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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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24. Juni 2016

Study of Special interest

Die folgenden Studien zum Magenkarzinom und Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs (AEG) sind für das Institut für Klinisch-Onkologische Forschung (IKF) – Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen Frankfurt – von besonderem Interesse.
„PETRARCA/FLOT6“

Bei der PETRARCA/FLOT6-Studie handelt es sich um eine Phase-II/III-Studie der AIO, bei der die perioperative Therapie mit Trastuzumab/Pertuzumab (Herceptin®/Perjeta®) in Kombination mit FLOT vs. FLOT allein beim operablen Magenkarzinom und Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs (AEG) evaluiert wird.

Die Behandlungsergebnisse von Patienten mit fortgeschrittenem Magen- oder Speiseröhrenkrebs sind nach wie vor nicht zufriedenstellend. Durch eine perioperative Chemotherapie konnte die Überlebensrate um ca. 14% verglichen mit alleiniger Chirurgie verbessert werden, jedoch liegen die Überlebensraten nach 5 Jahren bei perioperativer Behandlung mit Epirubicin, Cisplatin und 5-FU (ECF) oder Cisplatin und 5-FU (CF) unter 40%. Weitere Studien und Untersuchungen sind somit erforderlich, um die perioperativen Behandlungsprotokolle und ihre Wirksamkeit zu verbessern. FLOT ist eines der am besten untersuchten Behandlungsregime gegen Magen- und Speiseröhrenkrebs und eine der Standard-Chemotherapien zur Erstlinienbehandlung von Magenkrebs gem. der deutschen S3-Richtlinie. Im Rahmen der AIO FLOT4 Phase-II/III-Studie wird die FLOT-Therapie derzeit mit ECF/ECX, einer weiteren Standardtherapie für die perioperative Therapie, verglichen. Eine bislang nicht publizierte Zwischenanalyse des Phase-III-Teils dieser Studie zeigte ein signifikant verbessertes pathologisches Tumoransprechen unter der FLOT-Therapie im Vergleich zu ECF/ECX. Eine bereits veröffentliche Analyse der Sicherheitsparameter bestätigte zudem die Machbarkeit und Verträglichkeit der FLOT-Therapie im Vergleich zu ECF/ECX. Für Patienten mit HER2-positiven Tumoren wurde mit dem Netzwerk der AIO die HER-FLOT-Studie mit 58 Patienten durchgeführt. Die Daten zur Verträglichkeit von FLOT in Kombination mit Trastuzumab im perioperativen Setting waren gut, und die Ergebnisse zeigten eine vergleichsweise hohe Rate an pathologischen Komplettremissionen (21,4% der ersten 53 ausgewerteten Patienten; präsentiert auf dem ASCO 2014). Aus diesem Grund stellt die Kombination aus FLOT und Trastuzumab eine sichere und vermutlich sehr wirksame Therapieoption für HER2-positive Patienten mit Magen- und Speiseröhrenkrebs dar, die eine vertiefende Untersuchung in randomisierten Studien rechtfertigt. Im Rahmen dieser Studie kommt die Doppelblockade des HER2-Rezeptors an der Subdomäne II + IV mittels Pertuzumab und Trastuzumab zusätzlich zur FLOT-Chemotherapie bei HER2-positiven Patienten zum Einsatz. Patienten werden als HER2-positiv definiert, wenn Sie 3+ (IHC) oder 2+ (IHC) bei gleichzeitiger Amplifikation, nachgewiesen durch FISH, SISH oder CISH sind. Einschlusskriterien sind ein histologisch bestätigtes Adenokarzinom des gastroösophagealen Übergangs (Typ I-III) oder des Magens (uT2, uT3, uT4, jedes N, M0) oder jedes T, N+, M0, die medizinisch wie technisch resektabel sind. Sollte sich ein Zentrum an der parallel beschriebenen RAMSES-Studie für HER2-negative Magen/AEG-Karzinome beteiligen, soll ein HER2-negativer Patient in die genannte RAMSES-Studie im gleichen Setting eingeschlossen werden. Die Patienten müssen Chemotherapie-naiv sein.




