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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. Oktober 2015

REVEL-Studie: Signifikante Überlebensvorteile durch Ramucirumab

Zweitlinientherapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC)

Interview mit PD Dr. Niels Reinmuth, Großhansdorf.

Hoffnungen auf einen deutlichen therapeutischen Fortschritt bei der Zweitlinientherapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) setzen Experten derzeit auf den VEGFR-2-Antikörper Ramucirumab. Dieser bewirkte in der internationalen Phase-III-Studie REVEL (1) in Kombination mit Docetaxel eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) wie auch des Gesamtüberlebens (OS). Eine Einschätzung zur Relevanz der Daten und der Bedeutung von Ramucirumab beim NSCLC gibt PD Dr. Niels Reinmuth, Oberarzt an der LungenClinic Großhansdorf, in einem Interview.

Niels ReinmuthJOURNAL ONKOLOGIE: Herr Dr. Reinmuth, was sind die Herausforderungen in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen NSCLC?


Reinmuth: Die Prognose der Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC ist nach wie vor limitiert und das gilt insbesondere für die Zweitlinientherapie. Es handelt sich in aller Regel um ein Patientenkollektiv mit schlechterem Ansprechen und geringerer Überlebenswahrscheinlichkeit als bei der Erstlinientherapie. Zusätzlich sind die bisherigen Behandlungsmöglichkeiten begrenzt, so dass wir einen deutlichen „unmet medical need“ für die Entwicklung innovativer Therapiestrategien sehen.


JOURNAL ONKOLOGIE: Der Angiogenesehemmer Ramucirumab wurde in der Studie REVEL geprüft. Was ist das wichtigste Ergebnis der Studie?


Reinmuth: Ramucirumab wurde in der Phase-III-Studie bei 1.253 Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC als Zweitlinientherapieoption geprüft und hat in Kombination mit Docetaxel zu eindeutigen, statistisch signifikanten Überlebensvorteilen geführt – ein klarer therapeutischer Fortschritt.

Unter der Behandlung mit Ramucirumab plus Docetaxel zeigte sich im Vergleich zur alleinigen Docetaxel-Gabe eine von 13,6% auf 22,9% signifikant erhöhte Gesamtansprechrate. Außerdem wurde das PFS als sekundärer Endpunkt deutlich von 3,0 Monaten in der Kontrollgruppe auf 4,5 Monate unter Ramucirumab verlängert. Primärer Studienendpunkt war das Gesamtüberleben, das statistisch ebenfalls eindeutig von median 9,1 auf 10,5 Monate verlängert wurde.


JOURNAL ONKOLOGIE: Wie steht es mit der Verträglichkeit der Therapie?


Reinmuth: Ramucirumab wird allgemein gut vertragen, und das ist ein weiterer Pluspunkt des Wirkstoffs. Insbesondere ist das Risiko für einen Blutdruckanstieg sowie für Blutungen und eine Proteinurie nach den bisherigen Erfahrungen unter Ramucirumab geringer, als wir es bei einem Angiogenesehemmer allgemein erwarten würden. Durch die zusätzliche Gabe von Ramucirumab zu Docetaxel kommt es somit nur in geringem Maße zu einer erhöhten Toxizität der Therapie. Das Nebenwirkungsspektrum ist vielmehr maßgeblich durch die Chemotherapie geprägt, nicht jedoch durch Ramucirumab.


JOURNAL ONKOLOGIE: Wie bewerten Sie diese neue Therapie mit dem Angiogenesehemmer?


Reinmuth: Der Wirkstoff vermittelt eine höhere Ansprechrate und signifikante Überlebensvorteile bei zugleich guter Verträglichkeit. Damit bewerte ich Ramucirumab eindeutig als klinisch bedeutsamen Therapiefortschritt. Hier werden sich somit künftig die Behandlungsoptionen erweitern.

Vielen Dank für das Gespräch!
 

Literatur:

(1) Perol M et al. J Clin Oncol 2014; 32: 5s, suppl; abstr LBA8006.

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