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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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24. Juli 2012

ASCO 2012 – GIST

Regorafenib bei Imatinib- und Sunitinib-resistentem metastasierten GIST wirksam

Regorafenib verlängert signifikant das progressionsfreie Überleben (PFS) von Patienten mit metastasierten und/oder inoperablen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST), deren Tumor trotz Behandlung mit Imatinib und Sunitinib weiter fortgeschritten war. Dies zeigt die Phase-III-Studie GRID, die als Late Breaking Abstract auf dem ASCO vorgestellt wurde (1).

Das Verständnis über die molekularen Mutationen, die den GIST zugrunde liegen, hat die Therapie revolutioniert. Mit Imatinib und Sunitinib, die mutierte, aktivierende Kinasen (KIT oder PDGFRA) hemmen, konnte das mediane Überleben von Patienten mit metastasiertem GIST von 3-6 Monaten auf über 5 Jahre verlängert werden. Etwa 90% der GIST-Patienten entwickeln jedoch Resistenzen gegen diese Medikamente aufgrund von Mutationen und es besteht ein Bedarf an neuen Inhibitoren, um diese lebensbedrohliche Erkrankung zu kontrollieren.

Eine solcher neuer Inhibitor ist Regorafenib (BAY 73-4506), der sich strukturell unterscheidet und multiple Kinasen hemmt, die für die Entwicklung von GIST und anderen Krebsarten relevant sind. Bei Patienten, die unter Imatinib und Sunitinib progredient waren, kam es in der Phase-III-Studie GRID unter Regorafenib zu einer beeindruckenden Verlängerung des PFS (4,8 vs. 0,9 Monate) (Abb. 1).

Abb. 1: Progressionsfreies Überleben (PFS) unter Regorafenib im Vergleich zu Placebo.



Auch wurde eine signifikante Verbesserung der Krankheitskontrolle (DCR= disease control rate, d.h. eine partielle Remission oder stabile Erkrankung) über mindestens 12 Wochen im Vergleich zu Placebo erreicht (52,6% vs. 9,1%; p<0,000001). Das Gesamtüberleben verlängerte sich in der Regorafenib-Gruppe nicht signifikant (HR=0,77; p=0,20), was durch das Crossover-Design der Studie so erwartet worden war. Häufigere unerwünschte Ereignisse unter Regorafenib im Vergleich zu Placebo waren u.a. Hand-Fuß-Syndrom, Bluthochdruck und Diarrhoe.

„Von GIST betroffene Patienten warten immer noch dringend auf neue Behandlungsmöglichkeiten, denn der Tumor ist aggressiv und unsere aktuellen therapeutischen Optionen sind sehr begrenzt“, sagte George Demetri, Direktor des Ludwig-Center am Dana-Farber Cancer Institute in Boston, Massachussetts (USA). „Diese Ergebnisse der GRID-Studie deuten darauf hin, dass Regorafenib möglicherweise einen echten therapeutischen Fortschritt für Patienten bedeutet, bei denen dieser schwierig zu behandelnde Tumor trotz Standardtherapie weiter fortschreitet.

Literaturhinweis:
(1) ASCO 2012, LBA10008
 

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