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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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10. Dezember 2014

DGHO 2014

pNET: Effektive Krankheitskontrolle mit Sunitinib

Neuroendokrine Tumore des Pankreas (pNET) werden immer häufiger diagnostiziert. Den starken Inzidenzanstieg führte Prof. Dieter Hörsch, Bad Berka, u.a. auf die verbesserte Diagnostik und die Vorsorge-Koloskopie zurück. Ist eine Operation nicht möglich, so empfehlen die ENETS-Guidelines je nach Tumorlokalisation eine medikamentöse Behandlung mit einer Biotherapie oder einer zielgerichteten Therapie, für die der mTOR-Inhibitor Everolimus und der Multikinase-Inhibitor Sunitinib zur Verfügung stehen.

Patienten mit fortgeschrittenen und/oder metastasierten, nicht resezierbaren, gut differenzierten pNET können seit 2010 mit Sunitinib (Sutent®) behandelt werden. "Sunitinib verbessert das progressionsfreie Überleben, ohne die Lebensqualität zu verschlechtern", sagte Hörsch. Da Patienten mit pNET häufig viele Jahre mit der Erkrankung leben können, sei es besonders wichtig, eine Therapiemöglichkeit an der Hand zu haben, mit der sich der Krankheitsverlauf effektiv kontrollieren und die Lebensqualität der Betroffenen erhalten lasse.

Die Zulassung von Sunitinib bei pNET beruht auf den Ergebnissen einer multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studie bei Patienten mit nicht resezierbaren, fortgeschrittenen und/oder metastasierten, gut differenzierten pNET (G1 oder G2) und nachweisbarer Krankheitsprogression innerhalb der letzten 12 Monate (1). Sie wurden bis zur Progression mit Sunitinib (37,5 mg/Tag) oder Placebo behandelt - jeweils zusätzlich zu einer "Best Supportive Care". Sunitinib verdoppelte das progressionsfreie Überleben auf 11,4 Monate versus 5,5 Monate unter Placebo (HR 0,42; p<0,001). Im Sunitinib-Arm war das mediane Gesamtüberleben mit 33,0 Monaten trotz Crossover-Rate von 69% um 6,3 Monate besser als im Placebo-Arm (ITT-Analyse median 26,7 Monate; p=0,115) (2).

as

Pfizer-Meet-the-Expert, 11.10.14

Literaturhinweise:

(1) Raymond E et al. N Engl J Med. 2011; 364:501-13.
(2) Faivre S et al. ESMO 2012; Abstr. #1155O.

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