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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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24. Februar 2014

Supportive Therapie - Rückblick auf ASCO 2013

Die Supportivtherapie in der Onkologie steigt zunehmend in ihrer Bedeutung, da sie die Durchführbarkeit vieler moderner onkologischer Behandlungen überhaupt ermöglicht. Zudem kann durch eine konsequente, möglichst prophylaktische Supportivtherapie die Lebensqualität der Patienten heute weitgehend erhalten werden.

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Antiemese

Die aktuelle ASCO-Leitlinie empfiehlt bei Anthrazyklin-Cyclophosphamid-basierter Chemotherapie die Kombination von Aprepitant (Apr) und Dexamethason (Dex) in der verzögerten Phase. Roila et al. prüften, ob zur Prophylaxe des verzögerten Erbrechens Dex 2 x 4 mg oral an Tag 2 und 3 und Apr 80 mg Tag 2 und 3 ebenbürtig sind, die Studie beantwortete jedoch nicht die Frage, ob die Kombination Apr + Dex nicht wirksamer ist als die Monosubstanzen (F. Roila #9614). Obwohl Erbrechen bei den meisten Patienten durch die moderne Antiemese verhindert werden kann, gibt es immer noch einige Patienten, bei denen die Antiemese basierend auf Kombinationen von 5-HT3-Rerzeptorantagonisten, NK1-Rezeptorantantoisten und Glukokortikoiden nicht ausreicht. Zahlreiche Rescue-Antiemetika wurden bisher in Studien geprüft. Wie beim ASCO aus einer Phase III-Studie mit 413 Patienten ersichtlich, hat Gabapentin als Rescue-Antiemetikum keinen Stellenwert (D. Barton #9513). Vielversprechende Ergebnisse gab es zu der neuen Kombination NEPA (Netupitant + Palonosetron) in einer Tablette bei Anthrazyklin/Cylophosphamid-basierter Chemotherapie - dies ist allerdings aktuell noch nicht praxisrelevant, da es noch keine Zulassung gibt (M. Aapro #9514).

Prophylaxe der febrilen Neutropenie mit G-CSF

In einer repräsentativen, Deutschlandweiten Umfrage des Arbeitskreises Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin (ASORS) der Deutschen Krebsgesellschaft wurde erhoben, wie deutsche Ärzte verschiedener Fachdisziplinen und Versorgungsstrukturen die Leitlinien zur Neutropenieprophylaxe umsetzen. An 213 Zentren wurden retrospektiv die Daten zur Neutropenieprophylaxe bei Chemotherapieschemata mit mittlerem und hohem Risiko für die Entwicklung einer febrilen Neutropenie (FN) bei 1.928 Patienten mit Mamma- und Bronchialkarzinomen sowie malignen Lymphomen untersucht. Fragestellung war, ob die Patienten eine FN-Prophylaxe mit G-CSF gemäß der internationalen Leitlinien erhielten. Die Auswertung ergab, dass es große Unterschiede in der Leitlinienumsetzung im Hinblick auf Entitäten und Arztcharakteristika gab und dass die Anwendung der Leitlinien insgesamt nicht befriedigend erfolgt (H. Link # 6597).

Nicht infektiöse Pneumonitis


Bei der Behandlung mit Everolimus kann eine nicht infektiöse Pneumonitis (ca. 12% alle CTCAE Grade, 3% Grad 3) auftreten, wobei es sich hier um einen Klasseneffekt der Rapamycin-Derivate handelt. Die Inzidenz der nicht-infektiösen Pneumonitis unter Everolimus kann durch eine Halbierung der Dosis um die Hälfte gesenkt werden. Sie beträgt in der Bolero-3-Studie bei vorbehandelten Patientinnen mit HER2-positivem metastasierten Mammakarzinom, in der Everolimus 5 mg 1x tgl. gegeben wird, 6% (alle Grade). In der Bolero-2-Studie mit der höheren Dosierung von Everolimus 10 mg 1x tgl. betrug die Inzidenz 12% (R. O‘Regan #505).

Chemotherapie-induzierte periphere Neuropathie

Ein großes Problem bei Chemotherapie mit z.B Platinverbindungen, Vinkaalkaloiden und Taxanen ist die periphere sensorische Neuropathie, die zwar nach Therapieende meist völlig abklingt, die aber mit Funktionseinschränkungen und Schmerzen einhergeht. Zahlreiche Studien zur Prophylaxe dieser die Mobilität und Lebensqualität der Patienten deutlich einschränkenden Nebenwirkung wurden bisher unternommen, meist jedoch erfolglos. Obwohl eine frühere Studie von Grothey et al., die 2011 im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht worden war, einen Vorteil für die Kombination von Calcium/ Magnesium-Infusionen bei Oxaliplatin-haltiger Chemotherapie des kolorektalen Karzinom gezeigt hat, ergab diese größere Studie an 353 leider keinen Vorteil gegenüber Plazebo (C. Loprinzi # 3501). Auch die Studie mit der "Scrambler" Therapie bei schmerzhafter CIPN verlief nicht erfolgreich (T. C. Campell #9635).

Dr. Petra Ortner

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