13. März 2017

Die LungenClinic Grosshansdorf: Modernstes Spezialistenwissen seit über 100 Jahren

M.-T. Kron, LungenClinic Grosshansdorf.

Ausgabe 02 / 2017
Nordöstlich von Hamburg hat sich eine Fachklinik etabliert, die weltweit für ihre Expertise in der Pneumologie bekannt ist: die LungenClinic Grosshansdorf. Dabei ist die Interdisziplinarität zwischen Pneumologie, Onkologie, Thoraxchirurgie und Anästhesie ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg bei Diagnose und Therapie sämtlicher Erkrankungen der Lunge und Atemwege. Als einziges von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Lungenkrebszentrum im Raum Hamburg und Schleswig-Holstein profitiert das 215-Betten-Haus von seiner überdurchschnittlich hohen wissenschaftlichen Arbeit, ist es doch nicht zuletzt mit dem Airway Research Center North (ARCN) norddeutscher Standort des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) und darüber hinaus akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Lübeck. Umfangreiche, kontinuierliche klinische Forschung trägt darüber hinaus seit Jahrzehnten zu entscheidenden Forschungsergebnissen in der Pneumologie bei.
Seine Anfänge hat das 1900 eröffnete Haus als „Genesungsheim für Frauen“ mit zunächst 50 Betten für „Blutarme und bleichsüchtige Rekonvaleszentinnen“. Lange Zeit wurden in dem idyllisch von viel Wald umgebenen Haus Tuberkulosepatientinnen und -patienten behandelt. Ende der 1930er Jahre ging in Großhansdorf schließlich der erste OP-Saal in Betrieb, was den Beginn der Thoraxchirurgie dort einläutete.

Mit fortschreitender Prävalenz unterschiedlichster Lungenerkrankungen ging von da an eine kontinuierliche Spezialisierung des Hauses einher, der die Klinik heute das umfassende pneumologische Fachwissen verdankt.

Die LungenClinic Grosshansdorf (Abb. 1) versorgt mit ihren Fachbereichen der Pneumologie unter der Leitung des Ärztlichen Direktors Prof. Dr. Klaus F. Rabe, der Onkologie unter Leitung von Prof. Dr. Martin Reck, der Chirurgie unter Leitung von Dr. Christian Kugler sowie der Anästhesie unter der Leitung von Dr. Jörn Wermbter (Abb. 2)ambulant und stationär jährlich rund 12.000 Patienten.
 
Abb. 1: Außenansicht der LungenClinic Grosshansdorf.
Abb. 1: Außenansicht der LungenClinic Grosshansdorf.


Ein besonderer Vorteil bei der überschaubaren Größe der Fachklinik sind dabei die kurzen Wege in Diagnostik und Therapie. So ermöglichen wichtige Funktionsbereiche wie Lungenfunktion, Radiologie, Endoskopie, Labor oder Ultraschall schnelle Diagnostik und Therapieüberwachung. Die hauseigene Zytologie unter Leitung von PD Dr. Lutz Welker genießt einen hervorragenden Ruf und unterstützt Kollegen von intern und extern bei der schnellen feingeweblichen Diagnostik.
 

Beste Noten für das Lungenkrebszentrum

Der onkologische Fachbereich der LungenClinic Grosshansdorf behandelt das gesamte Spektrum maligner thorakaler Neoplasien. Dabei werden alle erforderlichen Untersuchungen zur diagnostischen Einordnung und zum Staging inklusive der präoperativen Funktionsdiagnostik durchgeführt. Lokale interventionelle Verfahren wie Stent-Implantation oder Tumorabtragung mittels Laser sind ebenfalls relevante Teile der Behandlungsmöglichkeiten in der Fachklinik. Der Schwerpunkt der Abteilung ist die medikamentöse Tumortherapie als Chemotherapie, Immuntherapie oder zielgerichtete Therapie.

Seit 2012 ist die LungenClinic zertifiziertes Lungenkrebszentrum, was nicht nur die beeindruckenden Behandlungszahlen widerspiegeln. So liegt die LungenClinic Grosshansdorf laut aktuellem „Jahresbericht Lunge“ der Deutschen Krebsgesellschaft beispielsweise bei der Studienteilnahme an vierter Stelle von 42 Zentren. Bei der Zahl der 30d-Letalität nach Resektionen steht das Haus mit einer Quote von 0,4% an erster Stelle. Bei dem Aspekt der postoperativen Bronchusstumpf- bzw. Anastomoseninsuffizienz liegt die LungenClinic mit einer Quote von 0% ebenfalls an erster Stelle.

Diese Zahlen belegen die engmaschige und fein abgestimmte Arbeitsweise der interdisziplinär agierenden Ärzte und Fachbereiche im Haus. Der intensive Austausch über jeden einzelnen Fall, nicht zuletzt in der zweimal wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz, ermöglicht dabei eine genaue Prüfung der Diagnostik und Therapie, nicht nur im operativen Bereich. Hier besprechen rund 15-25 Kollegen aus der Thoraxonkologie, der Pneumologie, der Thoraxchirurgie und der Zytopathologie die entsprechenden Fälle. Die Kollegen der Strahlentherapie, ein externer Kooperationspartner, sind dabei jedes Mal per Videokonferenz live zugeschaltet, so dass eine umfassende Therapiebesprechung möglich ist. Niedergelassene Kollegen haben hier die Möglichkeit, beispielsweise bei Verdacht auf ein Rezidiv selbstständig ihre Patienten vorzustellen. Über die thoraxchirurgische oder -onkologische Ambulanz im Haus besteht hier jederzeit – auch kurzfristig – die Möglichkeit, eigene Patienten vorzustellen.
 
