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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. November 2013

DGHO 2013

mCRC: Analyse der FIRE-3-Studie setzt neue therapeutische Überlegungen in Gang

Ein Therapiestandard bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) vom RAS-Wildtyp ist Cetuximab/FOLFIRI, der in der FIRE-3-Studie im direkten Vergleich mit Bevacizumab/FOLFIRI bei Patienten mit unbehandelten RAS-Wildtyp-Tumoren zu einem signifikant verlängerten Gesamtüberleben (OS) führte. Welche Konsequenzen sich daraus für die Diagnostik und Therapie des mCRC ergeben, diskutierten der Studienleiter Prof. Volker Heinemann, München, und Prof. Carsten Bokemeyer, Hamburg.

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Im ersten head-to-head-Vergleich von Cetuximab/FOLFIRI mit Bevacizumab/FOLFIRI bei Patienten mit unbehandelten KRAS-Wildtyp-Tumoren konnte im Cetuximab/FOLFIRI-Arm ein um 3,7 Monate signifikant längeres OS gezeigt werden (28,7 vs. 25,0 Monate; HR=0,77). In diese erste Analyse gingen Patienten ein, bei denen eine KRAS Exon 2 Mutation ausgeschlossen war. In einer zweiten Biomarkeranalyse wurden bei weiteren 16% Mutationen in KRAS Exon 3-4 und NRAS entdeckt, die sich ebenfalls als prädiktiv herausstellten. In einer post-hoc-Analyse der Patienten, bei denen jegliche RAS-Mutationen ausgeschlossen wurden, zeigte sich ein noch größerer Überlebensvorteil von 7,5 Monaten im Cetuximab/FOLFIRI-Arm (33,1 Monate vs. 25,6 Monate unter Bevacizumab/FOLFIRI; HR=0,70; p=0,011). "Dies", so Heinemann, "sind die längsten Zugewinne im Gesamtüberleben, die bisher in einer klinischen Studie bei Patienten mit mCRC erzielt werden konnten." Objektive Ansprechrate (primärer Endpunkt) und progressionsfreies Überleben (PFS) unterschieden sich jedoch in beiden Gruppen nicht signifikant. Für das dennoch längere OS im Cetuximab/FOLFIRI-Arm gibt es mehrere Erklärungsansätze. Eine Hypothese, die Heinemann favorisiert, ist die Tiefe der Response, die mit dem Überleben nach Progression und dem OS korreliert. Um diese Korrelation darzustellen würden die RECIST-Kriterien nicht ausreichen. Der Einfluss einer Secondlinetherapie auf das OS konnte inzwischen ausgeschlossen werden, hier bestand keine Dysbalance.

Heinemann wies darauf hin, dass die Daten aus der FIRE-3-Studie mit Cetuximab konsistent sind mit den Daten aus der PEAK-Studie, in der Panitumumab/FOLFOX mit Bevacizumab/FOLFOX bei mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp verglichen wurde. Es präsentierte sich das gleiche Bild: ein signifikanter Überlebensvorteil unter anti-EGFR-Therapie im Panitumumab/FOLFOX-Arm, jedoch kein Unterschied in der Ansprechrate und im PFS zwischen Panitumumab/FOLFOX und Bevacizumab/FOLFOX.

FIRE-3 zeigt exemplarisch, dass die Auswahl der Patienten nach Biomarkern den therapeutischen Benefit erhöht, so dass Biomarker-Analysen in hohem Maß empfehlenswert sind. Etwa die Hälfte der Patienten weisen RAS-Wildtyp-Tumore auf. Nur sie profitieren von einer anti-EGFR-Therapie, doch dies beträchtlich.

Eine intensive Erstlinientherapie wird empfohlen für Patienten mit initial nicht resektablen Lebermetastasen, um die Chance der Resektabilität zu erhöhen sowie für Patienten mit nicht-resektablen Metastasen, hoher Tumorlast oder tumorbedingten Symptomen zur Symptomkontrolle. Bei der dritten Gruppe von Patienten mit definitiv nicht-resektablen Metastasen, die asymptomatisch sind und einen weniger aggressiven Verlauf der Erkrankung haben, wird aktuell eine weniger intensive sequentielle Therapie eingesetzt unter dem Aspekt der Lebensqualität. Bokemeyer gab zu bedenken, dass angesichts der langen Überlebenszeiten, die erreicht werden können, auch Patienten mit RAS-Wildtyp-Tumoren aus der dritten Gruppe zukünftig intensiver mit Cetuximab/FOLFIRI behandelt werden. Denn die Erstlinientherapie ist entscheidend. Was hier versäumt wird, ist mit keiner Folgetherapie aufzuholen, so Bokemeyer abschließend.

as

Quelle: Pressegespräch und Satellitensymposium, DGHO, Wien, 18.10.2013; Veranstalter: Merck
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