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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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10. September 2018

Therapie des mCRPC: Chemotherapie sollte in der Sequenz nicht fehlen

Bei der Therapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) wurden in letzter Zeit erhebliche Fortschritte erzielt. Die individuell abgestimmte optimale Sequenz von Antiandrogen- und Chemotherapie spielt dabei eine wichtige Rolle für die Prognose. In den Zulassungsstudien wurden für die gegen den Androgenrezeptor (AR) gerichteten Substanzen Abirateron und Enzalutamid sowie für die Chemotherapeutika Docetaxel und Cabazitaxel vergleichbare Effektivitäten beim mCRPC gezeigt.
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Die Antiandrogentherapie ist häufig durch die Resistenzentwicklung limitiert, sagte Dr. Stefan Machtes, Bergisch Gladbach. Circa ein Viertel der Patienten sind bereits bei Therapiebeginn resistent auf die AR-gerichtete Therapie und durch den Therapiedruck werden im Verlauf weitere resistente Klone begünstigt. Diese Resistenzen müssen frühzeitig erkannt werden, um die Therapie rechtzeitig umzustellen. PSA-Kontrollen reichen dafür allein nicht aus. Auch bei stabilem PSA-Wert kann ein Progress vorliegen, der sich nur durch eine zusätzliche Bildgebung erkennen lässt. Eine Umstellung auf das jeweils andere Antiandrogen ist bei solchen Resistenzen wenig sinnvoll, da Kreuzresistenzen bestehen und die Ansprechzeit kurz ist.


Chemotherapie kann auch in der Erstlinie die beste Wahl sein

Die Taxan-basierte Chemotherapie hat daher in der Zweitlinie nach Antiandrogenversagen einen hohen Stellenwert: Aber auch in der Erstlinie des mCRPC kann die Chemotherapie die richtige Wahl sein. So sollte bei symptomatischen Patienten und/oder viszeralen Metastasen die Chemotherapie (i.d.R. mit Docetaxel) immer an erster Stelle stehen. Auch Patienten mit schneller Progression und kurzen PSA-Verdopplungszeiten, initial hohem Gleason-Score und nur kurzem Ansprechen auf die primäre Androgendeprivationstheapie (ADT) sind laut Machtes Kandidaten für eine primäre Chemotherapie.


Cabazitaxel als Folgetherapie nach Docetaxel

Die gleichen Kriterien sprechen nach Docetaxel-Versagen für eine Cabazitaxel-Folgetherapie. „Damit lässt sich die Docetaxel-Resistenz durchbrechen und die Wirksamkeit ist unabhängig vom vorherigen Ansprechen auf ADT und gegen AR gerichtete Therapie“, sagte der Urologe. Je früher das gut verträgliche Cabazitaxel nach einer Docetaxel-Therapie eingesetzt wird, umso höher war in einer Auswertung von 13 Studien das kumulative 12-Monats-Überleben (1). Um alle Chancen optimal zu nutzen, sollte jeder Patient mit mCRPC im Verlauf mind. eine wirksame Taxan-Therapie erhalten, betonte der Experte.
Maria Weiß
Quelle: Fachpresse-Workshop „9. ExpertiseProstata”, 20.06.2018, Berlin; Veranstalter: Sanofi Genzyme
Literatur:
(1) Maines F et al. Crit Rev Hematol Oncol 2015; 96:498-506.
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