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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

03. Juli 2014 Editorial

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Das Pankreaskarzinom zählt zu einer der aggressivsten soliden Tumorarten. Obwohl es keine sehr häufige Krebserkrankung ist, findet es sich auf Platz 4 der Tumorsterblichkeit.

Früher haben Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Pankreaskarzinom unbehandelt im Median deutlich weniger als ½ Jahr gelebt, jetzt leben sie behandelt mehr als doppelt so lange. Damit sind die Ergebnisse ähnlich gut wie beim Kolonkarzinom - die Ausgangslage ist beim Pankraskarzinom nur leider erheblich schlechter.

Nur die radikale chirurgische Sanierung mit nachfolgender adjuvanter Chemotherapie bietet mit 5-Jahresüberlebensraten von 20-25% einen kurativen Ansatz. PD Dr. M. Bahra von der Charité Berlin stellt in einem Interview die Standards und neue chirurgische Ansätze vor, die auch bei Patienten, deren Tumoren primär nicht als resektabel eingeschätzt wurden, Aussichten auf ein Langzeitüberleben eröffnen.

Ein Großteil der Patienten befindet sich allerdings schon bei Diagnose in einem Tumorstadium, das eine kurativ intendierte Operation nicht mehr zulässt. Welche alternativen medikamentösen Möglichkeiten es in der Palliativtherapie des Pankreaskarzinoms gibt, was sie versprechen und wie sie optimal genutzt werden können, beschreiben U. Pelzer und Kollegen auch aus unserer Arbeitsgruppe an der Berliner Charité.

Wesentliche Bedeutung für eine erfolgversprechende Chemotherapie insbesondere des Pankreaskarzinoms ist die oft bereits initial sinnvolle, begleitende supportive Therapie, die im Zentrum des Interviews mit PD Dr. H. Oettle steht.

Treten beim Pankreaskarzinom Lebermetastasen auf, so lässt sich in der Regel die Überlebenszeit durch eine Metastasenresektion nicht verbessern. Dennoch wird in der neuen S3-Leitlinie zum Pankraskarzinom auf die Möglichkeit der Lebermetastasenresektion hingewiesen. Die onkologische Sinnhaftigkeit der Lebermetastasenresektion bei verschiedenen Tumorentitäten stellen Prof. C. Bruns und Dr. C. Chiapponi vom Uniklinikum Magdeburg in ihrem Artikel kompetent und verständlich dar.

Ebenfalls eher seltene Tumoren allerdings mit sehr günstiger Prognose sind die malignen Tumoren der Schilddrüse, deren Diagnostik und erweiterten Therapiemöglichkeiten Thema des Beitrags von Prof. A. Trupka und PD Dr. C. Wicke aus Starnberg sind.

Des weiteren finden Sie in dieser Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE den ersten Teil der Berichterstattung von der diesjährigen - 50sten - Jahrestagung der ASCO, die diesmal wieder viel Diskussionsstoff lieferte.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
Ihr
Prof. Hanno Riess, Charité Berlin


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