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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. September 2016

Rezidivierende/metastasierende Kopf-Hals-Tumoren: Nivolumab verlängert das Überleben

Die Prognose von Patienten mit platinrefraktären, rezidivierenden oder metastasierenden Plattenepithelkarzinomen im Kopf-Hals-Bereich (r/m SCCHN) ist im Allgemeinen schlecht, sie überleben median ca. 6 Monate. Für Entwicklung und Wachstum von SCCHN haben immune-escape-Mechanismen Bedeutung. Deshalb werden derzeit Immuncheckpoint-Inhibitoren für diese Indikation intensiv klinisch geprüft. Die CheckMate -141-Studie belegt, dass Nivolumab das Überleben der Patienten deutlich und signifikant verlängern kann (1).
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Kopf-Hals-Tumoren exprimieren häufig Proteine immunsupprimierender Signalwege wie PD-L1, Ligand für PD-1 (programmed death-1). Der Immuncheckpoint-Inhibitor Nivolumab bindet an PD-1 und löst damit Bremsen des Immunsystems. Effektivität und Sicherheit von Nivolumab wurden in der Checkmate -141-Studie geprüft, die wegen Überlegenheit der Prüfsubstanz gegenüber der Kontrolltherapie vorzeitig beendet wurde. Prof. Robert Ferris, Pittsburgh, hat die Daten vorgestellt.

361 Patienten (Durchschnittsalter 60 Jahre) mit progredientem r/m SSCHN unter platinbasierter Therapie wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert in eine Gruppe, die Nivolumab 3 mg/kg KG i.v. alle 2 Wochen erhielt (n=240) und eine 2. Gruppe mit Therapie nach Wahl des Untersuchers: entweder Methotrexat 40 mg/m2 i.v. wöchentlich oder Docetaxel 30 mg/m2 i.v. wöchentlich oder Cetuximab 400 mg/m2 i.v. ein Mal und anschließend 250 mg/m2 wöchentlich (n=121). 55% der Patienten hatten vor Studieneinschluss mindestens 2 Vortherapien. Primärer Endpunkt war das Gesamtüberleben (OS), zu den sekundären Endpunkten gehörten die Rate des objektiven Ansprechens (ORR; komplettes und partielles Ansprechen), progressionsfreies Überleben (PFS) und Toxizität.

Die Überlebenszeit war unter Nivolumab mit median 7,5 Monaten signifikant länger als im Kontrollarm mit median 5,1 Monaten (HR=0,70; p=0,0101; number-needed-to-treat: 13). Nivolumab verdoppelte die 1-Jahres-Gesamtüberlebensrate mit 36,0% im Vergleich zum Kontrollarm mit 16,6%, die Rate des PFS nach 6 Monaten betrug 19,7% unter Nivolumab und 9,9% in der Vergleichsgruppe, die ORR 13,3% unter dem Checkpoint-Inhibitor und 5,8% im Vergleichsarm. In der Subgruppe mit p16-positiven Tumoren – Folge einer HPV-Infektion – betrug das mediane OS mit Nivolumab 9,1 Monate und 4,4 Monate im Kontrollarm (HR=0,56), bei HPV-negativen Tumoren 7,5 und 5,8 Monate (Nivolumab vs. Vergleichsarm; HR=0,73).

Es wurde auch geprüft, ob sich die PD-L1-Expression im Tumor als Biomarker eignen könnte. Betrug sie 1% bis mindestens 10%, überlebten die Patienten median 8,7 bis 8,8 Monate bei Nivolumab-Therapie, im Vergleichsarm aber nur 4,6 bis 5,2 Monate (HR=0,50-0,56), bei PD-L1-Expressionsraten unter 1% waren die Unterschiede zwischen den beiden Therapieformen geringer (HR=0,73-0,89). Die Verträglichkeit des Anti-PD-1-Antikörpers war besser als in der Vergleichsgruppe. „Mit Nivolumab ließ sich das Gesamtüberleben der Patienten verlängern, auch unabhängig von p16-Status oder PD-L1-Expression“, sagte Ferris. Der Checkpoint-Inhibitor könne eine neue Option als „standard-of-care“ für Patienten mit r/m SCCHN nach Platin-basierter Behandlung werden.
Dr. Nicola Siegmund-Schultze (nsi)
Literatur:
(1) Ferris RL et al. J Clin Oncol 34, 2016 (suppl; abstr 6009).
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