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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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09. Februar 2017

Pressemitteilung

HER2-positives metastasiertes Mammakarzinom: Wirksamkeit und Verträglichkeit von Trastuzumab Emtansin bei Patientinnen mit Hirnmetastasen

Trastuzumab Emtansin (Kadcyla® ▼) ist erste Wahl für die Second-Line-Therapie des HER2+ metastasierten Mammakarzinoms (mBC) (1): Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat verlängert das Gesamtüberleben (OS) der betroffenen Frauen gegenüber Capecitabin/Lapatinib sowie HER2-basierten Vergleichstherapien jeweils um etwa ein halbes Jahr (2, 3). Eine aktuelle Interimsanalyse der Sicherheitsstudie KAMILLA, die auf dem diesjährigen San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) vorgestellt wurde, zeigt, dass auch Frauen mit Metastasen im zentralen Nervensystem (ZNS) von der Behandlung mit Trastuzumab Emtansin profitieren können (4).
 
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In der aktuellen Interimsanalyse (medianes Follow-up: 33 Monate) der einarmigen offenen Sicherheitsstudie KAMILLA wurden die Daten von über 2.000 Patientinnen berücksichtigt. Etwa jede 5. Patientin (399) hatte zum Zeitpunkt des Studieneinschlusses eine asymptomatische oder nach Bestrahlung stabile ZNS-Metastase. Bei jeder dritten Patientin (126) waren die ZNS-Metastasen messbar und als Zielläsionen definiert, sodass daran das Ansprechen auf die Therapie bewertet werden konnte. Im Median hatten die Frauen mit ZNS-Metastasen zu Studienbeginn bereits 3 Vortherapien gegen die metastasierte Erkrankung erhalten. Die Behandlung mit Trastuzumab Emtansin erfolgte mit 3,6 mg/kg alle 3 Wochen bis zum Progress der Erkrankung oder einer nicht tolerablen Toxizität (4).

Eine aktuelle Analyse vom SABCS 2016 zeigt nun: 2 von 3 Frauen mit messbaren ZNS-Metastasen zu Studienbeginn (84/126 Patienten) sprachen auf die Therapie mit Trastuzumab Emtansin an, was sich in einer Verkleinerung der Zielläsionen im Gehirn zeigte (4). Darüber hinaus erreichten Frauen mit ZNS-Metastasen zu Studienbeginn ein medianes progressionsfreies Überleben (PFS) von 5,5 Monaten (4). Das Sicherheitsprofil war zwischen Patientinnen mit und ohne ZNS-Metastasen vergleichbar, wobei schwere neurologische Nebenwirkungen bei Frauen mit ZNS-Metastasen erwartungsgemäß etwas häufiger auftraten (4). Insgesamt bestätigt die KAMILLA-Studie die hohe Wirksamkeit und gute Verträglichkeit des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats.

In der Zulassungsstudie EMILIA übersetzte sich der gegenüber Capecitabin/Lapatinib dokumentierte PFS-Vorteil von Trastuzumab Emtansin in einen signifikanten OS-Vorteil von 5,8 Monaten (25,1 vs. 30,9 Monate; HR=0,68; p<0,001) (2). Retrospektive Daten der Studie zeigen, dass auch Frauen mit ZNS-Metastasen (behandelt, asymptomatisch) von einem signifikant verlängerten Überleben profitieren (5).

Standardmäßig sollte Trastuzumab Emtansin in der Second-Line bis zur Progression eingesetzt werden. Dieses Vorgehen empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) in ihren aktuellen Leitlinien: Trastuzumab Emtansin wird darin als einzige Second-Line-Therapie beim HER2+ mBC uneingeschränkt mit Doppelplus bewertet (1).


Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Bitte melden Sie Nebenwirkungen an grenzach.drug_safety@roche.com oder Fax +49 7624 14 3183.
Roche
Literatur:
(1) AGO Kommission Mamma; Diagnostik und Therapie von Patientinnen mit primärem und metastasiertem Brustkrebs; Empfehlungen 2016. www.ago-online.de
(2) Verma S et al. N Engl J Med 2012; 367 (19): 1783-91.
(3) Wildiers et al. SABCS 2015; S5-05.
(4) Montemurro F et al. SABCS 2016; P1-12-10.
(5) Krop IE et al. Ann Oncol 2015; 26:113-19.
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