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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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08. Februar 2013

Zulassungserweiterung für Bevacizumab ermöglicht Behandlung des rezidivierten platin-sensiblen Ovarialkarzinoms

In der Primärtherapie des Ovarialkarzinoms ist der Einsatz von Bevacizumab (Avastin®) bereits Standard. Seit Oktober 2012 ist der VEGF-Inhibitor nun auch für die rezidivierte Situation des Platin-sensiblen Ovarialkarzinoms zugelassen. Diese Zulassungserweiterung basiert auf den Daten der Studie OCEANS, die einen signifikanten Vorteil im progressionsfreien Überleben und eine bessere Krankheitskontrolle für die betroffenen Patientinnen zeigten (1). PD Dr. Sven Mahner, Hamburg, stellte diese Studienergebnisse im Rahmen einer Roche-Presseveranstaltung in Frankfurt am Main vor.

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Als erste zielgerichtete Substanz wurde Bevacizumab für die Rezidivtherapie des Platin-sensiblen Ovarial-, Eileiter- oder primären Peritonealkarzinoms zugelassen. Damit können erstmals auch Patientinnen, die in der Primärtherapie nicht mit Bevacizumab behandelt wurden, von dem Angiogenesehemmer profitieren. Die Zulassungserweiterung erfolgte aufgrund der Ergebnisse der randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studie OCEANS, in die 484 Patientinnen eingeschlossen waren, die zuvor weder in Bezug auf ihre rezidivierende Erkrankung, noch mit VEGF-spezifischen Substanzen behandelt worden waren. Die Gabe von Bevacizumab (15 mg/kg q3w) in Kombination mit einer Chemotherapie aus Carboplatin und Gemcitabin über 6-10 Zyklen und eine anschließende kontinuierliche Bevacizumab-Monotherapie bis zum Progress verlängerte in diesem Patientinnen-Kollektiv das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant um 4 Monate von median 8,4 auf 12,4 Monate
(HR=0,484; 95% CI 0,388-0,605; p<0,001) (Abb. 1) (1). „Das entspricht einer über 50%igen Reduktion des Risikos für ein Fortschreiten der Erkrankung“, bemerkte Mahner. Darüber hinaus steigerten sich sowohl die objektive Ansprechrate (ORR) von 57,4% auf 78,5% (HR=0,534; p<0,0001) als auch die Dauer des Ansprechens von 7,4 auf 10,4 Monate signifikant (HR=0,534). Reife Daten zum Gesamtüberleben (OS) liegen derzeit noch nicht vor. „Die signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens und die damit einhergehende Symptomkontrolle sind für unsere Patientinnen ein großer Gewinn“, sagte Mahner.
 

Abb. 1: Signifikant verbessertes progressionsfreies Überleben unter der Kombination aus Chemotherapie und Bevacizumab im Vergleich zu Chemotherapie allein.
 

Bevacizumab wirkt auch beim platin-resistenten Ovarialkarzinom

Die Wirksamkeit von Bevacizumab beim Ovarialkarzinom konnte bereits durch 4 große Phase-III-Studien bestätigt werden. Dass der VEGF-Inhibitor nicht nur beim platin-sensiblen, sondern auch beim platin-resistenten Ovarialkarzinom wirkt, konnten nun die Ergebnisse der Phase-III-Studie AURELIA belegen, die Mahner ebenfalls präsentierte. In dieser randomisierten Studie betrug das PFS der Patientinnen, die mit einer Chemotherapie und Bevacizumab bis zum Progress behandelt wurden, 6,7 Monate im  Vergleich zu 3,4 Monaten unter alleiniger Chemotherapie. Außerdem reduzierte die Kombination aus Chemotherapie und Bevacizumab bis zum Progress das Progressionsrisiko der Patientinnen um mehr als 50% (HR=0,48; p<0,001) (2). Die ORR wurde ebenfals signifikant durch die zusätzliche Gabe von Bevacizumab gesteigert (12,6% vs. 30,9%; p=0,001). Laut Mahner bestätigte die AURELIA-Studie das bekannte Sicherheitsprofil von Bevacizumab. „In der Primärtherapie ist Bevacizumab ja schon Standard. Nun können wir auch in der Rezidivtherapie den Tumor länger kontrollieren. Für unsere Patientinnen ist dies ein großer Fortschritt, denn es bedeutet, dass sie - trotz der schweren Krebserkrankung und laufender Therapie - ihrem gewohnten Alltag weitgehend nachkommen können“, resümierte Mahner.

sk

Pressekonferenz „Avastin® beim Ovarialkarzinom – Zulassungserweiterung für die Rezidivtherapie“, 27.11.2012, Frankfurt am Main; Veranstalter: Roche Pharma AG

Literaturhinweise:
(1) Aghajanian C, et al. J Clin Oncol 2012; 30(17): 2039-45
(2) Pujade-Lauraine E, et al. J Clin Oncol 2012; 30 (Suppl; Abstract # LBA5002)

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