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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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25. Juli 2012

nabTM-Paclitaxel in der täglichen Praxis

Für die Erstlinientherapie des metastasierten Mammakarzinoms stehen mehrere Therapieoptionen zur Verfügung, doch diese sollten auch weiterhin hinsichtlich der Effektivität optimiert und dabei so nebenwirkungsarm wie möglich gestaltet werden. Die Patientinnen benötigen neue Wege, mit denen ihre Prognose verbessert und zudem die Lebensqualität erhöht werden kann. Die folgenden Kasuistiken zeigen, welche Bereicherung und Ergänzung nab-Paclitaxel bereits heute im praktischen Alltag besitzt.

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Invasiv duktales Mammakarzinom

63-jährige Patientin; Erstdiagnose 11/2004; invasiv duktales Mammakarzinom rechts oben innen, Größe ca. 1,5 x 1,5 cm, suspekte Zytologie; daher Mamma-PE, Schnellschnitt, Segmentresektion mit axillärer Lymphonodektomie. (Kasuistik vorgestellt von Dr. Matthias Geberth, Mannheim)

Diagnose

pT1c (1,3 cm) pN0 M0 G2 R0. ER 8, PR 8, HER2 3+

Therapie und Verlauf

11/2004-10/2007: Antihormonelle Therapie mit dem Aromatasehemmer Anastrozol
11/2004-12/2004: Orales Bisphosphonat prophylaktisch, wegen schlechter Verträglichkeit abgesetzt
01/2005-02/2005: Radiatio Restbrust + Boost
10/2007: Ossäre Metastasierung in der Beckenschaufel rechts, im Bereich der Wirbelsäule (BWK 11, LWK 4-SWK 1), im Beckenknochen (Acetabulum rechts).
Die Patientin lehnte alle Chemotherapien ab, die mit einem Haarausfall verbunden sein könnten.

Maßnahmen:

10/2007-03/2010: Wechsel auf Fulvestrant
12/2007-04/2008: Vinorelbin wöchentlich
ab 10/2007: Zoledronsäure 4 mg alle 4 Wochen
ab 12/2007: Trastuzumab
02/2010: Ossäre Progression mit Metastasen in HWK 5, 7, BWK 2, 5, 8, 10

Maßnahmen:

03/2010: Radiatio BWK 2-4 mit insgesamt 30 Gy (wöchentl. Fraktionierung 5x 3 Gy)
03/2010-03/2011: Wechsel auf Letrozol, weiterhin Trastuzumab
01/2011: Kompressionsfraktur im BWK 6
03/2011: Lebermetastasierung mit mindestens 8 fokalen Leberläsionen
07/2011: Deckplatteneinbruch im BWK 3

Maßnahmen:

02/2011: Radiatio BWK 5-9 und 03/2011 Radiatio HWK 4-BWK 1
03/2011-06/2011: wöchentliche Therapie mit nab-Paclitaxel 100 mg/m2 ohne Pause
ab 07/2012: antihormonelle Therapie mit Exemestan, weiterhin Trastuzumab und Bisphosphonate (10/2007-03/2010 Zoledronat, seit 03/2010 Ibandronat)
02/2012: Progression in Leber und Knochen

Maßnahmen:

Seit 02/2012: Carboplatin und Gemcitabin, Wechsel von Trastuzumab auf Lapatinib wegen starker Durchfälle und einer dadurch geminderten Compliance nicht möglich. Reinduktion von Trastuzumab.

Der mittlerweile 70-jährigen Patientin geht es derzeit klinisch gut. Unter der momentanen Therapie gibt es keine nennenswerten Probleme.

Dieser Fall zeigt, dass trotz Knochen- und Lebermetastasen bei einem progressiven Mammakarzinom mit der Wahl geeigneter Therapiemöglichkeiten ein verlängertes und qualitativ adäquates Überleben möglich ist. In der Mannheimer Praxis wurden in diesem Zusammenhang sehr gute Erfahrungen mit der wöchentlichen Applikation von nab-Paclitaxel mit 100 mg/m2 (ohne Pause) bei Patientinnen in der First- und Secondline-Therapie gesammelt.


Palliative Chemotherapie nach adjuvanter Anthrazyklin- und Taxan-vorbehandlung

50-jährige Patientin; Erstdiagnose: 08/2008; invasiv duktales Karzinom rechts oben außen. (Kasuistik vorgestellt von Dr. Axel Gerhardt, Mannheim)

Diagnose

08/2008: invasiv duktales Mammakarzinom rechts oben außen; KI: 100%, BMI: 22. cT2 (2,6 cm), (cN1/1 LK), M0, G2, ER 12, PR 8, HER2 3+

Therapie und Verlauf

08/2008-01/2009: neoadjuvante Therapie mit 4x Epirubicin und Cyclophosphamid (EC) (30%ige Volumenreduktion), danach 4 Zyklen Paclitaxel/Trastuzumab (komplette Response)
02/2009: Weite Tumorexzision der rechten Mamma und axilläre Lymphonodektomie

Tumorstadium zu diesem Zeitpunkt: ypT0 (pCR), ypN0(0/12), M0, G2.

Maßnahmen:

Einleitung einer endokrinen Therapie. Nach 2 Jahren Tamoxifen Wechsel auf 3 Jahre Letrozol.
06/2011: Lebermetastase (3 cm); Laborwerte: CA 15-3: 124 kU/l, CEA: 2µg/l, ALAT: 74, ASAT: 80

Maßnahmen:

7/2011-10/2011: wöchentliches nab-Paclitaxel jeweils 150 mg/m2 an Tag 1, 8 und 15 (1 Woche Pause, Wiederholung q28d), dazu 2 mg Trastuzumab wöchentl. Analgetische Therapie mit Dexamethason-Stoßtherapie und Metamizol.
10/2011: Partielle Remission. Lebermetastase ist nur noch 1,2 cm groß.

Maßnahmen:

10/2011-01/2012: Fortsetzung der palliativen Firstline-Chemotherapie, weitere 3 Zyklen nab-Paclitaxel 150 mg/m2 sowie Trastuzumab 2 mg.
01/2012: Komplette Remission. Keine Lebermetastase

Aktuelle Therapie:

Exemestan 25 mg und Trastuzumab

Bei dieser Patientin mit nicht in der metastasierten Situation vorbehandeltem Mammakarzinom zeigte sich, dass nab-Paclitaxel auch in der Dosierung von 150 mg/m2 gut verträglich war und es durch die hohe Dosierung zu einem ausgezeichneten Benefit (CR) unter der Therapie kam. Hier bestätigt sich der bereits in klinischen Studien unter Beweis gestellte Effekt der wöchentlichen Dosierung auch im praktischen Alltag.

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