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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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25. Januar 2018

Perspektivwechsel beim Radiojod-refraktären differenzierten Schilddrüsenkarzinom:

Therapieakzeptanz und -adhärenz gemeinsam mit dem Patienten erreichen

Zielgerichtete Therapien wie die Behandlung des Radiojod-refraktären differenzierten Schilddrüsenkarzinoms (RR-DTC) mit Lenvatinib erfolgen mittels oraler Medikation. Daher sieht sich der Patient in seiner häuslichen Umgebung mit seinen Fragen zur verordneten Therapie und ihren möglichen unerwünschten Wirkungen (AEs) oft alleingelassen und scheut sich vielleicht sogar, seine Bedenken oder Symptome dem behandelnden Arzt mitzuteilen. Hier sind Initiativen der Pharma-Unternehmen sowie die Mitwirkung der Fach- und Hausärzte gefragt, um den Patienten bestmöglich zu informieren und bei seiner Therapie zu unterstützen.
Mit Lenvatinib (Lenvima®) steht für die Behandlung von Erwachsenen mit progressivem, lokal fortgeschrittenem oder metastastiertem DTC (papillärem/follikulärem/Hürthle-Zell), das nicht auf eine Radiojodtherapie angesprochen hat, seit 2015 ein weiterer Multikinase-Inhibitor ab der ersten Therapielinie zur Verfügung, dessen Wirksamkeit und Verträglichkeit in der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie SELECT an 392 Patienten überprüft worden ist (1): Lenvatinib (n=261) konnte das mediane progressionsfreie Überleben im Vergleich zum Placebo (n=131) auf das 5-Fache verlängern (18,3 vs. 3,6 Monate; HR=0,21; 99%-KI: 0,14-0,31; p<0,001). Insgesamt profitierten über 87% der Patienten im Lenvatinib-Arm von der Behandlung (Remissionen und Krankheitsstabilisierungen), wobei das Therapieansprechen bereits nach einer medianen Behandlungsdauer von 2 Monaten evident war (95%-KI: 1,9-3,5) (1). Im Rahmen der SELECT-Studie traten AEs aller Schweregrade bei 97,3% der Patienten im Lenvatinib-Arm auf, sowie bei 59,5% der Patienten im Placebo-Arm. Die häufigsten AEs aller Grade unter Lenvatinib waren Hypertonie, Diarrhoe und Fatigue/Asthenie (Tab. 1). Über 27% der Patienten im Placebo-Arm litten ebenfalls an Fatigue/Asthenie, einem Symptomkomplex, der auch durch die Erkrankung selbst oder eine Vortherapie verursacht sein kann (Tab. 1) (1). Daher ist es hilfreich den Patienten darauf hinzuweisen, dass unerwünschte Begleiterscheinungen nicht zwangsläufig auf das Medikament zurückzuführen sind.
 
Tab. 1: SELECT-Studie: Auswahl der häufigsten AEs aller Grade (mod. nach (1)).
Symptom/unerwünschte
Wirkung
Lenvatinib (%) Placebo (%)
alle Grade ≥ Grad 3 alle Grade ≥ Grad 3
Hypertonie 67,2 41,8 9,2 2,3
Diarrhoe 59,4 8,0 8,4 0
Fatigue/Asthenie 59,0 9,2 27,5 2,3


Für den Therapieerfolg ist es von immenser Bedeutung, dass der Patient bereits vor Beginn der Behandlung über mögliche AEs und die Strategien, diese zu vermeiden oder zu behandeln, informiert wird. Der Patient sollte ermutigt werden, jedes Symptom mit dem Arzt zu besprechen. Die Eisai GmbH hat gemeinsam mit Patienten und Fachärzten das Patientenunterstützungsprogramm PERSPECTIVE initiiert (2), um Fach- und Hausärzten sowie Patienten und Angehörigen Informationen und praktische Hinweise an die Hand zu geben, die helfen, die Behandlung des RR-DTC mit Lenvatinib zu verstehen und AEs vorzubeugen bzw. zu begegnen. So tritt z.B. Hypertonie bereits innerhalb der ersten 1-5 Wochen nach Beginn der Lenvatinib-Einnahme auf (3). Daher sollte vorher der Blutdruck des Patienten überprüft und ggf. eingestellt sowie eine Woche nach Behandlungsbeginn, danach alle 2 Wochen für 2 Monate und schließlich monatlich für die Dauer der Behandlung kontrolliert werden. Eine Unterbrechung der Lenvatinib-Einnahme und anschließende Dosisreduktion bei Wiederaufnahme der Behandlung mit Lenvatinib ist erst ab einem Blutdruck von 160/100 mmHg erforderlich (4).

Diese und weitere nützliche Informationen für Sie als behandelnden Fach- oder Hausarzt sowie für Ihre Patienten und deren Angehörige stehen unter http://lenvima.de/dtc-perspective/ zum Download bereit (2). Ein von Arzt und Patient gemeinsam gestaltetes Therapiemanagement kann den Patienten dabei unterstützen, die zielgerichtete Therapie so lange zu akzeptieren und aufrechtzuerhalten, wie er von dieser profitiert.


Mit freundlicher Unterstützung der Eisai GmbH


Die Patienteninitiative „DTC-Perspective“ finden Sie unter http://q-r.to/banNrH.
Dr. Jeannine Gaber
Literatur:
(1) Schlumberger M et al. N Engl J Med 2015; 372:621-30.
(2) http://lenvima.de/dtc-perspective/
(3) Wirth LJ et al. Annals of Oncology 2014; 25 (Supplement 4): iv340-iv356.
(4) Fachinformation Lenvima®, Stand Juni 2017.
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