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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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19. Dezember 2011

DGHO 2011

Therapieentscheidung bei myelodysplastischem Syndrom schwierig

„Jede Therapieentscheidung beim MDS ist schwierig“, sagte PD Dr. Aristoteles Giagounidis, Duisburg, auf einer Expertendiskussion im Rahmen des DGHO in Basel. Er betonte, dass eine umfassende Diagnostik notwendig sei, um die Patienten mit myelodysplastischem Syndrom (MDS) in die richtige Risikogruppe einordnen zu können und sie der am besten geeigneten Therapieoption zuführen zu können.
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Beim MDS handelt es sich um eine erworbene Knochenmarkerkrankung mit einer reifungsgestörten Hämatopoese. Für eine adäquate Therapieentscheidung sind eine präzise Diagnostik und eine korrekte Einteilung in den entsprechenden MDS-Subtyp unabdingbar. Dies wird mittels der Zytomorphologie von Knochenmark und peripherem Blut sowie mit Hilfe histologischer und zytogenetischer Untersuchungen von Knochenmarkbiopsien bewerkstelligt. Ergänzend können Immunphänotypisierungensowie FISH- und PCR-Analysen vorgenommen werden. Besonders wesentlich für die Prognose sind der Blastenanteil im Knochenmark, der Karyotyp sowie die Anzahl der Zytopenien. Damit werden die MDS-Patienten gemäß des IPSS (International Prognostic Scoring System) oder des WPSS (WHO adapted Prognostic Scoring System) in die jeweiligen Risikoklassen eingeteilt.

Des Weiteren müssen aber auch patientenindividuelle Faktoren wie Alter und Komorbiditäten berücksichtigt werden. MDS-Patienten mit niedrigem Risiko (IPSS low-risk und intermediate-1) werden vorrangig mit Supportivmaßnahmen behandelt. Bei erhöhtem Risiko (IPSS intermediate-2 und high) steht die allogene Stammzelltransplantation an erster Stelle. Ist diese Option aufgrund des Alters oder wegen Begleiterkrankungen nicht gegeben, ist die epigenetische Therapie mit Azacitidin (Vidaza®) zugelassen. Das demethylierende Agens konnte in der zulassungsrelevanten Studie AZA-001 das mediane Überleben der Patienten gegenüber konventionellen Therapien um 9,4 Monate (22,4 vs. 15 Monate) verlängern [1]. Das 2-Jahres-Gesamtüberleben konnte nahezu verdoppelt werden. Dr. Michael Pfeilstöcker, Wien, berichtete von einer Subgruppenanalyse, die einen ebenso deutlichen Überlebensvorteil auch für ältere Patienten (75 Jahre) bei vergleichbarer Verträglichkeit zeigte [1]. Entscheidend für den Therapieerfolg sind das Erreichen eines hämatologischen Ansprechens und die kontinuierliche Behandlung bis zum Progress. Da sich nach 2 Zyklen bei 50% der Azacitidin-Responder ein erstes Ansprechen zeigt, nach 6 Zyklen die Ansprechrate unter den Respondern jedoch bei über 90% liegt, sollte auch bei Patienten mit stabiler Erkrankung die Therapie bis zum Auftreten limitierender Toxizitäten fortgeführt werden [2].

Eisenchelation kann das Überleben verlängern

Mit einer Eisenchelat-Therapie konnte in einer prospektiven Studie das Überleben von Patienten mit MDS mit niedrigem oder mittlerem Risiko signifikant verlängert werden [3]. Wichtig ist dabei die Auswahl des korrekten Patientenkollektivs (niedrig- und intermediate-1-Risiko sowie Transplantationspatienten). Für eine effektive Eisenchelat-Therapie müssen die Dosis und die Regelmäßigkeit der Therapie eingehalten werden und es muss ein Therapiemonitoring durchgeführt werden.

sr

Literatur:
1. Fenaux P, et al. Lancet Oncol 2009; 10:223-232
2. Silverman LR, et al. Cancer 2011; 117:2697-2702
3. Rose C, et al. Leuk Res 2010 Jul; 34(7): 864-70

Satellitensymposium „Schwierige Therapieentscheidungen bei MDS – Interaktive Falldiskussionen“, 02.10.2011; Veranstalter: Celgene, und Satellitensymposium „Patientenorientierte Therapie in der Hämatologie und Onkologie“, 30.09.2011, DGHO, Basel; Veranstalter: Novartis Oncology
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