Freitag, 22. September 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
31. Juli 2015

Seltene Malignome des Urogenitaltrakts beim Mann

Axel_Heidenreich_AachenIn der vorliegenden Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE finden Sie Übersichtsartikel zu den seltenen Malignomen des Urogenitaltrakts: dem Peniskarzinom und den testikulären Keimzelltumoren. Beide Malignome gehören mit einer Inzidenz von 1:100.000 bzw. 10:100.000 zu den sehr seltenen soliden Tumoren des Mannes, die bezüglich der Diagnostik und Therapie einer sehr hohen Expertise bedürfen, um einen kurativen Therapieansatz nicht zu verpassen.

Während die Diagnostik und Therapie der testikulären Keimzelltumoren auf einem hohen Evidenzniveau standardisiert erfolgen muss, existieren für die Diagnostik und die Therapie des Peniskarzinoms nur wenige prospektive klinische Studien, die gerade bei den fortgeschrittenen Malignomen zu verlässlichen und etablierten systemischen Therapieprotokollen führen. Für den klinischen Alltag ist zu berücksichtigen, dass die inguinale Lymphadenektomie beim Peniskarzinom eine kurative Therapie darstellt und deshalb bei allen Patienten mit Risikofaktoren des Primärtumors, palpablen und komplett resektablen Lymphadenopathien an erster Stelle der therapeutischen Kaskade stehen sollte. Induktive systemische zytotoxische Therapien, molekulare Ansätze und radioonkologische Optionen in Anlehnung an andere Plattenepithelkarzinome repräsentieren die Domäne der Therapie lokal fortgeschrittener oder systemisch metastasierter Tumoren. Spätestens in diesen Tumorstadien sollte eine Überweisung an ein tertiäres Zentrum erfolgen. Aufgrund der Seltenheit des Tumors sollten möglichst alle Patienten in das von Herrn PD Dr. Protzelt an der Uniklinik Rostock geleitete Register gemeldet werden.

Die Diagnostik und Therapie der testikulären Keimzelltumoren mit günstiger Prognose können nach Einholung einer Zweitmeinung (http://zm-hodentumor.de) dezentral erfolgen. Patienten mit intermediärer oder ungünstiger Prognose, rezidivierenden Keimzelltumoren oder postchemotherapeutischer Residualtumorresektion gehören in die Hände tertiärer Referenzzentren. Nationale und internationale klinische Studien haben für dieses Patientenkollektiv deutlich bessere langfristige Heilungsraten an Referenzzentren im Vergleich zu nicht spezialisierten Kliniken gezeigt. In diesem Zusammenhang geben die beiden Artikel zur organerhaltenden Hodentumorchirurgie sowie zur postchemotherapeutischen Residualtumorresektion eine Orientierung zu den Standards der nationalen und internationalen Leitlinien. Diese fordern unter anderem eine hohe Expertise in der Applikation der systemischen Chemotherapie, insbesondere der Hochdosischemotherapie sowie der Residualtumorresektion mit mehr als 10 Therapien bzw. mehr als 20 operativen Eingriffen jährlich.

Ihr Univ.-Professor Dr. med. Dr. h. c. Axel Heidenreich, Aachen

Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017