„RAMSES/FLOT7“

Bei der RAMSES/FLOT7-Studie handelt es sich um eine Phase-II/III-Studie, bei der die perioperative Therapie mit Ramucirumab in Kombination mit FLOT vs. FLOT allein beim operablen Magenkarzinom und Adenokarzinom des ösophagogastralen Übergangs (AEG) evaluiert wird.

Die Behandlungsergebnisse von Patienten mit fortgeschrittenem Magen- oder Speiseröhrenkrebs sind nach wie vor nicht zufriedenstellend. Durch eine perioperative Chemotherapie konnten die Überlebensraten um ca. 14% verglichen mit alleiniger Chirurgie verbessert werden, jedoch liegen die Überlebensraten nach 5 Jahren bei perioperativer Behandlung mit Epirubicin, Cisplatin und 5-FU (ECF) oder Cisplatin und 5-FU (CF) unter 40%. Weitere Studien und Untersuchungen sind somit erforderlich, um die perioperativen Behandlungsprotokolle und ihre Wirksamkeit zu verbessern.

Die Dreifachchemokombination FLOT ist eines der am besten untersuchten Behandlungsregime gegen Magen- und Speiseröhrenkrebs und eine der Standard-Chemotherapien zur Erstlinienbehandlung von Magenkrebs gem. der deutschen S3-Richtlinie. Im Rahmen der AIO FLOT4 Phase-II/III-Studie wird die FLOT-Therapie derzeit mit ECF/ECX, einer weiteren Standardtherapie für die perioperative Therapie, verglichen. Die Patienten-Rekrutierung wurde 2015 beendet. Eine bislang nicht publizierte Zwischenanalyse des Phase-III-Teils dieser Studie zeigte ein signifikant verbessertes pathologisches Tumoransprechen unter der FLOT-Therapie im Vergleich zu ECF/ECX (15,6% vs. 5,8%; p=0,015; (Pauligk et al. 2015)). Eine bereits veröffentliche Analyse der Sicherheitsparameter bestätigte zudem die Machbarkeit und Verträglichkeit der FLOT-Therapie im Vergleich zu ECF/ECX. Ramucirumab ist ein monoklonaler Antikörper, der spezifisch an VEGF-R2 bindet. Die Bindung von Ramucirumab an VEGF-R2 verhindert die Interaktion mit den aktivierenden Liganden VEGF-A, VEGF-C und VEGF-D. Damit inhibiert Ramucirumab die Ligand-stimulierte Aktivierung von VEGF-R2, und dadurch wiederum die Ligand-induzierte Proliferation, die nachgelagerten Komponenten wie Erk1/Erk2, und die Migration von menschlichen Endothel-Zellen. Ramucirumab ist von der Amerikanischen Zulassungsbehörde (FDA) und der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) als Monotherapie gemäß den positiven Daten aus der REGARD-Studie und in Kombination mit Paclitaxel, gemäß den Daten der RAINBOW-Studie, zur Behandlung von fortgeschrittenem oder metastasiertem Magen- oder Speiseröhrenkrebs nach vorheriger Fluoropyrimidin-/Platin-basierter Chemotherapie zugelassen. Eine Evaluation der zur Zeit potentesten Target-Substanz im VEGF/-R-Signalweg im Rahmen der perioperativen Situation, gemeinsam mit dem zur Zeit potentesten Backbone-Protokoll (FLOT) scheint somit vielversprechend. Einschlusskriterien sind ein histologisch bestätigtes Adenokarzinom des gastroösophagealen Übergangs (Typ I-III) oder des Magens (uT2, uT3, uT4, jedes N, M0) oder jedes T, N+, M0, die medizinisch wie technisch resektabel sind. Sollte sich ein Zentrum an der parallel beschriebenen PETRARCA-Studie für HER2-positive Magen-/AEG-Karzinome beteiligen, muss ein HER2-positiver Patient in die genannte PETRARCA-Studie im gleichen Setting eingeschlossen werden. Die Patienten müssen Chemotherapie-naiv sein und einen ECOG Performance-Status ≤ 1 haben.

 
Institut für Klinisch-Onkologische Forschung (IKF)
UCT – Universitäres Centrum für
Tumorerkrankungen Frankfurt
Krankenhaus Nordwest gGmbH
Steinbacher Hohl 2-26
60488 Frankfurt/Main
Tel.: 069/7601-4420
http://www.ikf-nordwest.de/home.html
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