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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

28. Mai 2014 Editorial

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Fachinformation
 

Die systemische Therapie beim Mammakarzinom hat sich in den letzten Jahren rasch weiterentwickelt. Gleichzeitig haben die Möglichkeiten der Onkoplastik und Rekonstruktion bei Patientinnen mit Mammakarzinom einen Entwicklungsschub erfahren. In dieser Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE berichten wir über Optimierungen der onkoplastischen Behandungsmethoden und die aktuelle Bewertung der Operationstechniken durch die AGO Mamma.

Die individuelle Prognoseabschätzung ist durch molekulargenetische Diagnostik möglich und die AGO Mamma empfiehlt dies bei ausgewählten Patientinnen einzusetzen, wenn andere Kriterien für die Therapieentscheidung nicht ausreichen. Insgesamt haben Genexpressionstests im Vergleich zum Vorjahr eine moderate Aufwertung erfahren. In Deutschland verfügbare Testsysteme werden hier diskutiert.

Einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung von Diagnostik, Staging und Therapieverlaufskontrolle leisten auch die molekularen bildgebenden Verfahren, die Herr Dr. Stephan Metz mit seinen Kollegen vorstellt. 

Die Lymphknotendissektion bei der Operation des fortgeschrittenen Brustkrebses ist eine häufige Ursache für das sekundäre Lymphödem. Herr PD Dr. Daniel Müller stellt zusammen mit seinen Kollegen eine neue Strategie zur Bekämpfung des Lymphödems vor - die Transplantation von Lymphknoten - die das Klinikum rechts der Isar in München als erste deutsche Klinik anbietet. Erste Daten hierzu sind vielversprechend.

Lokale Rezidive oder kutane Metastasierungen treten häufig bei Progression primär kutaner und viszeraler Malignome auf, so auch beim Mammakarzinom. Herr PD Dr. Christian Kunte berichtet über die Elektrochemotherapie als ein sicheres und äußerst effektives Behandlungsverfahren zur lokalen Tumorkontrolle.

Frau Dr. Dorit Di Gioia, Frau Dr. Julia Neff und Frau Dr. Katharina Nikolajek stellen in ihrem Beitrag dar, wie durch eine simultane Behandlung mit Hyperthermie in Einzelfällen bei Inoperabilität der Effekt einer Chemo- und Strahlentherapie gesteigert und die Therapie eines Lokalrezidivs optimiert werden kann.

Ein weiterer Schwerpunkt befasst sich mit innovativen Therapien sowie der Diagnostik- und Therapierealität in Deutschland am Beispiel des Multiplen Myeloms, dargestellt von Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt und seinem Team. Vorgestellt werden die Aktivitäten der GMMG-Studiengruppe. Eine Umfrage konnte die Umsetzung der DGHO-Leitlinie sehr gut belegen.

Abgerundet wird diese Ausgabe durch Kasuistiken, in denen die Optimierung einer Chemotherapie mittels Chemosensitivitätsprüfung an zirkulierenden Tumorzellen, die Einsatzmöglichkeiten von Trabectedin bei Weichgewebesarkomen und die Änderung des Rezeptorstatus eines ursprünglich Hormonrezeptor-positiven und Her2-neu-positiven Mammakarzinoms in ein triple- negatives Mammakarzinom beschrieben werden.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen
Dr. Stefan Paepke


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