Freitag, 22. September 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
07. Mai 2013

mCRC: Kontinuierliche Therapie mit Bevacizumab über die Erst- und Zweitlinie verlängert das Gesamtüberleben signifikant

Wird der Angiogenese-Inhibitor Bevacizumab bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) nach dem Einsatz in der Erstlinie auch weiter in der Zweitlinientherapie, jeweils kombiniert mit einer 5-FU-basierten Chemotherapie, verabreicht, so verlängert sich das Gesamtüberleben der Patienten signifikant. Die weitere Gabe der Substanz erwies sich dabei als gut verträglich. Es wurden keine kumulativen Toxizitäten beobachtet. Dies geht aus den Ergebnissen der ML18147-Studie hervor, die in Berlin im Rahmen einer Presseveranstaltung vorgestellt wurden.

Anzeige:
 
 

Die Zulassungserweiterung des Anti-VEGF-Antikörpers Bevacizumab basiert auf den Ergebnissen der internationalen, multizentrischen Phase-III-Studie ML18147 (TML-Studie) (1). In dieser randomisierten Studie wurde der Frage nachgegangen, ob das Gesamtüberleben (OS) der Patienten verlängert werden kann, wenn sie nicht nur in der Erstlinie bis zur Progression, sondern - bei Tumorprogredienz - fortgesetzt auch in der Zweitlinie mit Bevacizumab behandelt werden. Insgesamt wurden 820 Patienten in die Studie eingeschlossen. Sie erhielten in der Erstlinie Bevacizumab, kombiniert mit einer 5-FU-basierten Standard-Chemotherapie mit Oxaliplatin oder Irinotecan. Wenn sie unter dieser Therapie progredient wurden, erfolgte die Randomisierung und die Chemotherapie wurde geändert. Patienten, die in der Erstlinie Oxaliplatin-basiert behandelt worden waren, erhielten in der Zweitlinie eine Irinotecan-basierte Therapie und umgekehrt. Bei der Hälfte der Patienten wurde die Bevacizumab-Gabe kontinuierlich auch in der Zweitlinie fortgesetzt (2,5 mg/kg/Woche), die andere Hälfte erhielt kein Bevacizumab mehr. Es wurde dann wiederum bis zur Krankheitsprogression behandelt. Primärer Studienendpunkt war das OS ab dem Zeitpunkt der Randomisierung.

Signifikant verlängertes OS

Mit der fortgeführten Bevacizumab-Gabe konnte das OS der Patienten signifikant um 1,4 Monate verlängert werden (von 9,8 auf 11,2 Monate; p=0,0062; HR=0,81; 95% CI 0,69-0,94) (Abb. 1). Auch das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) wurde signifikant verlängert (auf 5,7 Monate vs. 4,1 Monate unter der Chemotherapie; p<0,0001; HR=0,68; 95% CI 0,59-0,78). Die Krankheitskontrollrate unter der fortgesetzten Bevacizumab-Gabe betrug 68% und war damit ebenfalls signifikant höher als in der Gruppe ohne Bevacizumab (54%; p<0,0001). Der Überlebensvorteil war über alle Subgruppen konsistent und erwies sich damit als unabhängig von Alter, Allgemeinzustand, der Zahl der mit Metastasen befallenen Organe, KRAS-Status und davon, ob in der Erstlinie Oxaliplatin oder Irinotecan eingesetzt worden war (2-4).
 

Abb. 1: Signifikant verbessertes Gesamtüberleben (OS) der mCRC-Patienten in der TML-Studie.
 

Keine kumulative Toxizität durch Langzeittherapie mit Bevacizumab

Wie Prof. Dr. Stefan Kubicka, Reutlingen, berichtete, gab es keinen signfikanten Anstieg in den unerwünschten Nebenwirkungen, wenn den Patienten Bevacizumab über den Progress hinaus für einen längeren Zeitraum verabreicht wurde. "Somit kommt es unter einer Langzeittherapie mit Bevacizumab nicht zu kumulativen Toxizitäten", sagte Kubicka. Das Nebenwirkungsprofil von Bevacizumab plus Chemotherapie entsprach den bekannten Daten aus den Firstline-Studien.

Neuer Therapiealgorithmus

"Der Therapiealgorithmus des metastasierten Kolorektalkarzinom hat sich durch die Ergebnisse der TML-Studie geändert. Künftig steht den mCRC-Patienten eine neue Therapieoption zur Verfügung", sagte Prof. Dr. Dirk Arnold, Freiburg. "In der TML-Studie konnten mehr als zwei Drittel der Patienten im Anschluss an die Studie einer weiteren Therapie zugeführt werden - was nicht zuletzt auch ein Zeichen für die gute Verträglichkeit der fortgesetzten Bevacizumab-Gabe ist", so Arnold. Aufbauend auf diesen positiven Ergebnissen wurde die Studie AIO-0207 ins Leben gerufen, in der eine Erhaltungstherapie mit Bevacizumab bzw. eine Re-Induktion mit dem Angiogenese-Hemmer geprüft werden soll. Die Rekrutierung der Studie wird demnächst abgeschlossen.

sk

Pressegespräch "Avastin® beim metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) - Therapie über die erste Tumorprogression hinaus", 17.01.2013, Berlin; Veranstalter: Roche Pharma AG


Literaturhinweise:

(1) Bennouna J, et al. Lancet Oncol. 2013; 14(1):29-37
(2) Vieitez de Prado JM, et al. ESMO 2012, Abstr. 565P
(3) Bouche O, et al. ESMO 2012, Abstr. 559P
(4) Österlund P, et al. ESMO 2012, Abstr. 571P

Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:
Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASCO 2017