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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. Februar 2012

Zielgerichtete Supportiv- und Tumortherapie mit den Antikörpern Denosumab und Panitumumab möglich

Gegen onkologische Wirkmechanismen zielgerichtete Substanzen bieten neue vielversprechende Ansätze für die Therapie unterschiedlichster Krebsarten. So konnte die Firma Amgen mit den beiden vollhumanen Antikörpern Denosumab und Panitumumab in der Supportiv- und in der Tumortherapie große Fortschritte erzielen. Dies wurde in einem Symposium auf dem AIO-Herbstkongress im November 2011 in Berlin deutlich. Sowohl Denosumab, ein Antikörper gegen den RANK-Liganden, als auch der EGF-Rezeptor-Antikörper Panitumumab wurden gezielt auf den spezifischen Stoffwechselweg hin entwickelt.
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Panitumumab

Mitte November 2011 kam es zu einer EU-weiten Zulassungserweiterung von Panitumumab (Vectibix®) für die Behandlung von Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) mit Wildtyp-KRAS als Erstlinientherapie in Kombination mit FOLFOX und als Zweitlinientherapie in Kombination mit FOLFIRI bei Patienten, die in der Erstlinientherapie eine Fluoropyrimidin-haltige Chemotherapie erhalten haben. Prof. Thomas Seufferlein, Halle/Saale, stellte die finalen Daten der Phase-III-Studien PRIME und 181 vor, die dazu geführt hatten. Den Ergebnissen zu Folge konnte eine zusätzliche Gabe von Panitumumab bei gleichzeitiger FOLFOX-Chemotherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) bei Patienten mit mCRC und Wildtyp-KRAS im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie signifikant von 8,6 Monaten auf 10,0 Monate verlängern (p=0,01) [1]. Zusätzlich war die Gesamtansprechrate unter Panitumumab mit Chemotherapie höher als bei Chemotherapie allein (57% vs. 48%; p=0,02). Auch die R0-Resektionsrate war bei auf die Leber beschränkter Metastasierung verbessert unter der Kombination aus Panitumumab und FOLFOX (28%) vs. FOLFOX allein (18%).

Auch in der Zweitlinientherapie kam es zu einer signifikanten Verlängerung des PFS durch Zugabe von Panitumumab zu FOLFIRI (5,9 Monate unter der Kombination vs. 3,9 Monate unter FOLFIRI allein, p=0,004). Die Gesamtansprechrate wurde von 10% auf 35% erhöht durch die Hinzunahme von Panitumumab. Auch hier war der Effekt auf Patienten mit wt-KRAS-Status beschränkt. Es zeigte sich in beiden Studien ein Vorteil in Bezug auf das Gesamtüberleben, der jedoch keine statistische Signifikanz erreichte [2, 3]. Unerwünschte Nebenwirkungen umfassten in beiden Studien die für EGFR-Therapie üblichen assoziierten Toxizitäten wie Hautausschlag, Diarrhö und Hypomagnesiämie. Es wurden in weniger als 1% der Fälle schwere Infusionsreaktionen berichtet. Bei den Tumorpatienten mit KRAS-Mutation waren die Behandlungsergebnisse für die Kombination von Panitumumab plus FOLFOX denen von FOLFOX alleine unterlegen. Ein vorangehender Nachweis des Wildtyp-KRAS-Status ist daher für den Einsatz von Panitumumab obligatorisch.

Denosumab

Durch seine hohe Affinität und Spezifität zur Bindung an RANK-Ligand, konnte sich der monoklonale Antikörper Denosumab (XGEVA®) nun auch im präventiven Einsatz von skelettbezogenen Komplikationen (skeletal related events, SRE) bei Erwachsenen mit Knochenmetastasen aufgrund solider Tumoren bewähren. Verschiedene vergleichende Studien zeigten, dass Denosumab mindestens so wirksam ist wie Zoledronsäure. Wie PD Dr. Salah-Eddin Al-Batran berichtete, war Denosumab gegenüber Zoledronsäure bei der Prävention von SRE überlegen [4]. Die Zeit ohne ein SRE war signifikant länger und es gab insgesamt weniger SRE. Auch das Sicherheitsprofil von Denosumab war akzeptabel. Kieferosteonekrosen traten ähnlich häufig auf wie unter Zole-dronsäure [5]. Es gab 57% weniger Akute-Phase-Reaktionen im Vergleich zu Zoledronsäure. Es kam häufiger zu Hypokalzämien unter Denosumab (9,6% vs. 5,0%), was aber generell nicht mit klinischen Symptomen verbunden war. Unter Denosumab waren keine Dosisanpassungen notwendig, weil es keinen negativen Einfluss auf die Nierenfunktion hat.

sr

Literatur:
1. Douillard JY et al. J Clin Oncol 2011; 29 (Suppl): 3510
2. Douillard JY et al. J Clin Oncol 2010; 28:4697-705
3. Peeters M et al. J Clin Oncol 28. 2010
4. Lipton A et al. Ann Oncol 2010; 21(Suppl 8): viii379 [Abstract 1249P]
5. Brown J et al. Präsentation bei CIBD, 2010 [Abstract OC-15]

Symposium „Denosumab und Panitumumab: Vollhumane Antikörper für den Fortschritt in der Supportiv- und Tumortherapie“, 17.11.2011, anlässlich des AIO-Herbstkongresses in Berlin; Veranstalter: Amgen
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