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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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12. September 2016

Überlebensvorteile mit Ramucirumab beim fortgeschrittenen Magenkarzinom bei vergleichbar guter Verträglichkeit

Interview mit Prof. Dr. Udo Vanhoefer, Hamburg.

Mit dem Angiogenesehemmer Ramucirumab (Cyramza®) haben sich die Optionen für die palliative Zweitlinienbehandlung des fortgeschrittenen Magenkarzinoms deutlich erweitert. Welche Vorteile die Therapie mit Ramucirumab bietet, erläutert Prof. Dr. Udo Vanhoefer, Chefarzt des Zentrums Innere Medizin, Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie, Gastroenterologie und Infektiologie am Katholischen Marienkrankenhaus in Hamburg, im Interview.
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Vanhoefer Udo
JOURNAL ONKOLOGIE: Wie steht es um die Prognose von Patienten mit fortgeschrittenem Magenkarzinom und inwieweit sind Therapieoptimierungen möglich?

Vanhoefer:
Das Magenkarzinom wird leider oft erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Es liegt dann häufig schon eine Metastasierung vor. Die Prognose der Patienten mit einer metastasierten Erkrankung ist in aller Regel schlecht. Trotz Chemotherapie beträgt das mediane Überleben für Patienten mit einem metastasierten HER2-negativen Magenkarzinom in der Regel nur 11-12 Monate. Die 1-Jahres-Überlebensrate liegt bei lediglich 40-50%. Es werden daher dringend neue Therapiekonzepte benötigt, mit dem Ziel, die Rezidivrate zu mindern und damit die Prognose zu bessern.


JOURNAL ONKOLOGIE: Wie bewerten Sie vor diesem Hintergrund den Antikörper Ramucirumab?

Vanhoefer:
Bei Ramucirumab handelt es sich um einen spezifischen Antikörper gegen die extrazelluläre Domäne des VEGF-Rezeptors-2, der maßgeblich die Tumorangiogenese steuert. Der Wirkstoff fungiert damit als Angiogenesehemmer. Seine klinische Wirksamkeit hat er unter anderem beim metastasierten Magenkarzinom in der Phase-III-Studie RAINBOW im Zweitliniensetting in Kombination mit Paclitaxel gezeigt.


JOURNAL ONKOLOGIE: Was ist das zentrale Ergebnis der Studie?

Vanhoefer:
Es handelt sich um eine multizentrische Studie, in die 665 Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs eingeschlossen wurden, deren Krankheit während oder nach einer platinbasierten Erstlinientherapie fortgeschritten war. Die Patienten wurden randomisiert mit Ramucirumab plus Paclitaxel oder Paclitaxel plus Placebo behandelt. Dabei zeigte sich eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens bei Patienten im Ramucirumab-Arm von 9,6 versus 7,4 Monaten unter alleiniger Paclitaxel-Therapie. Dieses Ergebnis belegt einen signifikanten und vor allem auch klinisch relevanten Überlebensvorteil beim fortgeschrittenen Magenkarzinom. Ramucirumab weist zudem eine klinisch akzeptable Verträglichkeit auf, die Toxizität der Therapie war gegenüber dem Kontrollarm nicht relevant erhöht. Unter Ramucirumab plus Paclitaxel konnte eine vergleichbar lange oder sogar eine längere Zeit bis zur Verschlechterung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Patienten im Ramucirumab-Arm nachgewiesen werden.


JOURNAL ONKOLOGIE: Wie sind Ihre eigenen Therapieerfahrungen?

Vanhoefer:
Ramucirumab bietet uns erweiterte Behandlungsmöglichkeiten beim fortgeschrittenen Magenkarzinom mit eindeutigem Nutzen für die Patienten. Viele Patienten profitieren von Ramucirumab plus Paclitaxel mit einem Überlebensvorteil bei insgesamt guter Verträglichkeit, und in Einzelfällen zeigte sich sogar ein klarer Rückgang des Tumors. Das sind aus meiner Sicht relevante klinische Vorteile. Anzumerken ist in dem Zusammenhang, dass der Antikörper, basierend auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie REGARD, auch eingeschränkt zur Monotherapie beim fortgeschrittenen Magenkarzinom zugelassen ist. Auch für die Monotherapie konnte eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens dokumentiert werden. Die Effektivität in der Monotherapie ist vergleichbar mit der Effektivität eines Taxans, jedoch bei besserer Verträglichkeit. Wir haben somit auch eine zusätzliche Therapieoption für Patienten, bei denen eine Kombinationstherapie mit einem Taxan nicht möglich oder nicht vertretbar ist.


Vielen Dank für das Gespräch!
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