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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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24. November 2009

Schmerztherapie: Neue Daten zur Fixkombination Naloxon/Oxycodon

Im Rahmen einer multizentrischen Beobachtungsstudie konnte gezeigt werden, dass das Kombinationspräparat Naloxon/Oxycodon Lebensqualität, Verträglichkeit und Wirksamkeit der Schmerztherapie verbessert [1]. Das Präparat ist seit kurzem in neuen Wirkstärken und als Titrationsdosierung für eine individuelle Dosisanpassung erhältlich.
Patienten mit starker Arthrose-, Osteoporose- und degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen wurden im Rahmen einer 4-wöchigen Beobachtungsstudie entweder auf 40mg/20mg (20%, 17%, 21%) Naloxon/Oxycodon oder auf 20mg/10mg (68%, 71%, 67%) eingestellt. Ein Teil der Patienten erhielt keine analgetische Vortherapie, ca. 1/4 eine Vortherapie mit Nicht-Opioiden und 1/3 wurden mit WHO-II und -III-Opioiden vortherapiert. Schmerz- und Lebensqualität wurden mittels Brief Pain Inventory Short Form (NRS, 0-10 = kein/e – stärkste/r Schmerz/Beeinträchtigung) gemessen. Bei Arthrosepatienten verbesserten sich die Schmerzintensitäten um durchschnittlich 41% (NRS 5,6 +/- 1,8 vs. 3,3 +/-1,8), bei Patienten mit Osteoporose um 45% (NRS 5,6 +/- 1,8 vs. 3,1+/- 1,7) und bei den Patienten mit degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen um 41% (NRS 5,6 +/- 1,7 vs. 3,3 +/- 1,8). Hinsichtlich der Lebensqualität erreichten alle Patientengruppen eine Verbesserung und auch der Darmfunktionsindex normalisierte sich von im Mittel 40 bis 44 (Bowel Function Index, BFI) auf 15 bis 17 bei allen Patienten.

Dass die Fixkombination Naloxon/Oxycodon auch bei Tumorschmerz-Patienten mit neuropathischer Schmerzkomponente gut wirkt, veranschaulichte Dr. Junker vom Sana Klinikum Remscheid bei einem „Meet the Expert“-Gespräch im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses 2009, am Beispiel der Kasuistik einer 82-jährigen Frau. Aufgrund eines Kolonkarzinoms wurde sie mit einer Chemotherapie behandelt und entwickelte daraufhin eine Zosterneuralgie mit starken Schmerzen (tagsüber NRS 5, nachts NRS 8). Die Patientin wurde mit Naloxon/Oxycodon 20 mg/10 mg morgens und 40 mg/20 mg abends behandelt. Nach 10 Tagen konnte sie Patientin das Krankenhaus mit einer Schmerzintensität von NRS 2 bei normaler Darmfunktion verlassen. Dazu Dr. Junker: „Durch die neue 40 mg/20 mg Wirkstärke profitiert die Patientin auch dann noch von der sehr guten Wirksamkeit und Verträglichkeit des Kombinationspräparates, wenn die 20 mg/10 mg Wirkstärke als abendliche Dosis nicht mehr ausreicht.“

1. Targin®, Mundipharma GmbH – Deutscher Schmerzkongress 2009, Berlin, 7.-10. Oktober 2009 / Posternummer P13.
Quelle: „Meet the Expert“ mit Dr. Uwe Junker zum Thema „Tumorschmerz – auch eine Neuropathie?!“, Symposium „Opioide bei Nervenschmerzen – ein Update“, Deutscher Schmerzkongress 2009 in Berlin, Mundipharma
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