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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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27. Juli 2016

Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms

Bevacizumab in Kombination mit intensivierter Chemotherapie steigert Resektionsrate bei Lebermetastasen

Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) und initial nicht-resektablen kolorektalen Lebermetastasen (CLM) können mit einer Kombinationstherapie aus Bevacizumab (Avastin®) und FOLFOXIRI hohe Resektions- und Ansprechraten erreichen. In einer aktuellen Studie hat sich gezeigt, dass Bevacizumab sowohl mit mFOLFOX-6 als auch mit FOLFOXIRI vorteilhaft kombiniert werden kann (1).

Das am häufigsten von einer kolorektalen Metastasierung betroffene Organ ist die Leber. Mit Therapiestrategien, in deren Verlauf eine Metastasenresektion möglich ist, sind höhere 5-Jahres-Überlebensraten zu erzielen als mit einer palliativen Therapie. Für Patienten mit initial nicht-resektablen CLM ist ein Downsizing der Metastasen im Hinblick auf eine mögliche sekundäre Resektion das vordringliche Therapieziel.

Die randomisierte Phase-II-Studie OLIVIA untersuchte, inwieweit sich dieses Therapieziel mithilfe der Kombination aus Bevacizumab und Chemotherapie erreichen lässt (1). Die Untersuchung beinhaltete 80 mCRC-Patienten mit initial nicht-resektablen CLM. Die Patienten wurden entweder mit Bevacizumab/mFOLFOX-6 oder Bevacizumab/FOLFOXIRI behandelt. Primärer Endpunkt war die Gesamt-Resektionsrate (R0/R1/R2). Die sekundären Endpunkte umfassten u.a. die Tumoransprechrate und das progressionsfreie Überleben (PFS). Die Studienteilnehmer hatten einen ECOG-Performance-Status ≤ 1. Nach erfolgreicher Resektion (R0/R1) wurden bis zu 8 Zyklen der jeweiligen Therapie weitergegeben.

R0-Resektion bei fast der Hälfte aller Patienten unter Bevacizumab/FOLFOXIRI

Die Gesamt-Resektionsrate betrug in der Bevacizumab/FOLFOXIRI-Gruppe 61% (95%-KI 45%-76%) und in der Bevacizumab/mFOLFOX-6-Gruppe 49% (95%-KI 32-65%). R0-Resektionen waren unter Bevacizumab/FOLFOXIRI häufiger als unter Bevacizumab/mFOLFOX-6 (49% vs. 23%; Abb. 1) (1).
 

Abb. 1: Resektionsraten (gesamt und R0) unter Bevacizumab/FOLFOXIRI und Bevacizumab/mFOLFOX-6 (mod. nach (1)).
Abb. 1: Resektionsraten (gesamt und R0) unter Bevacizumab/FOLFOXIRI und Bevacizumab/mFOLFOX-6 (mod. nach (1)).

Die Tumoransprechraten lagen im Bevacizumab/FOLFOXIRI-Arm bei 81% (95%-KI 65%-91%) und bei der mit Bevacizumab und mFOLFOX-6 behandelten Gruppe bei 62% (95%-KI 45%-77%). Hinsichtlich des medianen PFS zeigte sich ein 7,1-monatiger Vorteil für die mit Bevacizumab und Triple-Chemotherapie behandelten Patienten (18,6 vs. 11,5 Monate; HR: 0,43).

OLIVIA bestätigte das Verträglichkeitsprofil für die Therapie mit Bevacizumab, das bereits in früheren Studien gezeigt werden konnte. Zu den häufigsten unerwünschten Ereignissen (UEs; Grade 3-5) gehörten Diarrhö (Bevacizumab/FOLFOXIRI: 30% bzw. Bevacizumab/mFOLFOX-6: 14%) und febrile Neutropenien (13% bzw. 8%). Das Spektrum der gemessenen UEs war bekannt und sie waren überwiegend gut handhabbar. Die Studienautoren befürworten weitere Untersuchungen zur Therapie mit Bevacizumab/FOLFOXIRI bei Patienten mit ausschließlich in der Leber lokalisierten Metastasen. Der Grund hierfür ist die hohe Ansprechrate, die mit diesem Regime in OLIVIA erreicht werden konnte. Dies lässt vermuten, dass Patienten mit CLM in besonderem Maße von der intensivierten Therapie aus Bevacizumab und FOLFOXIRI profitieren.

Fazit für die Praxis

Mit beiden Erstlinien-Kombinationstherapien wurden hohe Ansprech- und Resektionsraten erzielt. Bei nahezu jedem zweiten Patienten konnte durch die Gabe von Bevacizumab/FOLFOXIRI eine R0-Resektion erreicht werden: So konnte durch die intensivierte Behandlung mit Bevacizumab/FOLFOXIRI die R0-Resektionsrate um 26% auf 49% und das mediane PFS auf 18,6 Monate gesteigert werden. Diese wirksame Vierfach-Kombination ist vor allem für Patienten mit gutem ECOG-Performance-Status geeignet.

Mit freundlicher Unterstützung der Roche Pharma AG
Dr. Beate Grübler, Hannover
Literatur:
(1) Gruenberger T et al. Ann Oncol 2015;26:702-8.
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