Abb. 2: Setzen sich interdisziplinär für die Lungengesundheit ihrer Patienten ein (v.l.n.r.): Prof. K. F. Rabe, Ärztlicher Direktor und Chefarzt Pneumologie, Dr. J. Wermbter, Chefarzt Anästhesie, Dr. C. Kugler, Chefarzt Thoraxchirurgie, Prof. M. Reck, Chefarzt Onkologie.
Abb. 2: Diese Ärzte setzen sich interdisziplinär für die Lungengesundheit ihrer Patienten ein (Gruppenbild).


International relevante Forschung aus Großhansdorf

Die Expertise der LungenClinic wird durch die hohe wissenschaftliche Aktivität des Teams unterstrichen. Neben zahlreichen pneumologischen, thoraxchirurgischen und onkologischen Forschungsprojekten liegt seit Jahrzehnten ein Schwerpunkt auf der klinischen Forschung. Durch diese kontinuierliche Arbeit hat das Haus mit zur Weiterentwicklung von Behandlungsmöglichkeiten nicht zuletzt bei Lungenkrebs beigetragen. Erst kürzlich wurden aus der LungenClinic Grosshansdorf die Ergebnisse einer globalen Studie publiziert, in der zum ersten Mal die Überlegenheit einer Immuntherapie gegenüber einer Chemotherapie bei ausgewählten nicht vorbehandelten Lungenkrebspatienten gezeigt wurde.  Diese Forschungsmöglichkeiten stellen nicht nur einen großen Mehrwert für die Patienten dar, sondern eröffnen auch interessante berufliche Perspektiven für den medizinischen Nachwuchs.

Die LungenClinic Grosshansdorf ist darüber hinaus an das Airway Research Center North (ARCN) angeschlossen, einer von 5 Standorten des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL). Dieser Zusammenschluss führender universitärer, außeruniversitärer und klinischer Einrichtungen aus ganz Deutschland hat zum Ziel, neue Ansätze für Prävention, Diagnose und Therapie von weit verbreiteten Lungenerkrankungen zu entwickeln. Nicht nur hier, sondern auch in weiteren Studien wird intensive Grundlagenforschung in der LungenClinic betrieben.

Mit zahlreichen, jährlich organisierten Fortbildungsveranstaltungen, nicht selten in Kooperation mit Fachgesellschaften wie beispielsweise der „Norddeutschen Bronchialkarzinom Arbeitsgruppe“, geben die Kollegen der LungenClinic Grosshansdorf aktuelles Wissen weiter. Im November dieses Jahres ist dabei erstmalig eine bundesweite Fachtagung der LungenClinic Grosshansdorf rund um das Thema „Lunge“ geplant.
 

Hand in Hand mit der Thoraxchirurgie

In enger Zusammenarbeit mit anderen kooperierenden Abteilungen und allen voran mit der Thoraxchirurgie werden individuelle, multimodale Behandlungskonzepte bei der Diagnose Lungenkarzinom erarbeitet. Zwei hochmoderne, erst 2014 in Betrieb gegangene OP-Säle bieten dabei beste Voraussetzungen für qualitative Höchstleistungen. Mit mehr als 1.000 Operationen im Jahr ist die Thoraxchirugrie der LungenClinic Grosshansdorf führende chirurgische Abteilung für Lunge und Brust in Norddeutschland. Dabei fallen auf die thoraxonkologische Chirurgie rund 60% aller Einsätze.

Minimalinvasive Operationstechniken (VATS) sind dabei Routineeingriffe; an der Weiterentwicklung weiterer Operationsverfahren nehmen die Ärzte maßgeblich teil. Die Entfernung von Lungenmetastasen hat in dem Haus eine lange, erfolgreiche Tradition. Ein Operationslaser neuester Generation ermöglicht hier beispielsweise die Entfernung einer sehr großen Metastasenanzahl oder auch die von kompliziert lokalisierten Herden. Darüber hinaus umfasst das Operationsspektrum auch broncho- oder angioplastische sowie plastische Operationsverfahren.


Interdisziplinäre Palliativstation mit umfassendem Angebot

Seit vielen Jahren wird das therapeutische Angebot in der LungenClinic Grosshansdorf durch die Palliativmedizin ergänzt. Ausgebildete Palliativmediziner sowie ein Palliativ Care Team kümmern sich um die Patienten. Seit Herbst 2016 hat das Haus eine eigene interdisziplinäre Palliativstation. Im Mittelpunkt steht dabei eine aktive, ganzheitliche Behandlung, die die Symptome der Patienten kontrolliert und bei Bedarf auf modernste therapeutische Verfahren zur Behandlung von z.B. Luftnot oder Schmerzen zurückgreifen kann. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegekräften, Physio-, Atem- und Psychotherapeuten, Seelsorgern sowie Sozialarbeitern gewährt den Patienten eine entsprechende Versorgung.

Für die Patienten steht darüber hinaus ein psychosozialer Dienst zur Verfügung. Eine speziell für die Behandlung von Krebspatienten ausgebildete Psychologin unterstützt den Umgang mit der Krankheit individuell mit Gesprächen, sowohl mit Patienten, aber auch Angehörigen in Einzel-, Paar- oder Familiengesprächen.

Der Sozialdienst hilft Patienten und ihren Angehörigen bei persönlichen und sozialen Fragen, beispielsweise bei der Organisation der Anschlussversorgung nach dem stationären Aufenthalt oder bei sozial-rechtlichen Fragen.

So stellt die LungenClinic Grosshansdorf ein modernes Zentrum für Lungenerkrankungen dar, das auf höchstem internationalen Niveau von Norddeutschland aus Patienten mit allen Arten von Lungenerkrankungen versorgt.


 
Marie-Therese Kron Marie-Therese Kron
Marketing und  Öffentlichkeitsarbeit

LungenClinic Grosshansdorf
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