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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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28. Juni 2013

Kasuistik II

Zweitlinientherapie einer Patientin mit neoadjuvant Anthrazyklin-vorbehandeltem metastasierten Mammakarzinom

Mit nab-Paclitaxel

43-jährige, prämenopausale Patientin; Erstdiagnose eines invasiv-duktalen Mammakarzinoms rechts in 4/2008. Metastasierung in 8/12 mit mehreren hepatischen und einzelnen ossären Filiae (Kasuistik vorgestellt von PD Dr. Sherko Kümmel, Brustzentrum Kliniken Essen-Mitte).

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Diagnose

4/2008: invasiv-duktales Mammakarzinom rechts. cT2 (31 mm), pN1a (sn +, 2/11), G3, M0. ER 80%, PR 80%, HER2-, Ki-67: 35%.


Therapie und Verlauf

4/2008: Neoadjuvante Therapie mit 4x Epirubicin und Cyclophosphamid (EC) q3w (cPR mit Volumenreduktion von 3,1 auf 1,4 cm); anschließend 4x Docetaxel q3w mit klinischer Komplettremission (cCR).

Brusterhaltende Therapie (BET) rechts, Sentinel-OP und komplettierende axilläre Lymphonodektomie (Level I/II) rechts.
Tumorstadium zu diesem Zeitpunkt: ypT(is) (8 mm), G(is)2, L0, V0, R(is)0 (> 5 mm).
Adjuvante Radiatio bei BET mit Boost rechts.
Ab 1/2009 endokrine Therapie mit Tamoxifen.

08/2012: Die Patientin stellt sich mit Oberbauchbeschwerden vor. Erstdiagnose mehrerer hepatischer Filiae (GOT/GPT > 130 U/l). Re-Biopsie: G3; ER 60%, PR 30%, HER2-, Ki-67: 50%.

Erstdiagnose einzelner ossärer Filiae, keine pulmonalen Metastasen.


Maßnahmen


09/2012: Capecitabin + Denosumab + Calcium + Vitamin D3

11/2012: Rückgang der klinischen Beschwerden, GOT/GPT sinkt auf 60-70 U/l, Abnahme des Tumormarkers CA 15-3 (80 U/ml, vorher 140 U/ml; Nw < 25 U/ml).

Aufgrund der Familienanamnese (Schwester mit 52 Jahren an Brustkrebs erkrankt) wird eine humangenetische Beratung empfohlen. Ergebnis der Genanalyse: BRCA-negativ.

02/2013: hepatischer und ossärer Progress (GOT/GPT ca. 150 U/l, Oberbauchbeschwerden, Schmerzen in der LWS, Anstieg des Tumormarkers CA 15-3 auf 120 U/l), pulmonal frei. Performance-Status: ECOG 0. HR+, HER2-, Ki-67: 50%.


Maßnahmen

02/2013: Symptomatische Radiatio LWK 3-5.

03/2013: Beginn einer Zweitlinientherapie mit nab-Paclitaxel 150 mg/m2 d1, 8, 15 q4w. Fortsetzung der Therapie mit Denosumab s.c. q4w + Calcium + Vitamin D3.


Aktueller Verlauf

Rückgang der Schmerzsymptomatik, partielle Remission der Leberfiliae, Tumormarkerabfall CA 15-3 auf 90 U/l.
Dosisreduktion auf 125 mg/m² - darunter gute Verträglichkeit.


Eine Anthrazyklin-Vorbehandlung besteht unabhängig davon, ob Anthrazykline in der (neo-)adjuvanten oder firstline metastasierten Situation verwendet wurden. Dies spiegelt sich in den aktuellen Empfehlunen der AGO Mamma wider, die nab-Paclitaxel neben Docetaxel, Paclitaxel und Capecitabin bei Anthrazyklin-Vorbehandlung mit dem höchsten Empfehlungsgrad versehen (++). Bei (neo-)adjuvanter Vorbehandlung mit einem Anthrazyklin gilt dieser Empfehlungsgrad auch für die Erstlinientherapie. Bei Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom konnte in der CA024-Studie ein signifikanter Vorteil im Gesamtüberleben mit 150 mg/m2 nab-Paclitaxel weekly im Vergleich zu nab-Paclitaxel 100 mg weekly nachgewiesen werden (1). Bei Patientinnen, die keinen eingeschränkten Allgemeinzustand haben, wie in vorliegender Kasuistik, wird deshalb eine Anfangsdosierung von 150 mg/m2 wöchentlich mit einer Therapiepause in der 4. Woche empfohlen. Bei Auftreten von Toxizität sollte eine zeitnahe Dosisreduktion erfolgen.


Literaturhinweis:
(1) Gradishar WJ, et al. Clin Breast Cancer 2012; 12:313-321.

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