21. Februar 2014

Patienten mit nicht-resektablen Lebermetastasen leben deutlich länger durch Lebertransplantation

ASCO GI 2014 - Kolorektalkarzinom

Ausgabe 01 / 2014

Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) und nicht resektablen Lebermetastasen haben eine schlechte Prognose. Eine schwedische Studie zeigt: Diese Patienten leben deutlich länger, wenn sie eine Lebertransplantation erhalten im Vergleich zu Patienten, die nur mit Chemotherapie behandelt werden.

Die schwedische SECA-Studie verglich Patienten mit mCRC und nicht resektablen Lebermetastasen und keinen weiteren Metastasen, die eine Lebertransplantation erhalten hatten (n=20) mit Patienten aus der NORDIC VII-Studie, die ebenfalls auf die Leber beschränkte, nicht resektable Metastasen hatten und mit Chemotherapie behandelt wurden (n=45). Alle Patienten in der NORDIC VII-Studie starteten mit einer Erstlinienchemotherapie, während 57% der Patienten aus der Transplantationsgruppe zum Zeitpunkt der Transplantation bereits eine Zweit- oder Drittlinientherapie erhalten hatten.

Es zeigte sich eine dramatische Verbesserung des Gesamtüberlebens in der transplantierten Gruppe: Das 5-Jahres-Gesamtüberleben der transplantierten Patienten lag bei 60%, während das 5-Jahres-Überleben der Patienten aus der NORDIC VII-Studie nur 9% betrug. Das 5-Jahresüberleben der Patienten aus der Transplantationsgruppe, die nur eine Erstlinienchemotherapie vor Transplantation erhalten hatte, lag sogar bei 80% im Vergleich zu 30%, wenn sie zum Zeitpunkt der Transplantation schon eine Zweit- oder Drittlinien-Chemotherapie erhalten hatten und progredient waren.

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Abstract #531