjustierung auf etablierte Prognosefaktoren statistisch signifikant. Untersuchungen zu den Mechanismen hinter diesen Beobachtungen stehen noch aus.

Dr. Ine Schmale (is)

Harshman LC, et al. Genitourinary Cancers Symposium 2015, Orlando, Abstract #148


Das könnte Sie auch interessieren

Kostenlose Kosmetikseminare “look good feel better“ für Krebspatientinnen

Kostenlose Kosmetikseminare “look good feel better“ für Krebspatientinnen
© Carolin Lauer (carolinlauer.de)

Ganz unverhofft trifft die damals 30jährige Cristina aus Hannover die Diagnose Krebs. Erst dachte sie an einen schlechten Scherz, als sie den Anruf von ihrem Arzt erhielt und dann zog ihr die Nachricht den Boden unter den Füßen weg. Mit der Chemotherapie kamen der Verlust der Haare, Augenbrauen und Wimpern und damit auch teilweise unangenehme Situationen: „Selbst als ich noch Stoppeln auf dem Kopf hatte, haben mich sofort alle angestarrt. Teilweise getuschelt oder den...

Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert und ruft zum Handeln auf

Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert und ruft zum Handeln auf
© julief514 / Fotolia.com

Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Das diesjährige Motto der Weltgesundheitsorganisation lautet: „Wir können. Ich kann.“ Es steht dafür, dass Menschen durch einen gesunden Lebensstil dazu beitragen können, vielen Krebsarten vorzubeugen. „Gesundheit ist ein hohes Gut und es macht Spaß etwas dafür zu tun“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Die Organisation bietet Interessierten kostenlose Infomaterialien...

Kürzlich angesehene Inhalte

Erstes bundesweites Sommertreffen junger engagierter Krebspatienten

Erstes bundesweites Sommertreffen junger engagierter Krebspatienten
© Frantab / fotolia.com

„Danke für den gemeinsamen Spirit. Möge er uns weiter beflügeln“, so ein Feedback zum ersten Sommertreffen junger Krebspatienten in Deutschland. Frauen und Männer aus der gesamten Bundesrepublik kamen vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 das erste Mal in Lauterbach (Hessen) zu einem gemeinsamen Kennenlernen und Austausch zusammen. Die etwa 50 Teilnehmer engagieren sich in den TREFFPUNKTEN der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Die Stiftung hatte...

DEGUM-Experten fordern Ultraschall der Eierstöcke als Kassenleistung

DEGUM-Experten fordern Ultraschall der Eierstöcke als Kassenleistung
© CLIPAREA.com / fotolia.com

Um harmlose Eierstockzysten von bösartigem Eierstockkrebs zu unterscheiden, verwenden Ärzte das Ultraschallverfahren. Zysten und Krebsgeschwülste bilden im sonografischen Bild bestimmte Muster, die ein erfahrener Fachmann unterscheiden kann. Für ein hohes Qualitätsniveau der Untersuchung setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) ein. Sie fordert, dass der Ultraschall der Eierstöcke eine Kassenleistung wird – auch...

Bewegungstherapie bei Krebs

Bewegungstherapie bei Krebs
© Fotolia / Kzenon

Körperliche Aktivität kann helfen, das Risiko an Krebs zu erkranken, zu minimieren. Ein regelmäßiges Bewegungstraining trägt aber auch dazu bei, die Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung sowie der Therapie besser zu überstehen. Neue Studien zeigen, wie bedeutsam regelmäßige Bewegung für das körperliche und seelische Wohlbefinden, nicht nur von Krebspatienten, ist. Was passiert jedoch in unserem Körper, wenn wir Sport treiben, und warum...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"ASCO GU 2015"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.