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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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25. Juli 2012

Zusammenfassung der Workshops

In drei Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmer des Symposiums an Fallbeispielen die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von nab-Paclitaxel in der klinischen Praxis. Wie Prof. Michael Untch, Berlin, betonte, zeigte sich übereinstimmend in allen Workshops, dass die Substanz immer mehr in das therapeutische Bewusstsein rückt

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In seiner Zusammenfassung erläuterte Dr. Ingo Bauerfeind, Landshut, dass nab-Paclitaxel in der metastasierten Situation bevorzugt als wöchentliche Monotherapie eingesetzt wird, und dass die wöchentliche Taxan-Gabe in den meisten Kliniken und Praxen Routine ist. Verschiedene Schemata sind möglich: nab-Paclitaxel kann wöchentlich ohne Pause gegeben werden, oder an den Tagen 1, 8 und 15 und danach wird eine Woche pausiert. Als Dosierungen sind möglich: 100 mg/m2, 125 mg/m2 oder 150 mg/m2. Bauerfeind verdeutlichte, dass die Substanz entweder bei Progression der Metastasierung eingesetzt wird, oder als Taxan genutzt werden kann, wenn man konventionelle Taxane aufgrund von Unverträglichkeiten nicht geben kann oder zur Vermeidung derer Nebenwirkungen nicht geben möchte. Den Einsatz in der (neo-)adjuvanten Situation sahen die Workshop-Teilnehmer derzeit noch in Studien.

Trotz dieser Empfehlung, nab-Paclitaxel im Rahmen von Studien in der Neoadjuvanz einzusetzen, gibt es Ausnahmesituationen, die die Verwendung in der Praxis sinnvoll oder sogar erforderlich machen. Einen solchen Fall stellte Dr. Frederik Marmé, Heidelberg, in einer der Arbeitsgruppen vor. Bei einem dosisdichten neoadjuvanten ETC-Schema kam es bereits 10 Minuten nach Beginn der Taxan-Gabe zu einer allergischen Reaktion. Da diese wahrscheinlich Lösungsvermittler-induziert war, wurde auf nab-Paclitaxel gewechselt. Nach der Umstellung auf nab-Paclitaxel 300 mg/m2 q2w war eine problemlose Durchführung der Therapie ohne Zyklusverschiebungen möglich.

PD Dr. med. Cornelia Liedtke, Münster, konnte diese guten Erfahrungen bestätigen. Gerade bei Taxan-Toxizitäten sollte eine Umstellung auf das neue, modulierte Taxan erwogen werden. Dies zeigte sich insbesondere im Fall einer diabetischen Mammakarzinom-Patientin, bei der aufgrund der Toxizität des herkömmlichen Taxans die Insulindosierung permanent angepasst werden musste. Dieses Dilemma ließ sich durch die Gabe von nab-Paclitaxel umgehen. Liedtke wies darauf hin, dass zudem in den Falldiskussionen positiv hervorgehoben wurde, dass sich nab-Paclitaxel problemlos mit zielgerichteten Substanzen wie Trastuzumab oder Lapatinib kombinieren lässt. Dies ist ebenfalls ein wesentlicher klinischer Aspekt für den Einsatz der Substanz in der täglichen Praxis.

Dieser Schlussfolgerung schloss sich PD Dr. Eugen Ruckhäberle, Leipzig, anhand der Ergebnisse aus seiner Arbeitsgruppe an. Er berichtete, dass mittlerweile auch Erfahrungen mit Bevacizumab vorliegen und sich nab-Paclitaxel in dieser Kombination ebenfalls als sicher und effektiv erwiesen hat. Allerdings sollte die Dosierung von nab-Paclitaxel in Kombination mit Bevacizumab genau erwogen werden. Ruckhäberle plädierte dafür, Patientinnen in die laufenden adjuvanten Studien mit der Substanz einzubringen, da sich die Experten davon ebenfalls noch einmal einen wichtigen Fortschritt erhoffen.

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