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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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08. Februar 2013

Weichteilsarkome bereits seit 5 Jahren mit Trabectedin effektiv behandelbar

Trabectedin (Yondelis®) ist zugelassen für die Zweit- und Drittlinientherapie fortgeschrittener Weichteilsarkome nach Versagen von Anthrazyklinen und Ifosfamid oder aber in allen Linien für Patienten, die für diese Medikamente (z.B. aufgrund kardialer Vorschädigung) nicht in Frage kommen. Wie Experten auf einem Symposium im Rahmen des CTOS-Kongresses erläuterten, können mit Trabectedin langandauernde Gesamtansprechraten und effektive Tumorkontrollen erzielt werden. Da unter der Substanz keine kumulativen Toxizitäten auftreten, kann es lange und in mehreren Therapielinien eingesetzt werden. Subgruppenanalysen konnten einen klinischen Nutzen bei allen STS-Subtypen belegen.

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Trabectedin wirkt direkt antitumoral, indem es einerseits die DNA der Krebszelle zerstört und andererseits die DNA-Transkription hemmt. Neuere Daten zeigten nun, dass das Medikament auch Effekte auf das Tumormikromilieu zu haben scheint, berichtete Prof. Paolo Giovanni Casali, Mailand.

„Damit lässt sich wohl auch die Wirkung auf nahezu alle Subtypen der Weichteilsarkome erklären“, kommentierte Dr. Axel Le Cesne, Villejeuf. Mittlerweile können über 40 Subtypen anhand von Histologie und molekularen Spezifizierungen unterschieden werden. Die Bemühungen der aktuellen Forschung gehen in Richtung einer spezifischen, zielgerichteten Behandlung, so Prof. Jean-Yves Blay, Lyon.

Die Zulassung bezieht sich momentan auf die Zweit- und Drittlinie, es wird aber auch ein Einsatz in der Erstlinie überprüft. Auch Kombinationstherapien mit Trabectedin stehen im Fokus des Interesses. Von 41 Patienten, die mit Trabectedin plus Doxorubicin behandelt wurden, waren nach 6 Monaten 59% ohne Krankheitsprogress (1). Aktuell wird nun diese Kombination in der Phase-II-Studie GEIS-20 mit einer Doxorubicin-Monotherapie verglichen.

Wie Le Cesne anhand von eigenen Ergebnissen gepoolter Studien zeigen konnte, ist eine kontinuierliche Medikation mit Trabectedin bezüglich des progressionsfreien Überlebens (PFS) signifikant wirksamer als eine intermittierende Behandlung.

PD Dr. Peter Reichardt, Berlin, betonte v.a. die Wichtigkeit einer klaren Zielsetzung der Therapie. Man solle immer im individuellen Fall entscheiden, inwieweit Toxizitäten zugunsten der Wirksamkeit in Kauf genommen werden können. Ebenso forderte er, dass die primären Endpunkte von Sarkom-Studien sinnvoll gewählt werden sollten. Bei einer Erstlinientherapie ist oft nicht das Gesamtüberleben ausschlaggebend, da hier keine großen Unterschiede erzielt werden können, sondern z.B. die Tumorschrumpfung bei einem therapierefraktären Tumor, um ihn resektabel zu machen, oder bei schwerer Symptomatik die Besserung der Lebensqualität durch geringere Toxizitäten.

sk

Symposium „Soft Tissue Sarcoma: 5 years of Yondelis® and 13 years of trabectedin“ 15.11.2012, Prag, im Rahmen des CTOS-Kongresses; Veranstalter: PharmaMar

Literaturhinweis:
(1) Blay JY, et al. Clin Cancer Res 2008; 14:6656-62

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